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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bayern sperrt wieder auf - Tirol beendet Ausreisetests

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (Archivbild).
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (Archivbild).
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  • Markus Zwigl
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    Martina Hunger
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag, 4. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 143,2, Landkreis Rosenheim 98,3, Landkreis Traunstein 222,2, Landkreis Berchtesgadener Land 136,9, Landkreis Mühldorf 202,8, Landkreis Altötting 205,4 (Quelle/Stand: RKI, 4. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3699, Landkreis Rosenheim 13.095, Traunstein 10.408, Berchtesgadener Land 5565, Mühldorf 6642, Altötting 5656 (Quelle/Stand: RKI, 4. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 58, Landkreis Rosenheim 449, Traunstein 205, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 143, Altötting 205 (Quelle/Stand: RKI, 4. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 83.591 Todesfälle in Deutschland (14.242 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.15 Uhr - Bayern sperrt wieder auf - Tirol beendet Ausreise-Tests

Bayern sperrt wieder auf. Ab Montag, dem 10. Mai wird nach monatelangem Lockdown in vielen Bereichen wieder gelockert. rosenheim24.de berichtet in einem extra Artikel ausführlich über die Lockerungen. Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen Biergärten, Theater, Kinos und ab 21. Mai auch Hotels oder Campingplätze öffnen. Für Grundschulen wird der Grenzwert für den Distanzunterricht ebenfalls angepasst. Hier gilt dann die Inzidenz von 165 als ausschlaggebend. Nach den Pfingstferien sollen dann auch weiterführende Schulen wieder in den Präsenzunterricht wechseln, wenn die Inzidenz unter 165 liegt. Ausnahmen gibt es nach wie vor für Abschlussklassen. Die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt mit den neuen Änderungen nun bis einschließlich 6. Juni. 

Im benachbarten österreichischen Bundesland Tirol stabilisieren sich allem Anschein nach die Corona-Zahlen. Die strikten Ausreisebeschränkungen werden deshalb beendet. Ab Donnerstag müssen Ausreisende beim Verlassen der Region deswegen keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen. 

Update, 17.59 Uhr - Caritas fordert Corona-Erleichterungen auch für Altenheime

Die Münchner Caritas hat von der bayerischen Staatsregierung verlangt, die Corona-Vorschriften auch für Altenheime zu lockern. „Wir fordern die Staatsregierung erneut auf, die restriktiven Vorgaben auch für die Alten- und Pflegeheime aufzuheben und den Menschen dort ihre Freiheitsrechte wieder uneingeschränkt zurückzugeben“, sagte Gabriele Stark-Angermeier vom Diözesan-Caritasvorstand am Dienstag. „Warum sollen sich zweifach geimpfte Besucher oder Mitarbeitende noch testen lassen oder eine FFP2-Maske aufsetzen, wenn sie auf zweifach geimpfte Bewohner treffen?“

Das bayerische Kabinett hatte zuvor entschieden, dass vollständig Geimpfte und Genesene ab diesen Donnerstag von vielen Corona-Beschränkungen befreit werden. In den Pflegeheimen in Bayern sollen die bisherigen Einschränkungen für die Senioren aber weiter gelten.

Im Freistaat gibt es seit etlichen Monaten strenge Vorgaben, nach denen die Menschen beispielsweise ihre Eltern in den Heimen nicht mehr uneingeschränkt besuchen dürfen. Viele Senioren berichten, dass sie sehr unter den Beschränkungen leiden.

Update, 17.25 Uhr - Zwei Todesfälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1402 aktive Corona-Fälle vor.  Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 222,2. Seit Montag sind beim Gesundheitsamt 57 Neuinfektionen eingegangen.

Zudem sind zwei Todesmeldungen eingegangen. Es handelt sich dabei um zwei Frauen im Alter von 84 und 100 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 207 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 27 Covid-19-Patienten behandelt, davon 19 auf der Normalstation und 8 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 48.657 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 11.182 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16.59 Uhr - Veranstalter erwarten Reiseboom

Hoffnungsschimmer für Reisehungrige und die Tourismusbranche nach monatelanger Corona-Zwangspause: „Die Impfkampagne hat in Deutschland enorm an Tempo gewonnen, und auch die Buchungen legen kontinuierlich zu“, berichtete ein Tui-Sprecher am Dienstag. Der Branchenprimus geht davon aus, dass der Urlaub dieses Jahr sogar günstiger wird als in den Vorjahren. Dabei scheint das Geld bei vielen Reisehungrigen locker zu sitzen. Vor allem höherpreisige Hotels liegen Veranstaltern zufolge im Trend.

„Viele buchen längere Reisen, weil sie sehr lange auf den Urlaub warten mussten. Außerdem liegen Hotels in höheren Kategorien sowie größere Zimmer in besseren Lagen im Trend“, sagte der Tui-Sprecher.

Auch der Geschäftsführer der FTI Group, Ralph Schiller, berichtete, dass sich Urlauber bislang vor allem für höherwertige Hotels entscheiden. Er erwartet insgesamt „eine recht stabile“ Preisentwicklung. „Sollte der erwartete Buchungsboom für die Hauptferienzeit im Sommer eintreten, könnten die Kapazitäten aber schon knapp werden, so dass dann punktuell mit steigenden Preisen gerechnet werden muss.“

Schiller rechnet mit einem Reiseboom, sobald Lockerungen in Kraft treten. „Wie groß der Wunsch zu verreisen ist, sehen wir auch daran, dass die Nachfrage für Mallorca und die Dominikanische Republik – also Destinationen, für die aktuell keine Reisewarnungen gelten – für die Reisemonate Mai und Juni 2021 kräftig angezogen hat.“

Der Branchenzweite, DER Touristik, sieht ebenfalls «einen deutlichen Anstieg» der Buchungskurve. „Die Menschen wollen reisen und das möglichst sicher und früh“, sagte Zentraleuropa-Chef Ingo Burmester.

Update, 16.03 Uhr - Kreise: Merkel sieht bei Corona „Licht am Ende des Tunnels“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erfreut über die Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens im Land geäußert. Es gebe „Licht am Ende des Tunnels“, sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag. Die Kanzlerin verwies auf sinkende Fallzahlen und eine leichte Entspannung in der Intensivmedizin. Zugleich mahnte Merkel nach diesen Angaben, je sorgsamer man jetzt vorgehe, umso schneller würden alle von Lockerungen profitieren können.

Das Kabinett hatte zuvor im Umlaufverfahren eine Verordnung beschlossen, mit der schon ab dem Wochenende Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene möglich sein sollen. Die Bundesregierung machte damit den Weg frei für einen schnellen Beschluss im Bundestag an diesem Donnerstag und im Bundesrat an diesem Freitag.

Update, 15.22 Uhr - Söder: Lockerungen nach Erstimpfung kein Modell für Bayern

Der Freistaat Bayern will nicht dem Modell aus dem Nachbarland Österreich folgen und Menschen nach Verabreichung von erst einer von zwei Corona-Impfdosen bereits Lockerungen zuerkennen. „Wir würden das jetzt nicht machen“, sagte Söder. Die Praxis sei mit hohen Risiken verbunden, auch wenn die Erstimpfung bereits einen erhöhten Schutz biete. Das Modell werde hierzulande derzeit nicht näher diskutiert.

In Österreich soll schon bald eine Corona-Erstimpfung als Eintrittskarte für Restaurants, Veranstaltungen und Hotels gelten. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein kündigte am Montag im Parlament an, dass dies 21 Tage nach Erhalt der ersten Dosis gelten solle. Der Nationalrat beschloss eine Gesetzesänderung, mit der Geimpfte und Genesene von der Testpflicht befreit werden können, wenn ab 19. Mai Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur wieder ihre Dienste anbieten.

Update, 14.41 Uhr - Drei neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern drei weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt. Diese drei Personen befanden sich bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 5565 (Stand RKI: 04.05.2021, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 136,9 (Stand RKI: 04.05.2021, 0 Uhr). Aktuell befinden sich 229 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Von den insgesamt 5565 Corona-Fällen sind mittlerweile 5.285 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 181 aktive Corona-Fälle im Landkreis, davon 26 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 145 neue Corona-Fälle. In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit neun Corona-Patienten stationär behandelt. Derzeit werden keine Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Update, 13.59 Uhr - Bundeskabinett beschließt Erleichterungen für Geimpfte

Das Bundeskabinett hat die Verordnung zu den Rechten von Geimpften und Genesenen in der Pandemie beschlossen. Das teilt Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) in Berlin mit. Die bundesweite Verordnung aus dem Justizressort muss nun noch im Bundestag und am Freitag im Bundesrat beschlossen werden.

Geimpfte und Genesene könnten sich dann etwa mit weiteren Geimpften treffen und würden bei Treffen mit Ungeimpften im Familien- oder Freundeskreis nicht mitgezählt. Nach Reisen müssten sie nicht in Quarantäne - es sei denn sie reisen aus einem Virusvariantengebiet ein.

Die Pflicht zum Tragen einer Maske an bestimmten Orten sowie das Abstandsgebot im öffentlichen Raum sollen allerdings weiter gelten. Als Beleg für eine vollständige Impfung soll ein Nachweis auf Papier oder digital auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch akzeptiert werden. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Dies ist meist die zweite Spritze, beim Präparat von Johnson & Johnson reicht eine. Dass man genesen ist, soll man ebenfalls belegen müssen - und zwar mit einem Nachweis eines positiven PCR-Labortests, der mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegt.

Die Pressekonferenz im Livestream

Update, 12.54 Uhr - Aiwanger: „Ein Schritt, auf den viele gewartet haben!“

Erleichtert zeigte sich Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor allem im Hinblick auf die geplanten Öffnungsschritte in den Bereichen Gastronomie und Schule. „Ein Schritt, auf den viele sehnlichst gewartet haben“, so der Niederbayer. Damit sei endlich die erhoffte Perspektive da. Beim Thema Außengastronomie appellierte Aiwanger an die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden, mit den Regelungen im Hinblick auf Freischankflächen etc. möglichst unbürokratisch umzugehen.

Auch das für den Tourismus beschlossene Konzept hält Aiwanger zum jetzigen Zeitpunkt für „absolut verantwortbar“. Der Minister hofft, dass bis zum Beginn der Pfingstferien noch in vielen weiteren bayerischen Landkreisen die Inzidenzen sinken.

Update, 12.51 Uhr - „Gute Mischung aus Vorsicht und Optimismus“

„Wir sind in fast ganz Bayern schon in der Priorisierungsgruppe 3 beim Impfen angekommen“, sagte der Ministerpräsident zum Thema Impfen. Alleine im Mai würden in Bayern rund drei Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Danach sollen möglichst schnell alle Priorisierungsregeln beim Impfen aufgehoben werden.
Weitere Schwerpunkte sollen für Betriebsärzte, in Schulen sowie in sozialen Brennpunkten gesetzt werden. „Dies alles zusammengenommen stimmt uns schon optimistisch, dass wir da gut vorankommen“, so Söder. Das Ganze sei eine „gute Mischung aus Vorsicht und Optimismus“ und „eine Erleichterung mit gutem Wissen“.

Update, 12.46 Uhr - Außengastronomie unter Auflagen ab 10. Mai möglich

Anschließend ging Söder auf den Kultur- und Freizeitbereich ein. „Hier sind wir auch vorsichtig - aber wir entwickeln uns“, so der Ministerpräsident. So soll ab kommenden Montag (10. Mai) bei einer Inzidenz von unter 100 die Öffnung der Außengastronomie erlaubt werden - bis maximal 22 Uhr und jeweils mit fester Reservierung und negativem Corona-Test. Auch in den Bereichen Kino & Co. soll es analog entsprechende Erleichterungen geben.

Zudem arbeitet die Staatsregierung an einem Konzept für eine vorsichtige Öffnung von Hotellerie und Tourismus - pünktlich zu Pfingsten. So soll ab Freitag, 21. Mai - unter strengen Auflagen - die Öffnung von Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen erlaubt werden - allerdings nur in Städten/Kreisen mit einer stabilen Inzidenz von unter 100.

Update, 12.42 Uhr - Bayern beschließt neue Infektionsschutzverordnung

Aus den genannten Gründen hat sich die bayerische Staatsregierung auf eine neue Infektionsschutzverordnung geeinigt - gültig von 10. Mai bis vorerst mindestens 6. Juni. Die wichtigsten Inhalte: Bereits ab 6. Mai werden Zweifach-Geimpfte und von Corona genesene Personen mit negativ getesteten Personen gleichgestellt. Für diese Personen entfällt z.B. auch die nächtliche Ausgangssperre.

Die Ausgangssperre in Hotspots (22 Uhr bis 5 Uhr) mit einer Inzidenz von 100 und höher bleibt bestehen - und zwar OHNE Ausnahmen wie teilweise in anderen Bundesländern. Auch bei den Grundschulen und den Förderschulen (Jahrgangsstufen 5 und 6) geht Bayern einen Schritt nach vorne: Dort ist Wechsel-/Präsenzunterricht nun bis zu einer Inzidenz von 165 erlaubt. Bei weiterführenden Schulen bleibt es hingegen bei der 100er-Grenze - ausgenommen Abschlussklassen. Nach den Pfingstferien (ab 7. Juni) soll - vorbehaltlich des Infektionsgeschehens - die 165er-Grenze dann für alle Schulen gelten.

Update, 12.35 Uhr - Söder: „Schritt für Schritt und alles mit Bedacht“

Am Vormittag hat die bayerische Staatsregierung erneut über das weitere Vorgehen im Kampf gegen Corona beraten. Am Mittag sind Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) vor die Presse getreten, um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse zu informieren. Bereits am Vortag hatte Söder in einem Statement weitere Lockerungen angedeutet. „Corona ist nicht vorbei, aber die Tendenz ist Gott sei Dank weiter fallend“, sagte Söder zu Beginn. Mortalität und die Zahl der Neuinfektionen seien zuletzt deutlich gesunken, hieß es. Außerdem hat sich die Lage auf den Intensivstationen „stabilisiert“, betonte der Ministerpräsident.

„Schritt für Schritt und alles mit Bedacht“, laute deswegen die Marschroute für die nächsten Wochen. Die Sicherheit dürfe nicht außer Acht gelassen werden, allerdings gelte es die Fortschritte beim Testen und Impfen einzubeziehen - gepaart mit vorsichtigen, ersten Öffnungsschritten.

Update, 11.43 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet drei neue Corona-Fälle und einen Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom Montag (3. Mai) gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 04. Mai 2021, 0 Uhr). Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 546 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 04. Mai 2021, 03:10 Uhr) bei 202,8.

Jeweils eine Notbetreuungsgruppe des städtischen Kindergartens 2 und der städtischen Kinderkrippe 2 in Mühldorf a. Inn wurden aufgrund jeweils eines positiven Falls unter Quarantäne gesetzt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Update, 10.54 Uhr - Corona: Keine erhöhten Sterbefallzahlen in Bayern im Februar und März 2021

Für die beiden letzten Monate des Jahres 2020 sowie für den Januar 2021 registrierte das Bayerische Landesamt für Statistik für den Freistaat, insbesondere jedoch regional differenziert, deutlich erhöhte Sterbefallzahlen (Plus-Artikel). Die Entwicklung folgte dabei dem Corona-Infektionsgeschehen der ersten und zweiten Welle und lag im Dezember 2020 bayernweit fast 36 Prozent und im Januar 2021 rund 21 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

Eine vom Bayerischen Landesamt für Statistik durchgeführte Sonderauswertung vorläufiger Sterbefalldaten ermöglicht erste Aussagen zur Entwicklung der Sterbefallzahlen im ersten Quartal 2021. Während im November 2020 knapp 12 Prozent, im Dezember 2020 fast 36 Prozent und im Januar 2021 rund 21 Prozent mehr Menschen verstarben als durchschnittlich in den Jahren 2016 bis 2019, zeigen die Daten für Februar und März 2021 keine erhöhte Anzahl an Gestorbenen.

Abweichung der monatlichen Sterbefallzahlen Bayerns.

Update, 10.12 Uhr - Landkreis Altötting meldet 13 Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 13 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand 3. Mai, 16 Uhr). Unter den Neuinfektionen ist auch eine seibenjährige Person aus Burgkirchen. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5654 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 425 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (71), Burgkirchen (52) und Altötting (39). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 205,4.

Update, 9.23 Uhr - Wirtshauskultur-Verein gegen Negativtests für Außengastronomie

Im Fall einer baldigen Öffnung der Außengastronomie hat der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) gefordert, dort auf die Pflicht für Negativ-Coronatests zu verzichten. „Wer abends in den Biergarten möchte, muss dafür ein negatives Testergebnis vorweisen können“, sagte VEBWK-Geschäftsführerin Ursula Zimmermann. „Gerade in ländlichen Gebieten ist dies jedoch problematisch.“ Apotheken böten Corona-Testungen oftmals nur wenige Stunden pro Tag an und seien oft ausgebucht. Testzentren gebe es meist nur in der Stadt.

Wer verpflichtende Tests verlangt, muss dafür auch die Kapazitäten schaffen. Die Wirte werden schon aus organisatorischen Gründen sicherlich keine kostenintensiven Tests anbieten. Zumal die Selbsttests auch oftmals gar nicht akzeptiert werden“, kritisierte die Geschäftsführerin. „Österreich ist hier definitiv Vorreiter. Auch dort wird in vielen Bereichen ein Negativtest verlangt, jedoch stehen dort zahlreiche Teststationen und -straßen, auch im ländlichen Raum, den ganzen Tag lang für eine Testung zur Verfügung.“

Update, 8.26 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 4. Mai).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region bewegen sich teilweise weiterhin auf hohem Niveau und haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gesunken sind die Inzidenzen in den Kreisen Altötting (von 208,9 auf 205,4), Mühldorf (von 213,2 auf 202,8) und der Stadt Rosenheim (von 144,8 auf 143,2). Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Berchtesgadener Land (von 135,9 auf 136,9), im Kreis Traunstein (von 221,1 auf 222,2 und im Kreis Rosenheim (von 96,4 auf 98,3).

In der Region wurden laut RKI drei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach ist eine Person im Kreis Mühldorf und zwei Personen im Kreis Altötting verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.21 Uhr - Kabinett will nächste Corona-Lockerungen beschließen

Im Lichte stabiler und teilweise wieder rückläufiger Corona-Zahlen will das bayerische Kabinett am Dienstag (10 Uhr) über die nächsten Öffnungsschritte beraten und entscheiden. Konkret geht es insbesondere um die Schulen, aber auch um Außengastronomie, Kinos, Theater und Ferienunterkünfte. Einige zentrale Punkte hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits am Montag angekündigt: Grundschulen in Bayern dürfen ab nächster Woche auf breiter Front wieder für alle Klassenstufen im Wechselunterricht öffnen - nämlich schon bei einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz bis 165.

Unklar war aber noch, wie es an weiterführenden Schulen weitergeht: Söder kündigte an, hier bis auf Weiteres beim bisherigen Grenzwert 100 für Distanzunterricht bleiben zu wollen. Die Freien Wähler forderten dagegen auch hier den Grenzwert 165, wie in der neuen Bundes-Notbremse vorgesehen. Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

rosenheim24.de wird von der PK um 12.30 Uhr wie gewohnt live berichten.

RKI meldet rund 7500 neue Fälle und 315 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen eines Tages 7534 Corona-Neuinfektionen gemeldet (News-Ticker Montag, 3. Mai). Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche hatte der Wert bei 10.976 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 141,4 (Vortag: 146,9; Vorwoche: 167,6). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 315 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor (Stand: 4. Mai, 0 Uhr). Vor genau einer Woche waren es 344 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.433.516 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.061.500 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83.591. In Bayern kamen 41 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 14.242).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,88 (Stand: 3. Mai; Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt der Wert anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/dpa

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