Immer mehr klagen gegen Mieterhöhungen

Streitgrund Nummer 2 vor Gericht: Mieterhöhungen, ganz vorne sind Vertragsverletzungen. : dpa/Hirschberger
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Streitgrund Nummer 2 vor Gericht: Mieterhöhungen, ganz vorne sind Vertragsverletzungen. : dpa/Hirschberger

Im Streit um Mieterhöhungen treffen sich Mieter und Vermieter immer häufiger vor Gericht.

Mehr als jedes fünfte Mietrechtsverfahren dreht sich inzwischen um die Höhe der Miete; sie ist damit nach Vertragsverletzungen zum zweithäufigsten Streitgrund geworden. Das geht aus einer Statistik des Deutschen Mieterbunds für 2018 hervor. Zehntausende Mieter wandten sich außerdem an die örtlichen Mietervereine, um sich bei Mieterhöhungen beraten zu lassen. Mehr als jede achte Rechtsberatung drehte sich um das Thema, Tendenz steigend.

Drastisch angestiegen sind demnach Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Mieterhöhungen unter Verweis auf die ortsübliche Vergleichsmiete. Mit einem Anteil von 21,3 Prozent verdrängte der Streitgrund das Thema Betriebskosten auf Rang drei. Nur Vertragsverletzungen beschäftigten die Gerichte noch häufiger. 2017 hatten sie noch 16,6 Prozent ausgemacht.

Seit Jahren wird zudem immer häufiger über Eigenbedarfskündigungen prozessiert, dem häufigsten Vermieter-Kündigungsgrund. Unverändert ist dagegen der Anteil der Gerichtsverfahren um fristlose Kündigungen. Sie folgen üblicherweise, wenn Mieter nicht pünktlich zahlen.

Insgesamt ist die Zahl der Mietrechtsprozesse an den Amts- und Landgerichten demnach 2018 weiter ge sunken, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vorjahr. 225 235 Verfahren waren es insgesamt, 0,75 Prozent weniger als 2017 und der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung.

Seit 1996 ist die Zahl um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Das liegt auch daran, dass heute mehr Menschen in den eigenen vier Wänden leben, oder auch an Mietrechtsreformen.

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