GRÖßTES GEOTHERMIEPROJEKT WIRD NICHT REALISIERT

Kraftwerk vor dem Aus

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Weilheim – Deutschlands größtes Geothermie-Projekt sollte bei Weilheim entstehen.

Rund 80 Millionen Euro wollte der italienische Energieriese „Enel“ investieren, rund 60 000 Haushalte sollten mit Strom aus dem Kraftwerk versorgt werden. Doch nun wird das Kraftwerk nicht gebaut – bei den Probebohrungen wurde zu wenig heißes Wasser gefunden. Das Projekt wäre daher nicht rentabel.

Eine vierköpfige Delegation von „Enel Green Power“ hat im Weilheimer Stadtrat jetzt die überraschende Nachricht überbracht. Einer der Geschäftsführer, Simone Antonelli, teilte mit, dass die Menge des heißen Wassers zu gering sei, um die große Investition zu rechtfertigen. Die Testergebnisse würden erst seit vergangener Woche vorliegen, daher habe der Konzern noch keine abschließende Entscheidung getroffen. Doch es gebe die „konkrete Möglichkeit“, dass die Bohrung eingestellt und die Bohrlöcher geschlossen werden. Das Areal in der Lichtenau soll nach den Ausführungen des Geschäftsführers dann renaturiert werden. Das kann bis zu einem Jahr dauern.

Antonelli zeigte sich enttäuscht über das Ende der Pläne, denn man habe viel Geld und Einsatz in das Projekt gesteckt. Bis in eine Tiefe von 5000 Metern wurde gebohrt, dort hatten die Arbeiter dann auch Wasser mit 165 Grad gefunden. Das übertraf sogar die Erwartungen von 140 Grad. Allerdings reichte die Menge, die Schüttung, einfach nicht aus.

Die Freien Wähler, die von Beginn an gegen das Vorhaben waren, freuten sich über die Entwicklung. Die CSU bedauerte das Aus, die Grünen hätten sich eine bessere Information der Bürger gewünscht.  gre

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