Kneipp-Anlage wird vorerst stillgelegt

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Die zuletzt immer wieder trockenliegende Kneippanlage an der Servetstraße in Allach soll erhalten werden.

Wann sie aber wieder richtig funktioniert, steht in den Sternen. Auch ein Ortstermin der Verwaltung brachte keine Lösung. Fürs Erste soll die Anlage deshalb stillgelegt werden.

Die 2005 anlässlich der Bundesgartenschau errichtete Kneippanlage musste 2010 schon einmal umgebaut werden, weil sie nicht richtig funktionierte. Die Anlage wurde dabei so konstruiert, dass sie mit Restwasser aus dem Umgehungsgerinne, dem sogenannten Fehlbach, versorgt wurde. Das ging bis vergangenes Jahr gut. Dann wurde das Wasser wieder knapp – so sehr, dass in den Fließgewässern Fische verendeten.

Laut Umweltreferat (RGU) beeinflussen drei Faktoren den Wasserstand im Kneippbecken: die Verformung des Bachbetts, der Wasserstand im Fehlbach und in der Würm sowie die Einstellung des nahen Wehres. Das RGU stellt fest, „dass es keine Sofortlösung gibt“. Die Sohle des Fehlbachs wieder anzupassen, könnte so teuer wereden, dass ein eigener Stadtratsbeschluss dafür nötig ist. Wasser aus dem Würm-Hauptarm durch ein Rohr in die Kneippanlage zu leiten, kommt für die Untere Naturschutzbehörde nicht in Betracht. Das sei eine „naturferne Lösung“, zudem könnten Fische in das Rohr gezogen werden und in der Kneippanlage landen.

Der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing plädiert trotz der Probleme für den Erhalt der Einrichtung. „Wenn wir nicht so dafür eingetreten wären, hätten sie die Anlage einfach dicht gemacht“, schimpft Fritz Schneller (SPD), der mit Falk Lamkewitz (Grüne) an der Ortsbegehung teilnahm. Damit das nicht passiert, müssten nun wasserrechtliche und naturschutzfachliche Aspekte geprüft werden, so das Baureferat. Danach soll die Abstimmung mit dem Bezirksausschuss erfolgen. a. daschner

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