Jahresrückblick: Was Mühldorf, Waldkraiburg und Neumarkt St. Veit 2019 bewegte

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Die A94 ist eröffnet. Und der Tag der Eröffnung war für die einen ein Grund zur Freude, für die anderen nicht. Das sorgte für einen Eklat. Was die Region um Mühldorf im Jahr 2019 sonst noch bewegte...

A94 nach über 40 Jahren Planung fertig

Nach über 40 Jahren Planung, Streit und Bau wird die A 94 am 30. September endlich eröffnet. 33 Kilometer ist das letzte Stück lang, das den Lückenschluss zwischen Heldenstein und Pastetten schafft. Die Baukosten: 440 Millionen Euro.

Bei vielen Menschen in der Region überwiegt die Freude darüber, dass es endlich eine leistungsfähige und sichere Straßenverbindung zwischen München, Mühldorf und Burghausen gibt. Verkehrsminister Andreas Scheuer sprach bei der Eröffnungsfeier in Dorfen von einer „ökonomisch und ökologisch guten Lösung“, sein bayerischer Kollege Hans Reichhart sprach von einem „Meilenstein“. Mehrere Hundert Menschen feierten mit den Politikern bei Freibier und Leberkässemmeln die Eröffnung, eine große Abordnung von Blasmusikern begleitete den Festakt.

Bereits im August hat der Dekanatsrat der Katholiken im Landkreis Mühldorf einen Gottesdienst auf der noch nicht eröffneten Straße organisiert, über 600 Gläubige baten um den Segen für die Autobahn.

Trotz der Freude blieb die A 94 auch in diesen Tagen im Banne des Streits. Während der Eröffnung protestierte eine kleine Gruppe Jugendlicher lautstark gegen die Eröffnung und musste sich dafür von Altöttings Landrat Erwin Schneider beschimpfen lassen.

Nach wenigen Tagen zeigte sich, wie stark die Lärmbelastung durch die A 94 im Isental ist. Schnell formierten sich Interessengruppen, die einen besseren Schallschutz forderten. Die Autobahndirektion geht zwar davon aus, dass die Baugesellschaft Istentalautobahn GmbH entsprechend der Vorschriften gebaut hat, kündigte aber Überprüfungen der Maßnahmen an.

Noch einen Schritt weiter geht im Dezember der Bayerische Landtag. Auf Antrag unter anderem des heimischen CSU-Abgeordneten Dr. Marcel Huber beschließt er konkrete Messungen des Lärmpegels, eine Qualitätsprüfung des Fahrbahnbelags und eine Prüfung weiterer Lärmschutzmaßnahmen. Darunter ist als Sofortmaßnahme auch ein Tempolimit.

Hochwasserschutz für ODU in Mühldorf – Nachbarn müssen warten

Fünf Millionen Euro investieren Freistaat und Stadt Mühldorf in den Hochwasserschutz bei ODU. Ein Großteil der Spundwand steht, als Umweltminister Thorsten Glauber (im Bagger) die Baustelle besichtigt. Die Pumpenanlagen sollen 2020 fertiggestellt werden. Im Mühldorfer Anzeiger beklagen Anwohner der benachbarten Innauenstraße, dass sie keinen Hochwasserschutz erhalten.

Umweltminister Thorsten Glauber (im Bagger) besichtigt die Baustelle.

Stadt und Wasserwirtschaftsamt reagieren und laden Anwohner zu einer Besprechung ein. Diese sind am Ende nicht zufrieden: Frühestens nach 2024 wird auch zu ihrem Schutz etwas getan.

Neuer Stadtbus soll Mühldorfer zum Umsteigen bewegen

Ein Quantensprung soll das neue Stadtbussystem für den Öffentlichen Nahverkehr in Mühldorf bringen. Der Stadtrat beschließt ein System mit vier Linien, die ab Oktober 2020 fahren sollen. Alle Busse treffen sich am zentralen Umsteigepunkt am Bahnhof und sind auf einander abgestimmt.

Der Beschluss bleibt allerdings nicht ohne Kritik: Einige Stadträte hätten sich einen 20-minütigen Takt gewünscht, um die Akzeptanz zu erhöhen. Ökologisch fraglich ist der Verzicht auf Busse mit alternativer Antriebsenergie in der Ausschreibung. So wird der Stadtbus Mühldorf weiterhin mit Diesel fahren.

Zwei Männer sterben nach Messerattacken in Mühldorf

Zwei Menschen kamen heuer in Mühldorf durch Gewalttaten ums Leben, beide Male handelte es sich um Nachbarschaftsstreitigkeiten. Anfang Oktober kam es in Mühldorf-Süd zu einer Auseinandersetzung in einem Mehrfamilienhaus (links). Nach Angaben der Polizei erstach dabei ein 78-jähriger Mann seinen Nachbarn mit einem Messer. Nach der Tat ging der 78-Jährige zurück in seine Wohnung und rief den Notruf an.

Als die Polizei eintraf, die mit mehreren Streifenwagen zu dem Haus fuhr, ließ er sich widerstandslos festnehmen. Das 68-jährige Opfer starb im Krankenhaus. Über die Motive der Bluttat wollen Polizei und Staatsanwaltschaft aus Ermittlungsgründen auch Wochen danach noch nichts sagen.

Das gilt auch für den zweiten Fall, der sich im November ereignete. Dabei erlitt ein 57-Jähriger so schwere Verletzungen, dass er im Krankenhaus starb. Den mutmaßlichen 46-jährigen Täter nahm die Polizei fest. Nachbarn hatten die Polizei angerufen und eine heftige Auseinandersetzung gemeldet. Als die Polizei am Tatort vor dem Haus des Opfers ankam, lag der 57-jährige Mühldorfer schwer verletzt auf der Straße, der mutmaßliche Täter ließ sich laut einem Polizeisprecher widerstandslos festnehmen. Er hatte seinen Nachbarn mit einem Messer attackiert.

Ringen um die Zukunft der Stadt Waldkraiburg

Egal, wohin man blickt: Die Stadt Waldkraiburg stößt in allen Richtungen auf ihre Grenzen. Nur Restflächen sind übrig, auf denen sich die Stadt noch weiter entwickeln kann – beim Wohnen und beim Gewerbe. In Waldkraiburg-West sollen seit Jahren wieder Bauparzellen entstehen, nördlich der Daimlerstraße will die Stadt der Industrie Platz geben. Doch mit Bekanntwerden der Pläne wird auch Kritik der Bürger laut.

Mit der geplanten Erweiterung des Gewerbegebiets nördlich der Daimlerstraße sollen fast 1,8 Hektar Wald verschwinden. Industrie und Bürger würde dann nur noch die rund 50 Meter breite Schilcherlinie trennen. Viel zu wenig, denken sich Anwohner und Naturschützer. Eine Bürgerinitiative fordert, dass der komplette Daimlerwald erhalten bleiben soll. Einen Bürgerantrag mit 344 Unterschriften überreicht die Initiative an Bürgermeister Robert Pötzsch. Ein deutliches Zeichen.

Mit der geplanten Erweiterung des Gewerbegebiets hätte der Wald nördlich der Daimlerstraße auf die rund 50 Meter breite Schilcherlinie reduziert werden sollen. Eine Bürgerinitiative machte sich stark für den Erhalt des Waldes und reichte einen Bürgerantrag mit 344 Unterschriften ein. Ein deutliches Signal für die Stadt, die einen Kompromiss anbietet: Bei der Erweiterung verzichtet man auf eine Stichstraße, der Wald östlich der Schilcherlinie soll 20 Meter breit sein.

Die Stadt nimmt die Kritik auf: Bei einer Podiumsdiskussion können beide Seite ihre Argumente austauschen. Und die Stadt zieht auch ihre Schlüsse. Der Stadtentwicklungsausschuss bereitet den Weg für eine Kompromisslösung: Das Gewerbe bekommt mehr Platz, im Gegenzug verzichtet die Stadt auf eine eigene Stichstraße. Es gibt später sogar noch eine erweiterte Kompromisslösung: 20 statt 13 Meter Wald sollen östlich der Schilcherlinie erhalten bleiben.

Auf eine Erweiterung des Gewerbegebiets wollen die Stadträte aber nicht komplett verzichten und lehnen daher den Bürgerantrag im Dezember ab. Die weitere Entwicklung nördlich der Daimlerstraße soll „behutsam und bedarfsorientiert“ unter Berücksichtigung der Interessen der Bürger passieren.

Nicht nur die Industrie braucht mehr Platz, auch die Frage noch Wohnbaugebieten ist groß. 300 Interessenten hat die Stadt nach eigenen Angaben auf der Warteliste, entsprechende Angebote gab es aber lange Zeit nicht. Der Traum vom Eigenheim – in Waldkraiburg fast schon aussichtslos. Doch jetzt tut sich was in Sachen Bauland.

Im Westen der Stadt sollen auf acht Hektar 104 Bauparzellen entstehen, für Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäuser. Zur bestehenden Bebauung solle ein Grünstreifen einen sanften Übergang schaffen. Doch auch hier meldeten Anwohner bei einer Informationsveranstaltung Bedenken an. Das Baugebiet könne rechtswidrig sein, da es eine Baurechtsnovelle gebe, die gegen den Flächenfraß wirken soll. Die Erschließung des Baugebiets über die Stettiner Straße und der Verlust von Waldflächen waren ebenfalls Kritikpunkte. Auch die Vermarktung der Grundstücke oder die Preise sind zu so einem frühen Zeitpunkt noch nicht geklärt. Die Stadt selbst ist nur in Besitz einer kleineren Fläche, die ungefähr zehn Parzellen entspricht.

Alternativen zu diesem Baugebiet gibt es nur bedingt: Das einzige größere Gebiet ist der Gasteig, der aktuell dem Freistaat gehört. Der verkauft allerdings nur, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Projektgruppe diskutiert Entwicklung des Waldbads in Aschau

Die Zukunft des Waldbads ist noch immer nicht geklärt. Nach dem Scheitern eines interkommunalen Neubaus mit der Gemeinde Aschau hat sich eine Projektgruppe gegründet, die ergebnisoffen und objektiv die Entwicklung des Freibads diskutieren soll. Die Gruppe besteht aus unterschiedlichen Interessensverbänden und Vertretern aus der Politik und des Fördervereins Waldbad.

Mittlerweile ist auch eine externe Firma eingebunden, um alle Aspekte zu berücksichtigen und verschiedene Varianten auszuarbeiten. Im ersten oder zweiten Quartal sollen erste Vorschläge vorliegen, auf deren Basis entschieden wird, in welche Richtung sich das Waldbad entwickelt.

Grünes Licht für Tierkrematorium in St. Erasmus

Der Widerstand gegen die Pläne eines Tierkrematoriums in St. Erasmus neben der Tierverwertungsanlage (TVA) war anfangs groß. Eine Unterschriftenliste mit 238 Unterzeichnern machte den großen Unmut deutlich. Doch die Kritik wurde schnell leiser. Bei einem Informationsabend konnte die Berndt GmbH Bedenken aus dem Weg räumen, gleichzeitig zeigte sie sich zu Zugeständnissen bereit.

Das Unternehmen will darauf verzichten, dass an diesem Standort eine Biogasanlage gebaut wird, die laut Bebauungsplan möglich gewesen wäre. Auch die Stadt gab im Sommer grünes Licht für das Vorhaben, Bebauungsplan und Flächennutzungsplan werden geändert.

Brandserie bei Pürten – 500 000 Euro Schaden nach Feuer im Gasthaus Genossenschaft

Zahlreiche große Brände forderten im vergangenen Jahr die Feuerwehren im Landkreis. Gleich zu Beginn des Jahres ein trauriger Einsatz in Kraiburg. Bei einem Zimmerbrand ist ein 68-Jähriger Mann ums Leben gekommen. Feuerwehrleute, ausgerüstet mit Atemschutz, fanden den Mann leblos im Hausflur und brachten ihn ins Freie. Für den Mann kam aber leider jede Hilfe zu spät.

Nicht weit von Kraiburg weg ereignen sich im Laufe des Jahres mehrere Brände. An Zufälle glaubt nach den Bränden in und um Pürten die Polizei längst nicht mehr. Innerhalb von sechs Monaten kommt es zu sechs Brandereignissen. Ende März geht eine landwirtschaftliche Scheune in Flammen aus, der Schaden liegt bei 200 000 Euro. Im April brennen ein Holzschuppen und ein Gartenhäuschen, der Schaden liegt jeweils bei rund 10 000 Euro.

Ende September geht in Pürten ein zweiter landwirtschaftlicher Unterstand in Flammen auf. Der Schaden liegt bei rund 40 000 Euro. Alle Brände ereigneten sich nachts im nächsten Umfeld des Dorfes, immer seien Unterstände, Scheunen oder Hütten betroffen gewesen. Die zum Teil abgelegene Lage der Gebäude mache es dem Täter leicht, zu entkommen, und der Polizei schwierig, ihm auf die Spur zu kommen. In Neumarkt-St. Veit ist Anfang Juli die denkmalgeschützte Genossenschaft ein Raub der Flammen geworden. Das Gebäude wurde gesichert, was weiter damit passiert, steht in den Sternen.

Häufige Feuerwehreinsätze, besonders im nördlichen Landkeis, machten Brände an Traktorgespannen, in erster Linie aber von Heuballenpressen nötig. In den trockenen Wochen im Juli reichte oft schon ein Funkenflug.

Klinikfusion Mühldorf und Altötting unter Dach und Fach

Zum 1. Januar sind die Kreiskliniken Altötting und Mühldorf eins. Das haben die beiden Kreistage beschlossen. Das gemeinsame Kommunalunternehmen hat seinen Sitz in Altötting, Träger des gemeinsamen Kommunalunternehmens sind der Landkreis Altötting und der Landkreis Mühldorf. Es soll Innklinikum Altötting und Mühldorf heißen.

Im Vorfeld der Kreistagsbeschlüsse hatte es langwierige Diskussionen und Streitereien um das medizinische Angebot in den unterschiedlichen Häusern gegeben. Vor allem Mühldorf warf Altötting vor, als Juniorpartner behandelt zu werden. Die schließlich verkündete Einigung lässt aber gerade in diesem Bereich viele Fragen offen, doppelte Angebote sind weiter vorgesehen. Die Landräte sprachen dagegen von einem Anfangspunkt, von dem aus sich ein medizinisches Konzept in den nächsten Jahren entwickeln solle.

Ausgehend vom bestehenden Versorgungsangebot wurde ein landkreisübergreifendes Medizinkonzept für das gemeinsame Klinikunternehmen in den Grundzügen erarbeitet. Es verschmelzen die Klinik Mühldorf mit derzeit 267 Betten, die Klinik Haag mit 60, die Klinik Altötting mit 407 und die Klinik Burghausen mit 139 Betten.

Mit dem Spatenstich im Oktober begann der Erweiterungsbau des Krankenhauses Mühldorf. Dort sollen neue Patientenzimmer entstehen. Eine Erhöhung der Bettenzahl ist damit allerdings nicht verbunden, denn der Altbau soll nach Fertigstellung des neuen Trakts geschlossen werden.

Ziel der Fusion ist es trotz der Diskusisonen weiterhin, doppelt angebotene medizinische Leistungen so gut wie möglich zu verringern, um die Konkurrenzsituation im gleichen Patienten- und Mitarbeiterspektrum zu harmonisieren und um Fallzahlen und Ressourcen für eine größere Strahlkraft der Fachabteilungen und Schwerpunkte zu bündeln.

Wirtschaftliche und prozessuale Synergieeffekte sollen genutzt werden, während gleichzeitig die Versorgungsqualität der Bevölkerung der Landkreise Altötting und Mühldorf und im gesamten Einzugsgebiet verbessert wird. Gleichwohl werde es nicht sofort möglich sein, alle Doppelangebote zu beseitigen, hieß es immer wieder. Große Überschneidungen gibt es in mehreren Fachbereichen. Diese Überschneidungen sollen unter dem gemeinsamen Dach abgebaut werden.

Auch für die Mitarbeiter soll vorerst alles beim Alten bleiben, betonte Landrat Huber. Es müsse niemand mit einer Versetzung oder Entlassung rechnen. Alle, die derzeit in einer Servicegesellschaft ausgelagert seien, würden in das gemeinsame Klinik-Unternehmen aufgenommen und künftig nach Tarif bezahlt.

Das gemeinsame Innklinikum Altötting und Mühldorf mit mehreren Standorten soll auch neue medizinkonzeptionelle Ideen, wie Telemedizin und Digitalisierung, nicht außer Acht lassen. Um die erfolgreiche Ausarbeitung des standort- und landkreisübergreifenden medizinischen Konzepts und die Ausarbeitung und Konkretisierung folgende Umsetzung zu gewährleisten, sollen direkt im Versorgungsprozess involvierte wie niedergelassene Fachärzte, Rettungsdienst sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquat mit eingebunden werden. Neben der Aufhebung des wechselseitigen Wettbewerbs und positiven synergetischen Effekten soll vor allem die optimale Versorgungsqualität für die Bevölkerung das Hauptziel in der medizinischen Konzeption sein.

Der Mühldorfer Kreistag stimmte mit 48:0 Stimmen und der Kreistag in Altötting mit 48:4 Stimmen für die Fusion.

Der Weg zur Kinderkrippe in Polling ist frei

Sie ist die berühmteste Kinderkrippe im Landkreis Mühldorf: Auch im Jahr 2019 beschäftigt die Pollinger ihr Bau, im März soll es endlich losgehen, nachdem es während des Jahres viele Diskussionen gegeben hatte, obwohl sich die Wähler bereits im April 2018 über einen Bürgerentscheid für einen Krippenneubau in Polling ausgesprochen hat.

Auch alle anderen Gemeinden sind mit dem Bau von Krippen oder Kindergärten befasst, 2019 wurden zahlreiche neue Einrichtungen begonnen oder fertiggestellt. Einen Kindergarten hat Polling bereits (Foto).

Viel Geld für die Kinderbetreuung in Neumarkt-St. Veit

Mit der Ausweisung von Wohngebieten an der Gutenberger und an der Birkenstraße trägt die Stadt Neumarkt-St. Veit der Nachfrage nach Grundstücken Rechnung. Damit einher geht der Ausbau der Kinderbetreuung, wofür die Stadt mit dem Bau eines neuen Kinderhorts (Bild) investiert hat.

Überhaupt hat die Stadt in diesem Jahr viel Geld in die Hand genommen, um für die Zukunft vorzusorgen. Die Investitionen nehmen mit über neun Millionen Euro einen Rekordwert ein. Im nächsten Jahr soll ein neuer Kindergarten entstehen und die Stadtplatzsanierung beginnen.

Alles neu: St. Laurentius und andere Kirchen

Kardinal Reinhard Marx hat die Kirche St. Laurentius in Altmühldorf nach der Sanierung wieder geweiht. Mit dem Gottesdienst endete die 3,5 Millionen Euro teure Komplettsanierung der Kirche, 3,1 Millionen Euro davon trug das Erzbischöfliche Ordinariat. 250 000 Euro brachten Spenden, den Rest finanzierten die Pfarrei und die Stadt.

St. Laurentius ist nur eine von drei historischen Kirchen in Mühldorf, die renoviert werden. Die Katharinenkirche in der Altstadt sieht außen schon aus wie neu, die Arbeiten innen sollen 2020 abgeschlossen sein. So weit ist St. Nikolaus noch lange nicht. Dort gab es verschiedene Voruntersuchungen in der Kirche und außen, um Schäden identifizieren und die Sanierung planen zu können.

Zahlreiche Einbrüche und ein Überfall im Landkreis Mühldorf

Mehrere Serien von Einbrüchen und ein Raubüberfall plagen den Landkreis in diesem Jahr. Die Täter sind Jugendliche und junge Männer, die in verschiedenen Gruppen und Zusammensetzungen durch die Region ziehen.

Ein halbes Dutzend von ihnen wird geschnappt und verurtreilt. Ziele waren die Mittelschulen Neumarkt-St. Veit und Mühldorf (Foto), die Grundschule Mühldorf, das Gymnasium, die Comenius-Schule Töging und das Berufsschulzentrum. Dazu kommen Büros und 20 Kellereinbrüche in Waldkraiburg. Die Beute ist in allen Fällen gering, der Sachschaden hoch. Brutal ist der Überfall von zwei jungen Männern auf einen Mühldorfer Tabakladen. Sie bedrohen eine Angestellte, machen aber wenig Beute. Die Polizei erwischt sie.

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