Kritik an geplantem Abschiebe-Flug

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München – Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert einen seinen Angaben nach für Dienstagabend von München aus geplanten Abschiebeflug nach Afghanistan.

Dabei sollen auch kranke und in ihrer Heimat von Gewalt bedrohte Männer abgeschoben werden, wie der Flüchtlingsrat gestern in München mitteilte. Die Organisation sprach von einer „Forcierung der Afghanistan-Abschiebungen als wahlkampfbedingte Überreaktion der CSU-Staatsregierung“.

Einer der Männer, der abgeschoben werden solle, habe aus Afghanistan flüchten müssen, weil sein Bruder für die dortigen internationalen Truppen gedolmetscht habe und er deshalb von den Taliban bedroht worden sei. Ein weiterer Mann habe einen künstlichen Darmausgang. Ob er in Afghanistan medizinisch angemessen versorgt werden könne, sei fragwürdig. Zudem lebe er in einer Beziehung mit einer Deutschen, die schwanger von ihm sei. Laut Flüchtlingsrat werden rechtliche Schritte gegen Abschiebungen in Bayern zunehmend erschwert. So akzeptiere man in der Abschiebe-Einrichtung Eichstätt keine Fax- oder E-Mail-Kommunikation mit Insassen, sondern nur die persönliche Vorsprache von Bevollmächtigten oder Briefverkehr. Am Dienstag um 19.30 Uhr ist eine Nachtdemo am Odeonsplatz in München.   mm/kna

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