Lautlos segelte Waldkauz Ulrich von einer großen Tanne am See herab – und landete neben uns Enten am Ufer.

Lautlos segelte Waldkauz Ulrich von einer großen Tanne am See herab – und landete neben uns Enten am Ufer.

„Bald werden wir diese Tanne in einen Christbaum verwandeln“, krächzte er. Meine Entenfreundin Klara stimmte auch gleich das passende Lied an. „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter“, schnatterte sie. „Hör auf, das klingt ja ganz fürchterlich!“, krächzte Ulrich erschrocken. „Sonst schüttelt unsere Tanne vor Schreck noch all ihre grünen Blätter ab.“ Beleidigt hielt Klara den Schnabel. „Pah, Tannen haben Nadeln und keine Blätter“, quakte sie dann. „Darum können sie keine Blätter verlieren.“ Ulrich lachte: „Da liegst du falsch“, krächzte er. „Tannennadeln sind auch Blätter.“ Sie dienen den Bäumen genau wie Laubblätter dazu, die Energie des Sonnenlichts einzufangen, die sie zum Wachsen brauchen. Nadelbäume kommen aber viel besser mit Trockenheit zurecht – und im Winter, wenn das Wasser im Boden friert, ist es trocken. Laubbäume werfen ihre Blätter im Herbst ab, weil sie über ihre großen Blätter viel Wasser verlieren. Nadelblätter sind viel schmaler, stabiler und von einer Wachsschicht überzogen. Daher verlieren die Bäume wenig Wasser über diese Blätter – und können sie so auch im Winter behalten. Eure Paula

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