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„Isen liegt im Paradies“

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In Isen daheim: Klaus Hamal betreibt eine App, mit der er die Isener mit Informationen versorgt. Foto: weingartner

Jede Woche beantwortet ein Oberbayer Fragen rund um seine Heimat.

Klaus Hamal, 52, lebt mit seiner Frau Sonja, 44, und Tochter Bianca, 16, in Isen im Kreis Erding. Er hat eine Firma für Sicherheitstechnik und betreibt in seiner Freizeit die App und Webseite Isen-Infos.

-Seit wann leben Sie in Isen?

Seit 17 Jahren. Aufgewachsen bin ich in Töging am Inn. Nach ein paar kürzeren Stationen, zum Beispiel in München, hat es mich nach Isen verschlagen und hier will ich mit meiner Familie bleiben.

-Was ist so schön an Isen?

Isen liegt im Paradies. Eva hat schon zu Adam gesagt: „Hier ein Apfel – Isen.“ Es gibt auch den Spruch: Wen Gott hat gepriesen, den schickt er nach Isen. Aber Spaß beiseite, hier lebt es sich einfach gut. Man grüßt sich, es gibt einen guten Zusammenhalt. Wir haben eine tolle Versorgung von Kindergärten über Schulen bis hin zu Super- und Biomärkten, Ärzten, Apotheken und sehr guten Gasthäusern. Und das Isental mit seinen Hügeln, Wiesen und Wäldern bietet einen hohen Freizeitwert.

-Nutzen Sie die Natur?

Ich gehe gerne joggen und wir haben einen Schäferhundmischling, die Sally. Mit der bin ich viel unterwegs, auch im Wald zum Schwammerl-suchen.

-Welchen Tipp haben Sie für Touristen?

Mit dem Fahrrad unsere schöne Gegend zu erkunden. Es gibt kaum ebene Straßen, man fühlt sich wirklich wie im Bayerischen Wald. Einen Abstecher zum Gasthof Klement kann ich empfehlen. Der historische Saal dort diente schon als Kulisse in der Kultserie „Irgendwie und Sowieso“ und es treten immer wieder bekannte Künstler auf wie Gerhard Polt, Monika Gruber oder Martina Schwarzmann. Gut essen und bayerische Wirtshauskultur erleben kann man auch im „Bruckwirt“. Die Wirtin Anni Rappold wurde 2012 zur „besten Wirtin Oberbayerns“ ausgezeichnet.

-Es gibt also nichts, was Sie vermissen in Isen?

Doch, eine bessere Verkehrsanbindung. Meine 16-jährige Tochter hat gerade eine Ausbildung in Dorfen angefangen, zur Einzelhandelskauffrau. Nach Markt Schwaben zur S-Bahn sind die Busverbindungen akzeptabel, aber woandershin ist es leider schwierig, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Isen aus hinzukommen. Ohne Führerschein ist man aufgeschmissen. Und eine Zeit lang habe ich Berichte über Isen in der Zeitung vermisst, aber da bin ich selbst aktiv geworden.

-Was haben Sie dagegen getan?

Ich habe eine App gestartet, Isen Infos heißt sie. Mein Ziel waren 100 App-Nutzer, aber innerhalb eines Jahres hatten wir schon über 1000. Jetzt nach knapp zwei Jahren sind es 2500, das ist enorm bei 2700 Haushalten in Isen und darauf sind alle, die an der App mitarbeiten, stolz.

Interview: Aglaja Adam

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Wenn auch Sie Ihr Dorf vorstellen möchten, schreiben Sie uns an redaktion@ ovb.net oder per Post, Hafnerstraße 5-13, 83022 Rosenheim

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