Wer in Indien eine Wohnung betritt, wird dort meist von einem Rüssel begrüßt.

Wer in Indien eine Wohnung betritt, wird dort meist von einem Rüssel begrüßt. Der gehört Ganesha, einem der beliebtesten Götter des Landes.

In fast jedem Haus steht in der Nähe des Eingangs eine Statue von ihm. Das Besondere: Ganesha hat einen Elefantenkopf.

Wie Frau Dr. Raspelzahn einst auf ihrer Indienreise gelernt hatte, wurde Ganesha nämlich nicht mit einem Elefantenkopf geboren. Manche Inder erzählen die Geschichte so: Einst fühlte sich die Göttin Parvati sehr einsam. Ihr Mann, der große Gott Shiva, war längere Zeit weg. Beim Baden rieb sich Parvati dann mit Lehm und Salben ein und schabte alles wieder von ihrem Körper ab und damit auch etwas von ihrer göttlichen Haut. Daraus formte sie eine Gestalt – einen Buben. Parvati tränkte ihn mit Wasser aus dem heiligen Fluss Ganges – und Ganesha war geboren.

Parvati sagte ihm dann, er möge vor der Tür ihre Baderaums aufpassen. Doch dann kam Shiva zurück – und der Bub versperrte ihm den Weg. Shiva wurde so zornig, dass er dem Kleinen den Kopf abschlug.

„Wie schrecklich!“, quakte meine Entenfreundin Klara. „Bald tat es ihm auch furchtbar leid“, beruhigte sie Frau Dr. Raspelzahn. Shiva wollte Ganesha wieder zum Leben erwecken – und zwar mit Hilfe des ersten Lebewesens, das vorbeikam. „Und dann kam ein Elefant“, quakte Klara freudig. Seitdem hat Ganesha einen Elefantenkopf. Eure Paula

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