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Das müssen Sie für Ihre Urlaubsplanung wissen

Kommt man rein und ohne Quarantäne wieder zurück? Ein Überblick über wichtige Reiseziele

Eine Familie liegt auf Mallorca unter einem Sonnenschirm an einem leeren Strand.
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Erst Impfung, dann Urlaub auf Mallorca? Bund und Länder beraten über Sonderrechte für Geimpfte im Lockdown.

Ob wir 2021 einen normalen Sommerurlaub erleben können, ist nach wie vor unklar. Wer eine Reise nach in den Süden plant, sollte die dortigen Inzidenzwerte bei seiner Planung berücksichtigen.

Viele Deutsche zieht es für den Sommerurlaub nach Spanien, Kroatien oder Portugal. Doch für die Reiseplanung in Corona-Zeiten gibt es einiges zu beachten.

Reisen nach Spanien

Bis zum 9. Mai gilt im ganzen Land „Alarmzustand“. Es gelten vielerorts nächtliche Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen. Die Einreise aus allen EU-Staaten ist möglich, aber das Auswärtige Amt warnt zum Beispiel vor Reisen nach Andalusien, Katalonien, Madrid, Extremadura, ins Baskenland sowie auf die Kanarischen Inseln, die als Risikogebiet gelten.Wer von Deutschland aus nach Spanien fliegt, muss ein negatives Testergebnis mit sich führen.

Regional gibt es große Unterschiede. In Madrid kann man in der Bar ein Feierabendbier trinken und drinnen im Restaurant essen. Treffen in privaten Haushalten sind allerdings nur in Ausnahmefällen erlaubt. In Valencia gilt eine Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr.

Laut Ministerpräsident Pedro Sánchez soll der Alarmzustand nicht verlängert werden, es könnte also Lockerungen für Touristen geben. Die spanische Tourismusministerin Reyes Maroto hat die Menschen bereits eingeladen, ins Land zu kommen. „Familien können ihren Sommerurlaub planen“, sagte sie gerade erst im spanischen Fernsehen.

„Wir tun alles, um Vertrauen in unser Land zu schaffen.“Noch mal andere Regeln gelten auf den spanischen Inseln. Wer auf Mallorca Urlaub machen will, kann das tun. Man braucht lediglich einen aktuellen negativen Corona-Test, den man auch an der Hotel-Rezeption vorzeigen muss.

Außerdem sind Touristen verpflichtet, die spanische Corona-App „Radar Covid“ zu aktivieren. Restaurants, Cafés und Bars müssen auf den gesamten Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera) früher als gewohnt schließen. Am berühmten Ballermann sogar schon um 17 Uhr.

Reisen nach Portugal

Anfang des Jahres hatte das Land die höchsten Ansteckungszahlen in Europa. Die 7-Tage-Inzidenz lag mancherorts bei fast 1.000, die Krankenhäuser waren überlastet. Das Bild hat sich völlig gedreht – Portugal gilt als Corona-Vorzeigeland – Inzidenz 33,7. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf das öffentliche Leben.

Es gibt bereits vorsichtige Lockerungen. Seit Kurzem sind Restaurants, Cafés und Bars wieder geöffnet – auch drinnen. An Wochenenden und Feiertagen müssen sie aber wieder um 13 Uhr schließen. Bei der Einreise nach Portugal muss ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden. Aus Ländern wie Deutschland mit einem Inzidenzwert über 150 sind aber nach Angaben des portugiesischen Innenministeriums nur dringend notwendige Einreisen erlaubt.

Die Kontrollen an der Grenze zu Spanien will Portugal noch beibehalten. Eine Einreise auf dem Landweg ist nur möglich, wenn ein Wohnsitz in Portugal nachgewiesen werden kann. Diese Regeln gelten zunächst bis 30. April.

Reisen nach Griechenland

Eine coronafreie Mittelmeerinsel, auf der man unbeschwert Urlaub machen kann? Das ist die Nachricht, auf die Millionen von Touristen in Europa warten. Offenbar ist Griechenland auf einem guten Weg, dieses kleine Impfwunder zu schaffen.

Athen hat eine Impfkampagne speziell für rund 70 kleinere Inseln veranlasst – sämtliche Bewohner etwa von Samos, Naxos, Rhodos, Skopelos, Kos und Korfu haben ein Impfangebot erhalten. Die Inseln, so die Hoffnung, sollen bis Mitte Mai quasi coronafrei sein.

Viele Einwohner lassen sich gerne piksen – auch weil sie vom Tourismus leben. Kreta mit rund 630.000 Einwohnern gehört nicht dazu. Die Griechen selbst dürfen im eigenen Land nicht reisen, aber eine größere Neid-Debatte ist nicht ausgebrochen – die meisten wissen, wie abhängig Griechenland vom Tourismus ist. Deutsche Touristen, die nach Griechenland wollen, brauchen einen negativen PCR-Test oder eine voll abgeschlossene Impfung. Eine Quarantäne-Pflicht für Reisende aus der EU ist kürzlich entfallen.

Reisen nach Italien

Das Auswärtige Amt warnt weiter vor touristischen Reisen nach Italien und stuft das Land als Risikogebiet ein.Für die Einheimischen hat Italien die Regeln wieder gelockert. Die Schulen öffnen, die Außengastronomie in vielen Regionen ebenfalls. Auch Museen, Theater und Opernhäuser spielen in bestimmten Regionen wieder.

Zudem kann man wieder von einer Region in die andere reisen, was lange verboten war. Ab Juni soll ein grüner Impfpass weitere Freiheiten gewähren.Urlaubern aus dem EU-Ausland helfen diese Lockerungen nur bedingt. Einreisende müssen einen negativen Test (PCR oder Antigen) vorlegen, der maximal 48 Stunden alt sein darf.

Zudem muss man die Einreise über ein Online-Formular anmelden und dem zuständigen Gesundheitsamt anzeigen. In ganz Italien gilt zudem eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Diese Regelung gilt vorerst bis 30. April.Italien ist derzeit in vier Kategorien unterteilt: von Weiß für kein Risiko, über Gelb und Orange bis Rot für sehr hohes Risiko. Weiße Regionen gibt es derzeit keine. Sardinien ist als rot eingestuft, das Aostatal, Sizilien, Kalabrien, Basilikata und Apulien, also vor allem der Süden des Landes, als orange.

Orangene und rote Zonen sind für Touristen tabu. Man darf weder ein- noch ausreisen. Die gelben Regionen dürfe man durchqueren, erklärt ein Mitarbeiter des Italienspezialisten „Schwabinger Reiseboutique“. Man benötige ein negatives Testergebnis, Quarantäne gibt es keine.

Die Strände seien in gelben Zonen geöffnet. Allerdings könne sich dieser Status jederzeit ändern, so der Reiseexperte. Auch das Auswärtige Amt warnt, dass Touristen die Weiterfahrt oder schon die Einreise untersagt werden könnte, sollte das Reiseziel in einer anderen Region liegen. Die Durchreise durch Italien ist bis zu 36 Stunden ohne Einschränkungen möglich. Wer mit dem Zug fahren oder fliegen will, sollte sich vorab erkundigen, wie die Regeln gerade gelten.

Reisen nach Österreich

Auch Österreich gilt noch als Risikogebiet – mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz und Mittelberg/Kleinwalsertal. Tirol, einst Virusvariantengebiet, ist nur noch Risikogebiet. Die Grenzen nach Österreich sind zwar offen, touristisches Reisen ist aber nach derzeitigem Stand erst ab 19. Mai wieder möglich.

Einreisen ohne Quarantäne sollen dann aus Ländern mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 250, die kein Virusvariantengebiet sind, möglich sein. Für Einreisen aus Deutschland reichen dann ein negativer Test oder der sogenannte grüne Pass – sobald es ihn gibt.Wer im Moment einreisen will und darf, muss sich vorab registrieren („Pre-Travel-Clearance“).

Für die Einreise benötigt man einen negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigentest (48 Stunden). Zudem gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Ein Freitesten ist nach fünf Tagen mittels PCR- oder Antigen-Test möglich. Durchreisen ohne Zwischenstopp sind ohne Test und Quarantäne möglich.

Reisen nach Frankreich

Frankreich gilt aktuell als Hochinzidenzgebiet, das Département Moselle sogar als Virusvariantengebiet.

Die Einreise ist möglich mit einem maximal 72 Stunden vor Reisebeginn gemachten negativen PCR-Test sowie einer Erklärung zur Symptomfreiheit. Eine Quarantänepflicht gibt es nach Einreise nicht. Besonders spaßig ist ein Frankreich-Trip derzeit aber nicht. In ganz Frankreich gilt von 19 bis 6 Uhr eine Ausgangssperre, der Fernverkehr ist eingeschränkt. Gastronomie, nicht lebensnotwendige Geschäfte, Museen, Konzertsäle, Sporthallen, Vergnügungsparks, Diskotheken und ähnliche Veranstaltungsorte sind geschlossen.

Reisen nach Kroatien

Kroatien ist Hochinzidenzgebiet, die Einreise ist aber möglich. Die Kontaktdaten aller Reisenden werden registriert. Zur Einreise wird ein negativer PCR-Test oder Antigen-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) benötigt. Bei einem Schnelltest und einem Aufenthalt von mehr als zehn Tagen muss der Test im Land wiederholt werden. Wer vollständig geimpft ist, dem genügt eine Impfbestätigung.

Die Impfung muss vor mindestens zwei Wochen abgeschlossen worden sein. Genesene können den Positiv-Test vorlegen, der aber mindestens elf Tage vor Einreise gemacht worden sein muss. Möglich ist auch, direkt nach der Einreise einen Test zu machen. Allerdings muss man dann bis zum Ergebnis in Selbstisolierung.

Wer ohne Test einreisen will, der muss für zehn Tage in Quarantäne.Sollten die Infektionen auf den kroatischen Inseln steigen, kann es laut dem Auswärtigen Amt sein, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig stark eingeschränkt werden und ein Verlassen bzw. Betreten der Inseln unmöglich ist. (sts/wha)

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