PGR-WAHL

Leichter Rückgang bei den Wählern

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München – Bei den Pfarrgemeinderatswahlen vom Sonntag in Bayern zeichnet sich ab, dass etwas weniger Katholiken ihre Stimme abgegeben haben als vor vier Jahren.

Wie das Landeskomitee der Katholiken gestern mitteilte, machten mehr als 930 000 von 5,2 Millionen Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Das entspreche einer Beteiligung von bayernweit 17,53 Prozent (2014: 18,45 Prozent). Bisher seien 90 Prozent aller Wahlen ausgezählt.

In der Erzdiözese München und Freising sei es dennoch gelungen, die Wahlbeteiligung um mehr als vier Prozentpunkte auf über 20 Prozent zu steigern, heißt es. Dort wählten weit über 40 000 Gläubige mehr als 2014 (16 Prozent). Grund für den Erfolg sei die Briefwahl. Bis auf München und Freising sei aber die Wahlbeteiligung in allen Diözesen gesunken. In Augsburg von 12,46 auf 11,24 Prozent, in Bamberg von 12,88 auf 10,66, in Eichstätt von 32,85 auf 28,89 (trotzdem ist Eichstätt Spitzenreiter), in Passau von 17,87 auf 14,8, in Regensburg von 17,58 auf 14,86 und in Würzburg von 33,5 auf 28,8 Prozent.

Die Gründe dafür sind laut Landeskomitee vielschichtig. Generell sei die Wahlbeteiligung in ländlichen Gemeinden höher als in Städten. Nach wie vor gebe es auf dem Land eine intensivere Verbindung der Gläubigen untereinander sowie mit den ehren- und hauptamtlich Engagierten. Ein Problem sieht das Gremium in den vielen Unterstrukturierungsmaßnahmen, die anstünden oder im Gange seien. Diese könnten die Motivation von Ehrenamtlichen beeinträchtigen, wenn sie nicht genügend an den Prozessen beteiligt würden oder nur das Gefühl hätten, nicht eingebunden zu sein. In der Folge seien nicht selten Brüche zu beobachten.  kna

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