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Kritik an offenem Brief von Ärzten gegen Corona-Regeln

Ärztin
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Ein Stethoskop hängt um den Hals einer Ärztin.

Im südthüringisch-nordbayerischen Raum haben rund 50 Ärzte, Psychologen, Apotheker und weitere Beschäftigte im Gesundheitswesen in einem offenen Brief die Aufhebung aller staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen gefordert. Unter den Unterzeichnern des in einem Anzeigenblatt veröffentlichten Schreibens sind mehrere Beschäftigte des Klinikverbundes Regiomed mit Standorten in Thüringen und Bayern, wie das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage mitteilte.

Erfurt/Coburg - Sie fordern in dem Brief, „die notwendigen Schutz- und Abwehrmaßnahmen in die Hände des Bürgers zu legen“.

Kritik an der Aktion, über die am Donnerstag die Zeitung „Freies Wort“ berichtete, kam von Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke). „Es ist kontraproduktiv, wenn sich medizinisches Personal hinter Aufrufe stellt, alle Maßnahmen zu beenden und auf Eigenverantwortung zu setzen“, sagte sie am Donnerstag beim Thüringer Krankenhausforum in Erfurt.

Die Geschäftsführung des Klinikverbundes distanzierte sich von den beteiligten Beschäftigten. Alle bei Regiomed Beschäftigten seien verpflichtet, „ihre Arbeit an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten sowie den Infektionsschutz und die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen zu beachten und umzusetzen“, erklärte sie.

Zu den Unterzeichnern des offenen Briefs zählt unter anderem der Leiter der Geriatrie bei Regiomed in Hildburghausen, Volker Heinbuch. Geriatrische Abteilungen und Kliniken behandeln alte Menschen - also jene Menschen, die in der Corona-Pandemie besonders gefährdet sind. In Bayern kamen Unterzeichnende unter anderem aus Coburg und Bad Rodach. dpa

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