Lärmschutz für die A94: Verkehrsausschuss im Landtag fasst Beschluss

Der Lärmschutz an der A94 geht vielen Anwohnern nicht weit genug.
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Der Lärmschutz an der A94 geht vielen Anwohnern nicht weit genug.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Die neue Autobahn A94 zwischen Pastetten und Heldenstein war kaum eröffnet, da wurden bei den Anwohnern die Beschwerden über den Lärm laut. Es dauerte nicht lange, da landete das Thema im Bayerischen Landtag. Nun hat der Verkehrsausschuss einen ersten Beschluss zum Lärmschutz an der A94 gefasst.

München/Mühldorf – Auf Initiative der beiden Landtagsabgeordneten Ulrike Scharf (Landkreis Erding) und Dr. Marcel Huber (Landkreis Mühldorf) wurde am Mittwochvormittag im Ausschuss Wohnen, Bau und Verkehr im Bayerischen Landtag ein Antrag beraten und einstimmig beschlossen, der die Messung der Lärmimmissionen, eine Qualitätsprüfung des Fahrbahnbelags und eine Evaluierung weiterer Lärmschutzmaßnahmen, zum Beispiel eines Tempolimits, vorsieht.

A94: Kaum freigegben, schon beklagen Anwohner den Autobahnlärm

Seit 1. Oktober 2019 ist der Verkehr auf der Bundesautobahn A94 zwischen Pastetten und Heldenstein freigegeben. Die Bewohnerinnen und Bewohner in den Orten entlang des neuen Streckenabschnitts sind mit einer enormen Lärmbelästigung konfrontiert.

„Die Bürgerinnen und Bürger sind einer sehr starken Lärmbelastung ausgesetzt. Wir müssen die Sorgen und Probleme der Menschen ernst nehmen und handeln“, betont Ulrike Scharf. Und erklärt weiter „es ist unumgänglich die tatsächlichen Lärmimmissionen zu messen und weitere zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen für die Betroffenen zu prüfen. Hierfür haben wir uns im Bayerischen Landtag erfolgreich eingesetzt.“

Neue A94 für viele eine Erleichterung, für Anwohner eine Belastung

Dr. Marcel Huber erläutert ferner „die leistungsstarke Straßenerschließung ganz Südostbayerns durch die A94 ist für viele Menschen in diesem Raum eine große Erleichterung. Jetzt müssen wir schauen, dass die neu von Lärm betroffenen Anwohner nicht über Gebühr belastet werden. Dabei müssen alle Maßnahmen auf den Prüfstand, auch Geschwindigkeitsbegrenzungen.“

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