700 GRAD HEIßES ALUMINIUM LÄUFT IN WERKSHALLE AUS

Lecks im Schmelzofen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Atemschutztrupps drangen in die Halle vor. Foto: Gaulke

Markt Schwaben – Feuerwehren aus drei Landkreisen mussten am Montagabend zu einem Großeinsatz ausrücken.

In der Industriehalle eines Druckgusswerks in Markt Schwaben (Landkreis Ebersberg) brannte es. Aus einem Schmelzofen war 700 Grad heißes, flüssiges Aluminium unkontrolliert ausgelaufen. Die Ursache mehrerer Lecks in dem Ofen konnte nicht abschließend geklärt werden. Einig sind sich die Einsatzkräfte aber, dass eine kleine Menge glühendes Aluminium Holzpaletten, beladen mit Granulat und Zementsäcken, in Brand steckte.

Neben Fachberatern des Technischen Hilfswerks drangen sieben Atemschutztrupps der Feuerwehr in die Werkshalle vor. Bei 25 Mitarbeitern der Firma bestand der konkrete Verdacht auf Rauchvergiftung. „Acht Verletzte wurden zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht“, berichtet der Ebersberger Kreisbrandrat Andreas Heiß.

Laut Polizeibericht war der Kessel des Schmelzofens, in dem 1,8 Tonnen flüssiges Metall Platz haben, an mehreren Stellen undicht. Die Lecks verschlossen sich am Ende selbst – nachdem die Einsatzkräfte das austretende glühende Aluminium mit jeder Menge Wasser zum Erstarren gebracht hatten.

Bereits im vergangenen September war es in dem Markt Schwabener Werk zu einem Einsatz mit gleicher Brandursache gekommen. mps

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare