Im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, dass Her...

Im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, dass Hermine eine Biene ist: Ich quake von dem schwarzen Insekt mit den bläulich schimmernden Flügeln, das ich neulich kennengelernt habe.

Im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, dass Hermine eine Biene ist: Ich quake von dem schwarzen Insekt mit den bläulich schimmernden Flügeln, das ich neulich kennengelernt habe.Hermine ist etwa so groß wie eine Hummel und brummt nicht weniger laut. „Trotzdem bin ich eine Blaue Holzbiene“, stellte sie klar. Hermine wohnt in einem schönen Holzhaus: ein Tunnel, der fast 30 Zentimeter tief in einen Baumstamm führt, der vor Monaten bei einem Sturm umgestürzt ist. Bald darauf hatte Hermine den Stamm entdeckt und sich ans Werk gemacht. „Zum Glück habe ich starke Mundwerkzeuge“, verriet sie mir. Viele Stunden hat sie an ihrem Heim gewerkelt. „Wohnst du da mit deinen Bienenschwestern?“, quakte ich. „Nein. Wir Holzbienen leben allein, nicht wie die Honigbienen zu vielen in einem Staat“, brummte Hermine. Im Frühjahr suchen sich die Bienendamen einen Platz für ihr Nest: Das ist meist ein abgestorbener Baumstamm, der noch nicht allzu morsch sein sollte. „Eine Holzbiene, die etwas auf sich hält, würde da nämlich nicht einziehen“, brummte Hermine. „Ich habe eine Freundin, die ihre Wohnung sogar in einen Balken eines Fachwerkhauses gebaut hat. Den Zweibeinern wird das wohl nicht gefallen, wenn sie das entdecken.“ Eure Paula

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