„Da legte er seinen eisigen Flügel auf ihre Schulter“, krächzte Waldkauz Ulrich mit schauriger Stimme.

„Da legte er seinen eisigen Flügel auf ihre Schulter“, krächzte Waldkauz Ulrich mit schauriger Stimme.

Weiter kam er nicht, denn er wurde von lautem Gequake und Gebrüll unterbrochen: Viele Tiere, die im Wald und am See leben, hatten sich spätabends am dunklen Ufer versammelt – um Halloween zu feiern, die Nacht vor Allerheiligen. „Quaaak!“, krächzte Ulrich plötzlich, so laut er konnte. Wir anderen zuckten zusammen. „Mein lieber Herr Waldkauz, eine Geschichte ist noch lange nicht schaurig, nur weil Sie uns anbrüllen!“, schimpfte die Biberin Frau Dr. Raspelzahn. „Dann erzählen Sie doch selbst eine Schauergeschichte“, kauzte Ulrich beleidigt. Die Biberin überlegte kurz – und tat genau das. „Es war einmal ein grausiges Monster, das im Wald lebte.“ Wir Enten rückten enger zusammen. „Es hatte kein Gesicht. Wo Augen, Nase und Mund sein sollten, ist bei ihm nur fahle Haut.“ Das Ungeheuer sei „so hoch wie die Bäume“. Obwohl ich eine Ente bin, bekam ich eine richtige Gänsehaut. Denn wer wusste schon, ob das Monster Appetit auf Enten hat? Ulrich wurde es zu bunt. „Jetzt ist es aber genug!“, krächzte er und lachte die Schauderstimmung einfach weg. „Diesen Gruselmann haben sich die Zweibeiner doch nur ausgedacht. Darauf falle ich nicht rein!“ Eure Paula

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