„Lichtstrahlen“ in Zeiten der Barbarei

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München – Als „Lichtstrahlen in einer dunklen Zeit“ hat der Münchner Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg die Seligen Märtyrer von Dachau gewürdigt.

Ihrer wurde erstmals mit einem neu eingeführten Gedenktag im Erzbistum München und Freising gedacht.

Die 56 bisher seliggesprochenen Märtyrer von Dachau stünden stellvertretend für viel mehr Menschen, sagte der Weihbischof. Sie machten deutlich, dass es nicht nur eine Zeit der Barbarei gewesen sei, in der Deutschland in tiefste Abgründe versunken sei. Es habe sich auch um eine Zeit gehandelt, in der es immer wieder Lichtstrahlen gegeben habe, die den Weg durch die dunklen Wolken des Nationalsozialismus gefunden hätten. Das KZ Dachau sei in der Geschichte der Christenheit das größte Priestergefängnis gewesen, das es je gegeben habe, sagte der Weihbischof. „Wenn man so will, auch der größte Priesterfriedhof.“ Etwa 1000 katholische Priester und Ordensleute starben in Dachau. Stolberg erinnerte auch an die Geistlichen anderer Konfessionen, die dort inhaftiert waren, sowie an alle Opfer des NS-Regimes und des Zweiten Weltkriegs. Angesichts der Konzentrationslager stellten Menschen immer wieder die Frage „Wo war Gott?“, sagte der Weihbischof. „Die Antwort lautet: Er war da.“ So habe es selbst in der „Hölle von Dachau“ eine Kapelle gegeben, auf dem Tabernakel sei das Bibelwort geschrieben gewesen: „Ich bin bei euch alle Tage.“  kna

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