Polizei warnt: Betrügerische Anrufe im Raum Kiefersfelden - Zusammenhang mit Spendensammler?

Illustration Enkeltrick
+
Illustration Enkeltrick

Im Raum Kiefersfelden werden am heutigen 9. Januar auffällig viele Anrufe von Trickbetrügern gemdelt. Die Polizeiiinspektion Kiefersfelden warnt. Die Betrugsmasche steht wahrscheinlich in einem Zusammenhang mit einer Spendensammlung am Vortag. Die Polizei sucht Zeugen.

Falsche Polizisten im Raum Kiefersfelden am 9. Januar 2020

Kiefersfelden - In den heutigen Vormittagsstunden kommt es Kiefersfelden zu einem hohen Aufkommen von Anrufen durch falsche Polizeibeamte. Das meldet die Polizeiiinspektion Kiefersfelden. Die Anrufer geben sich als Beamte der Kripo München oder Rosenheim aus und berichten von einem angeblichen Raubüberfall in der Nähe des Angerufenen.

Bei der Tatortarbeit im Zuge des angeblichen Raubüberfalles sei ein Zettel mit der Adresse des Angerufenen gefunden worden. Man wolle sich nun über die Vermögenssituation des Angerufenen informieren.

Die Polizeiinspektion Kiefersfelden weißt dringend darauf hin, dass die Anrufe betrügerischer Art sind und keinerlei Auskunft über die eigene Person oder andere im Haushalt wohnende Personen erteilt werden dürfen! Auffällig ist, dass die Anrufe heute vor allem dort erfolgen, wo gestern ein Spendensammler für Zirkustiere unterwegs war.

Es wird angenommen, dass der Spendensammler die Anwesen vor Ort ausgekundschaftet hat. Wer einen betrügerischen Anruf erhalten hat, oder auch Informationen zum Spendensammler geben kann, wird gebeten, sich an die Polizeidienststelle Kiefersfelden zu wenden. Es wird auch gebeten, vor allem ältere Mitbewohner oder Nachbarn auf die Betrugsmasche hinzuweisen.

Meldung über falsche Polizisten vom 26. November 2019

Rosenheim/Traunstein - Mehr als 20 Fälle von Anrufen in betrügerischer Absicht hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd seit Dienstagvormittag bis Dienstagmittag registriert. Die Fälle seien alle ähnlich gelagert.

Anrufe mit gefälschter Telefonnummer

Die Anrufer geben sich dabei jedes mal als Polizeibeamte aus - mal nennen sie einen Namen, mal nicht. Die Betrüger fragen ihre Opfer nach Wertgegenständen und versuchen, diese zu entlocken. Dabei riefen die Kriminellen mit gefälschten Rufnummern an, die nicht selten auf -110 endeten.

Die Polizei warnt eindringlich, auf keinen Fall auf solche Anrufe zu reagieren, keine persönlichen Informationen preiszugeben und auf keinen Fall Informationen über persönlichen Besitz mitzuteilen.

Auflegen und die Polizei informieren

Angerufene sollen sofort auflegen und die Polizei über den betrügerischen Anruf informieren. Das laufende Gespräch mit den Betrügern am anderen Ende der Leitung müsse auf jeden Fall erst beendet werden, dann sollen die betroffenen ihrerseits aktiv bei der Polizei anrufen.

Kommentare