Kare, Lucki & Co

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Herbert Schneider

An dieser Stelle schreibt jeden Samstagunser Turmschreiber

Heimatkolumne

Wie in der letzten Woche angekündigt, gibt es nun ein paar Beispiele für echte Münchner Witze. Dieses Mal wollen wir uns hauptsächlich mit dem Phänomen Kare-Lucki beschäftigen. Weil der Münchner Witz nicht bloß von ihnen repräsentiert wird, witzelt der Maßschneider aus seinem reichhaltigen Fundus am nächsten Wochenende munter weiter.

Der Kare, frisch verheiratet, berichtet, dass er seine Hochzeitsreise in einer Rikscha nach Italien mache. „Da werd si aber dei junge Oide gfrein“, meint der Lucki. Der Kare: „I woaßs net so recht, übern Brenner werds ganz schee ziahng müaßn!“

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Der Lucki kommt mit verschwitzten Füßen zur Musterung und muss auf Anordnung des Stabarztes seine Pedale in ein Wanndl voll Wasser stellen. „Wissen Sie auch, warum?“ wird er gefragt. „Freile“, feixt der Lucki, „weil i zur Marine kimm!“

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Ein Norddeutscher kauft sich eine Lederhose, einen Janker, Wadlstrümpfe und Haferlschuhe und stolziert damit ins Hofbräuhaus, wo ihn der Kare mit „servus Preiß“ begrüßt. Der zeigt sich erstaunt: „Wie willste denn wissen, dass ick Preuße bin?“ – „Ja woaßt“ wird er aufgeklärt, „bei uns tragt ma ‘s Hosntürl vorn!“

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Ein Münchner bestellt im Biergarten soeben seine dritte Maß, während sein Tischnachbar, ein Nordlicht, immer noch an seiner ersten Halbn nippt und misbilligend meint: „Ich trinke nur, wenn ich Durst habe!“ Und was bekommt er zur Antwort? „Wia ‘s Viech!“

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Wir Berliner haben einen schönen Spruch und der heeßt: „uns kann keena“. – Mia Münchner ham sogar an scheenan und der hoaßt „uns kennas alle!“

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Der Kare ist zum Vormundschaftsgericht geladen. „Und wie stellen Sie sich das vor mit den Alimenten?“ fragt der Richter. Der Kare großzügig! „Naa, da valang i nix!“

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Da Kare hat endlich eine Arbeit gefunden. Stolz berichtet er seiner Zenzi: „Du, i hab a neie Stellung!“ „Du schlechter Kerl,“ ruft sie, „schaug liaba zerst, dassd’ a Arbat kriagst!“

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„Stellts eich vor, was an Lucki für a Unglück troffa hat“, berichtet der Kare am Stammtisch: „Mit meina Oidn is er durchbrennt!“

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Der Kare erzählt dem Lucki, dass sich seine Familie eine Goaß angeschafft habe. „Ja wo bringts denn de unter“, fragt der und erhält zur Antwort: „Ja mei, im Schlafzimmer halt.“ Der Lucki: „Halts denn des aus bei dem Gsank?“ Der Kare: „De werd si scho dro gwohna!“

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Der Kare erzählt dem Lucki, dass er in aller Früh schon fast zwei Euro gespart habe, weil er der Trambahn von Laim bis zum Stachus hinterher gelaufen sei. „Dummer Lump“, belehrt ihn der Lucki, waarst am Taxi nachgrennt, dann hättst mindestens achte gspart!“

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Der Kare hat seine Maurerbrotzeit, ein Trumm Limburger, auf einem Fensterbrettl gelagert. Als der in der Sonne zu laufen anfängt, meint der Kare: „D’ BausteIl konst da meinetwegn oschaugn, aber zur Brotzeit um neine muaßt wieder da sei, hast mi?“

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Der Kare zum Lucki: „Bist krank?“ – „Warum soit i denn krank sei?“ – „Weilsd von da Apothekn kimmst!“ Darauf der Lucki: „Bin i gstorbn, wenn i vom Friedhof kimm?“

Maßgeschneidert

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