Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Auf Raketenantriebstestanlage in Reischach

„Alle Scheiben haben gewackelt!“ - Isar Aerospace erklärt Knall-Vorfall

Unmittelbar oberhalb von Bernhard Oberhausers Grundstück in Reischach befindet sich die Testanlage von Isar Aerospace.
+
Unmittelbar oberhalb von Bernhard Oberhausers Grundstück in Reischach befindet sich die Testanlage von Isar Aerospace.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
    schließen

Schreckmoment für Anwohner der Raketenantriebstestanlage in Reischach am Dienstagnachmittag: Ein lauter Knall sorgte für Aufregung. Nun berichtet der Betreiber der Anlage, die Firma Isar Aerospace, was geschehen war.

Reischach - „Am Dienstag, gegen 15.30 Uhr hat ein lauter Knall vom Kolberberg alle Anwohner aufgeschreckt“, berichtet Bernhard Oberhauser gegenüber der Redaktion von innsalzach24.de, „Alle Scheiben haben gewackelt.“ Auf Nachfrage bezieht das Unternehmen Isar Aerospace am Mittwoch dazu Stellung: „Wir können bestätigen, dass es gestern während eines Tests zu einem Vorfall im Betrieb einer unserer Prüfstände in Reischach gekommen ist. Bei diesem Einzelfall ist ein lautes Geräusch entstanden. Wir bedauern, wenn dies zu einer Lärmbelästigung für die Anwohner geführt haben sollte“, berichtet der zuständige Test-Ingenieur.

„Seit Beginn unserer Aktivitäten erfüllen wir alle Anforderungen an den Testbetrieb im Hinblick auf den Immissionsschutz und arbeiten eng mit Gutachtern und Behörden zusammen, um die Einhaltung der Grenzwerte und den Schutz vor Lärmbelästigung dauerhaft sicherzustellen“, fährt der Isar Aerospace-Ingenieur fort. „Wir untersuchen, wie die Unregelmäßigkeit zustande kam und wie wir eine solche in Zukunft ausschließen können.“

Lauter Knall in Raketenantriebstestanlage in Reischach - Firma Isar Aerospace bezieht Stellung

Die Firma Isar Aerospace Technologies GmbH entwickelt und baut Trägerraketen für den Transport von kleinen und mittleren Satelliten. „Dabei bieten wir die erste rein privat-finanzierte europäische Trägerrakete für kleine bis mittlere Nutzlasten an, um den weltweit wachsenden Bedarf zu decken“, so das Unternehmen. Gegründet 2018, ist das Unternehmen inzwischen auf über 180 Mitarbeiter aus rund 30 Nationen gewachsen. „Den ersten Testflug unserer ‚Spectrum‘-Rakete planen wir für das Jahr 2022.“ Es hat bereits prominente Investoren angelockt. Anfang September wurde ein Werk für die Produktion am Firmensitz in Ottobrunn von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eröffnet. Schon seit Mai 2019 testet das Unternehmen Generatoren auf einem ländlichen Anwesen im Ortsteil Kohlberg in Reischach, direkt in der Nähe von Oberhausers Hof. Dieser beklagt, dadurch könne er seinen Therapiebetrieb dort nur eingeschränkt anbieten.

Nachdem eine vorläufige Genehmigung des Landratsamts Altötting für die Tests abgelaufen war, lief im vergangenen Jahr eine Prüfung, ob die Tests eine zumutbare Belastung, unter anderem hinsichtlich der Lärmentwicklung darstellen. Im September folgte schließlich ein positiver Bescheid, der Testbetrieb darf also weiterlaufen. „Wir haben zuletzt eine Klage gegen den Bescheid des Landratsamtes vor dem Verwaltungsgericht eingereicht“, berichtete Bernhard Oberhauser in der Folge Anfang Februar. „Die Klage befindet sich momentan noch im sogenannten ‚vorbereitenden Verfahren‘, das heißt die Beteiligten des Verfahrens nehmen erst Akteneinsicht und tauschen ihre Standpunkte dann durch Schriftsätze aus“, so ein Sprecher des Verwaltungsgerichts. „Ein auch nur ungefährer Termin für eine mögliche mündliche Verhandlung kann aktuell noch nicht genannt werden.“ Sowohl das Landratsamt als auch die Gemeinde Reischach berichten, seit dem Bescheid seien bei ihnen keine weiteren Klagen über den Testbetrieb eingegangen.

hs

Mehr zum Thema