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Bereits vor Wiedereröffnung gibt es einen Buchungs-Ansturm

Hotel Plankl in Altötting nach sieben Monaten Lockdown: „Hoffen auf einen Urknall“

Gerhard Plankl Senior (links) und und Junior (rechts) freuen sich auf die Wiedereröffnung ihres Hotels in Altötting.
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Gerhard Plankl Senior (links) und und Junior (rechts) freuen sich auf die Wiedereröffnung ihres Hotels in Altötting.
  • Jens Zimmermann
    VonJens Zimmermann
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Die ganze Tourismus-Branche fiebert dem 21. Mai entgegen. Bei einer Inzidenz von unter 100 dürfen Hotels am kommenden Freitag wieder öffnen, so auch das Hotel Plankl in Altötting. Der Geschäftsführer hofft dabei auf einen Urknall mit neuen Chancen für Hotellerie und Gastronomie. Der bisherige Buchungs-Ansturm lässt aber schon optimistisch in die Zukunft blicken.

Altötting – Nach sieben Monaten Lockdown ist die Freude bei Gerhard Plankl, Geschäftsführer Hotel Plankl, und seinen 40 Mitarbeitern groß, bald wieder Gäste empfangen zu dürfen. Endlich gibt es eine Perspektive. Bei einer stabilen Inzidenz von unter 100im Landkreis Altötting liegt sie am Montag, 17. Mai bei 85,2 – dürfen Hotels ab Freitag, 21. Mai, wieder öffnen.

Hotel Plankl in Altötting darf wieder öffnen - bereits jetzt gibt es einen Buchungs-Ansturm

„Wir hoffen auf einen Urknall mit neuen Chancen für Hotellerie und Gastronomie. Seit den fallenden Inzidenzwerten erleben wir gerade einen Buchungs-Ansturm auf unserer SPA-Zimmer mit Sauna, Dampfbad oder Wasserbetten“, schildert Plankl gegenüber innsalzach24.de. Viele Buchungen stammen aus Bayern. „Viele haben aktuell Angst, Urlaub im Ausland zu verbringen“, vermutet Plankl. Ein Trend, der sich laut dem Geschäftsführer hoffentlich länger hält.

Die große Nachfrage nach den SPA-Zimmern könnte laut ihm daran liegen, dass Hotels ihre großen Wellness-Angebote noch nicht öffnen dürfen. In Zimmern dürfen die Gäste diese natürlich benutzen. Während des Lockdowns wurde genau diese Art von Zimmern in Altötting erweitert. „Wir haben die Zeit gut genutzt, aber es war auch viel Arbeit. Mit unseren 40 Saunen in den SPA-Zimmern sind wir natürlich ein coronakonformer Leuchtturm und haben damit natürlich deutschlandweit ein einmaliges Angebot“, glaubt Plankl. Auch der hoteleigene Pool wurde beispielsweise auf den neuesten Stand, u.a. fast chlorfrei – gebracht.

Der Pool im Hotel Plankl wurde während des Lockdowns erneuert.

Team für Re-Start gut vorbereitet

Sein Team sieht Plankl für den Re-Start gut vorbereitet. „Wir bieten Schulungen zum Thema Corona-Sicherheit und fachliche Weiterbildungen an. Für Geschäftsreisende hatten wir sowieso durchgehend geöffnet“, erklärt der Geschäftsführer. Auch das Restaurant war permanent besetzt und hat Speisen zum Abholen angeboten. „Das war für uns ein neues Geschäftsfeld“, ergänzt Plankl junior. Man habe sich zwar in das Thema einarbeiten müssen und werde es auch in Zukunft weiter anbieten. Inzwischen würden fast 70 Prozent der Abholer ihr eigenes Geschirr mitnehmen.

„Zwischenzeitlich habe ich mich schon gefragt, wofür wir die ganzen Regelungen umsetzen. Das war anfangs immer mit großem Aufwand verbunden. Aber wir haben es durchgezogen“, freut sich Plankl junior rückblickend. Ein Dank gilt hier besonders dem Hotel- und Gastronomieverband, die die Betriebe täglich mit sehr viele Informationen versorgt haben. Verständnis für die Maßnahmen hat das Hotel schon. „Hinterher ist man oft schlauer, aber ich persönlich hätte keine bessere Lösung parat gehabt“, so Plankl.

Niemand musste entlassen werden

Es sei keine einfach Zeit gewesen und die Geschäftsführung hatte große Sorgen um ihre Mitarbeiter. Doch bis heute musste niemand entlassen werden. „Wir sind ein starkes Team, helfen jedem Einzelnen und haben auch mit einem Corona-Bonus unterstützt. Auch um die sieben Auszubildenden haben wir uns gekümmert, als die Schule ausgefallen ist und sie hier beschäftigt“, berichtet Plankl junior.

„Wir haben uns über die Jahre einen guten Ruf als fairen und wertschätzenden Arbeitgeber aufgebaut. Vertrauen und respektvoller Umgang sind uns wichtig“, zeigt sich Plankl stolz. So habe das Unternehmen auch keine Probleme mit einem Fachkräfte-Mangel. Alle Mitarbeiter haben ihre Ausbildung im Betrieb gemacht oder sind nach Wanderjahren wieder zurückgekommen.

Plankl: „Konzepte greifen, Gäste sind sicher“

All diese Mitarbeiter – zum Teil bereits geimpft - können bald dann auch wieder mit Freude zahlreiche Gäste empfangen. An eine große Gefahr glaubt Plankl nicht. „Die Leute sind im Betrieb sicher, die Konzepte greifen. Die Hotellerie hat auch einen großen Beitrag zum Meinungsbild geleistet“, ist sich der Geschäftsführer sicher.

Auch die zahlreichen Wallfahrer will das Team vom Hotel Plankl u.a. im neuen Biergarten bald wieder empfangen. „Es haben sich Freundschaften über die Jahre entwickelt. Wir haben auch privaten Kontakt gehalten. Sobald es die Zahlen zulassen, wollen sie wieder kommen“, so Plankl. Vielleicht ja auch schon über Pfingsten...

jz

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