Könnt ihr euch noch an den Teichrohrsänger erinnern, der im Schilf am See oft so laut singt?

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Könnt ihr euch noch an den Teichrohrsänger erinnern, der im Schilf am See oft so laut singt?

Ich habe schon ein paar Mal von ihm geschnattert. Sein lauter Gesang macht es mir im Sommer nicht leicht, wenn ich mir nachmittags ein Nickerchen gönnen möchte. Weil er so laut singt, kann ich dann häufig nicht einschlafen. Dennoch mag ich den Teichrohrsänger sehr. Darum freute ich mich auch, als ich ihn neulich zu hören glaubte. Zumal das ein Zeichen ist, dass der Frühling beginnt. Der Teichrohrsänger verbringt den Winter nämlich im warmen Süden. Allerdings wunderte ich mich ein wenig über die etwas pummelige Statur des Vogels, den ich jetzt sah. So hatte ich den Teichrohrsänger nicht in Erinnerung. Auch der Gesang erschien mir schöner. Ich flog zu dem vermeintlichen Rückkehrer, um ihn zu begrüßen. Erst da bemerkte ich: Das war gar kein Teichrohrsänger, sondern ein Wintergast. Ich stellte mich vor. „Und ich bin ein Seidensänger aus dem Kaukasus“, zwitscherte er. Das sei ein Gebirge zwischen Russland und der Türkei. „Im Winter gefällt es mir bei euch besser. Ihr habt einen schönen See und Schilf, in dem ich mich verstecken kann. Genauso, wie ich es mag.“ Der Seidensänger hatte ein unscheinbares braunes Gefieder – aber eine tolle Stimme: „Plütt-plütt plitti plitti-plitt-plött“, sang er. „Bravo!“, schnatterte ich und klatschte mit den Flügeln. Eure Paula

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