News-Ticker für Rosenheim - Traunstein - Mühldorf

Hochwasser-Ticker: Traunstein meldet Wegsperrung für 2 Wochen +++ Wanderer durch Hangrutsch in Bedrängnis 

Zwei Tage Dauerregen ließen in rund um Rosenheim und den Chiemsee Bäche und Flüsse über die Ufer treten. Erst am Dienstagabend (4. August) hörte der Regen auf. Die Nachwirkungen des Hochwassers sind auch zwei Tage danach noch zu spüren. Und die Schadensbilanz fällt mancherorts verheerend aus.

Alle Informationen zum Hochwasser in der Region von vor 11.15 Uhr am 4. August finden Sie in unserem Ticker-Archiv.

Die Bilder, die die Region am 4. August bewegten, finden Sie in unserer zusammenfassenden Bilder-Strecke

  • Dauerregen in der Nacht auf 4. August sorgt für Überflutungen in der Region Rosenheim/Chiemgau
  • Im Kreis Rosenheim waren in den vergangenen beiden Tagen 1500 Einsatzkräfte unterwegs
  • Einen Ort bei Raubling hat das Hochwasser besonders hart getroffen
  • 2 Straßen bei Ostermünchen und bei Übersee sind immer noch überflutet und gesperrt

+++ Sie haben Informationen für uns zur aktuellen Lage? Fotos oder Videos? Senden Sie uns eine Nachricht an redaktion@ovb-online.de. +++

Service für Auto- und Bahnfahrer

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Aktuelle Meldungen der Südostbayernbahn

Aktuelle Meldungen für Meridian/BOB

+++ Wir aktualisieren unseren Ticker über den Tag immer wieder +++

Update 7. August, 18 Uhr

Klobenstein: Wanderweg zwei Wochen gesperrt

Das Hochwasser am Dienstag hat den Wanderweg vom Klobenstein in Richtung Panzerstraße massiv beschädigt, meldet die Stadt Traunstein in einer Pressemitteilung. Die Mitarbeiter des Bauhofs der Großen Kreisstadt Traunstein werden mindestens zwei Wochen benötigen, die großen Schäden zu beheben. 

Das Hochwasser hat den Wanderweg vom Klobenstein Richtung Panzerstraße massiv beschädigt.

In dieser Zeit muss der Weg gesperrt werden: auf der einen Seite ab dem Pirkl-Weiher, auf der anderen Seite ab der Panzerstraße. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis.

+++

Update 7. August, 17 Uhr

Bergwacht sucht 81-Jährigen nach mehreren Hangrutschen

Ein 81-Jähriger, der am Donnerstag im Bereich Rottauer Tal wandern war, ist durch mehrere Hangrutsche in Folge des Dauerregens in Bedrängnis geraten. Die Erdmassen schnitten ihm den Weg ab. Die Bergwacht Grassau machte sich auf den Weg. Zwei Stunden dauerte die Suche. Schließlich gab es aber ein gutes Ende.

+++

Update 6. August, 17.25 Uhr

Murenabgang: Erde von Kreisstraße entfernt

Die Mure, die nach den starken Regenfällen am 3. und 4. August bei Niederaudorf abgegangen ist, hat nur kleinere Schäden beseitigt. Der Bauhof Oberaudorf war allerdings damit beschäftigt, eine Kreisstraße von Erdreich zu befreien. Offenbar muss auch der Kreisbauhof nochmals tätig werden.

Lesen Sie auch:

Nach dem Hochwasser: Jetzt droht der Region eine Stechmückenplage

+++

Update 6. August, 12.46 Uhr

Murenabgang am Bichler See bei Niederaudorf

Als Folge der starken Niederschläge der vergangenen Tage ging in Niederaudorf nicht allzuweit unterhalb des Bichler Sees, etwa 80 bis 100 Meter entfernt von einem nicht mehr bewirtschafteten Bauernhof, am Mittwoch eine Mure ab. Sie riss den Zaun um, verschüttete mit Erdmassen die Zufahrt zu dem Gebäude und endete in einer Wiese.

Am Bichler See bei Niederaudorf ist nach den anhaltenden Regenfällen am 3. und 4. August eine Mure abgegangen. Verletzt wurde dabei niemand.

Zu Schaden gekommen ist bei dem Murenabgang niemand.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte davor gewarnt, dass es aufgrund der anhaltenden Regenfälle am Alpenrand vermehrt zu Erdrutschen kommen könnte. Die Region blieb allerdings weitgehend verschont.

Auch interessant:

Hochwasser-Alarm um 3 Uhr nachts: Bergwacht evakuiert Kinder aus Zeltlager bei Bad Feilnbach

Hochwasser in der Region Rosenheim/Chiemgau: Bilder einer Überflutung

+++

Update 6. August, 11.45 Uhr

Staatliches Bauamt Rosenheim meldet: freie Fahrt bei Wasserwiesen

Die Staatsstraße 2010, die im Bereich Wasserwiesen noch wegen der Folgen des Dauerregens gesperrt war, ist nun wieder frei befahrbar. Das meldet das Staatliche Bauamt Rosenheim.

+++

Update 6. August, 7.15 Uhr

Auswirkungen des Hochwassers – 2 Straßen immer noch gesperrt

Auch an Tag 2 nach dem Hochwasser in der Region Rosenheim sind die Folgen noch mancherorts in der Region spür- und sichtbar. Es gibt immer noch einzelne Behinderungen auf den Straßen. So ist die Staatsstraße 2096 an der Autobahn-Anschlussstelle Übersee (A8) laut Bayerninfo.de immer noch wegen Überflutung gesperrt.

Auch die St 2080 am Ortsausgang von Ostermünchen in Richtung Rosenheim steht noch unter Wasser. Entspannt hat sich die Lage dagegen zwischen Bad Feilnbach und der A8/Rosenheim. Dort sind wieder alle Straßen passierbar.

Wie schwer das Hochwasser den kleinen Raublinger Ortsteil Kirchdorf erwischt hat, zeigen Bilder in diesem Video:

Update 5. August, 20.28 Uhr 

Kirchdorf am Tag danach

In kaum einem Ort im Landkreis Rosenheim hat es so viele Haushalte in diesem Ausmaß getroffen wie in Kirchdorf. Der zur Gemeinde Raubling gehörende Ort verzeichnete den traurigen Rekord, dass dort rund 40 Keller mit Wasser voll liefen. 

Am Tag nachdem das Wasser kam, ist ein ganzes Dorf dabei, die Schäden zu beseitigen und zu begreifen, was passiert ist. Die OVB-Heimatzeitungen haben Kirchdorf besucht. Am Tag danach.

+++

Update 5. August, 19.09 Uhr

So hoch sind die Hochwasserschäden im Raum Rosenheim

Am Tag nach dem Hochwasser, ausgelöst durch tagelangen Dauerregen, lassen sich die finanziellen Folgen grob schätzen. Das Landratsamt hat auch zusammengefasst, wie viele Einsätze nötig waren.

Um einen Ort im Landkreis macht man sich große Sorgen. Denn Kirchdorf in der Gemeinde Raubling trafen die Wassermassen besonders hart.

+++

Update 5. August, 18.23 Uhr

Neues Video zeigt Ausmaße des Hochwassers im Chiemgau

Kleine Gewässer, die sich in riesige Seen verwandeln, Bäche werden zu reißenden Flüßen - der Dauerregen vom 3. und 4. August hat viele Regionen in Bayern getroffen. Doch kaum eine Gegend war härter betroffen als die Region am Chiemsee.

In einem neuen Video der OVB-Heimatzeitungen sind die Folgen des Unwetters deutlich sichtbar.

+++

Update 5. August, 16.50 Uhr

Bad Aibling zieht Hochwasser-Bilanz

Am Tag nach dem durch Dauerregen verursachten Hochwasser zieht man in Bad Aibling ein Resümee. Zwar waren die Pegelstände schnell auf den Niveaus des Hochwassers von 2013.

Allerdings war diesmal nicht die Mangfall das Sorgenkind in Bad Aibling, sondern die Glonn. In Bad Aibling wertet man das nach einem Tag, an dem die Einsatzkräfte fast 24 Stunden arbeiteten, nicht als Zufall.

+++

Update 5. August, 15.50 Uhr

Die B15 zwischen Schechen und Rott ab 16.30 Uhr wieder frei

Seit Dienstag, 4. August, war die B15 auf einem längeren Abschnitt zwischen Schechen und Rott in beiden Fahrtrichtungen überflutet und gesperrt. Die Feuerwehr war den ganzen Mittwoch über damit beschäftigt die Fahrbahn wieder frei zu bekommen. Wie Kreisbrandrat Richard Schrank auf Anfrage bestätigt, ist die B15 voraussichtlich ab 16.30 Uhr wieder befahrbar. Das Straßenbauamt kontrolliert zur Zeit die geräumte Strecke.

Die aktuelle Verkehrslage vor dem Feierabend:

  • A8: In Fahrtrichtung Salzburg Stau zwischen Bernau und Übersee in Fahrtrichtung Salzburg. Die Verkehrsbehinderungen durch Überflutung an der Anschlussstelle Rosenheim-West gibt es nicht mehr.
  • St 2010: Im Bereich der A8 ist die Straße von Bad Feilnbach nach Rosenheim wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2096: Zwischen Obermoosen (Übersee) und der A8-Anschlussstelle Grabenstätt ist die Fahrbahn wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2360: Zwischen Prutting und Söchtenau ist die Straße wegen Überschwemmung gesperrt.
  • St 2080: Sperrung wegen Überflutung am Ortsausgang Ostermünchen in Fahrtrichtung Rosenheim.

+++

Update 5. August, 15.20 Uhr

Fahrer erzählt, wie sein Auto in den Fluten landete

Viele Bilder des Hochwassers haben die Region in den vergangenen Stunden bewegt. Ein Foto, das ein Auto auf der B15 bei Schechen in den Fluten zeigt, wirft aber bei dem ein oder anderen Fragen auf. Wie geht es dem Fahrer? Und: Wie konnte das Auto überhaupt in den Fluten landen?

Der Mann, der hinter dem Steuer saß, erzählt.

+++

Update 5. August, 14.35 Uhr

DLRG rettet Innfähre

Mühldorf - Um ein Haar hätte das Hochwasser die Innfähre Josef III erwischt, die bei Mühldorf mit Eisenstangen gesichert vor ihrer Anlegestelle schwimmt.

Der Wasserdruck hätte die Fähre umgeworfen, wenn nicht die DLRG eingeschritten wäre. Die Freiwilligen befreiten die Fähre von den Eisenstangen und sicherten sie mit Ketten neu und kentersicher.

DLRG-Einsatzkräfte sichern die Mühldorfer Innfähre, um sie vor dem Kentern zu bewahren.

+++

Update 5. August, 13.46 Uhr

Landratsamt Rosenheim fasst Einsätze in Zahlen

In einer Pressemitteilung hat das Landratsamt Rosenheim die Einsätze wegen Überflutungen am Dienstag zusammengefasst. Einen Überblick über die größten Einsätze am Dienstag, lesen Sie hier.  Von Dienstag 3 Uhr bis Mittwoch 10 Uhr:

  • mussten mehr als 1.200 Einsatzkräfte im Landkreis Rosenheim ausrücken
  • 1.100 Kräfte aus über 100 Feuerwehren
  • etwa 60 Kräfte aus zwei Ortsverbänden des Technischen Hilfswerks
  • 10 von Rettungsdienstorganisationen
  • 20 von der Wasserwacht
  • 15 von der Bergwacht
  • 20 im Einsatzstab des Landratsamtes
  • Es gab 510 unwetterbedingte Einsätze
  • Die Integrierte Leitstelle in Rosenheim nahm mehr als 1.000 Notrufe entgegen. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst die Stadt Rosenheim sowie die Landkreise Rosenheim und Miesbach.
  • Insgesamt wurden rund 14.000 Sandsäcke vom Technischen Hilfswerk transportiert und von den Frauen und Männern der Feuerwehren verbaut.
  • 4.000 Sandsäcke lagerten fertig befüllt bei Feuerwehren und Bauhöfen. Die übrigen 10.000 mussten von den Feuerwehrlern zuvor mit Sand befüllt werden.

Die Koordinierungsgruppe im Rosenheimer Landratsamt hat ihre Arbeit nach Beendigung einer letzten Lagebesprechung am Mittwochmorgen eingestellt.

+++

Update 5. August, 13.15 Uhr

Verbotsschild missachtet und in geflutete Straßen gefahren

Wie die Polizei Branneburg berichtet, haben am Dienstag einige Verkehrsteilnehmer Sperrungen wegen Hochwassers nicht beachtet. So seien in der Gemeinde Bad Feilnbach die Staatsstraßen 2089 und 2010 in alle vier Richtungen gesperrt gewesen.

Doch es habe immer wieder Autofahrer und Lkw-Fahrer gegeben, die das Verkehrsschild "Verbot der Einfahrt" missachteten und weiterfuhren. Das hatte zum Teil nicht nur zur Folge, dass sie später von Polizisten aufgefordert wurden, umzukehren.

+++

Update 5. August, 12.50 Uhr

Wetter scheint Region zu entlasten

Die Folgen des Dauerregens vom 3. und 4. August beschäftigen auch jetzt noch zahlreiche Menschen in der Region Rosenheim, Traunstein und Mühldorf. Nachdem sich die Wetterlage am Dienstagnachmittag allmählich entspannte, sind auch die Aussichten für Mittwoch entscheidend.

Lesen Sie auch: Die Bilder des Hochwassers, die die Region am 4. August bewegten

Der Deutsche Wetterdienst hat für den Raum Rosenheim, Traunstein und Mühldorf derzeit keine Unwetterwarnungen. "In den nächsten 24 Stunden wird kein warnwürdiges Wetter erwartet" heißt es auf der Website. Am Mittwoch und Donnerstag ist mit Temperaturen bis 25 Grad zu rechnen, es ist überwiegend sonnig. Regen wird nicht erwartet. Ab Freitag soll es dann wieder fast 30 Grad warm werden.

+++

Update 5. August, 11.15 Uhr

B15 zwischen Schechen und Rott noch immer überflutet

Auf der B15 nördlich von Rosenheim gibt es nach wie vor Probleme mit überfluteten Straßenabschnitten. So ist laut Bayerninfo.de der Straßenabschnitt zwischen Schechen und Rott immer noch wegen Überflutung gesperrt.

Auf der völlig überfluteten B15 blieb bei Rott ein Auto im Hochwasser stecken.

In einer Senke bei Hochstätt (Schechen) hatte sich am Dienstag das Wasser gesammelt. Bei Rott war eine Unterführung komplett vollgelaufen. Dort steckt auch heute noch ein Auto fest, das ins Hochwasser hineingefahren war.

Auch interessant:

Hochwasser in Unterwössen: Tiroler Ache wird zum reißenden Gebirgsstrom

Weitere Verkehrsbehinderungen und gesperrte Straßen (Bayerninfo.de):

  • A8: In Fahrtrichtung Salzburg ist zwischen Übersee und Grabenstätt der rechte Fahrstreifen gesperrt wegen Überflutung und Straßenschäden. Auch an der Anschlussstelle Grabenstätt kommt es noch zu Behinderungen.
  • St 2096: Zwischen Obermoosen (Übersee) und der A8-Anschlussstelle Grabenstätt ist die Fahrbahn wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2010: Im Bereich der A8 ist die Straße von Bad Feilnbach nach Rosenheim wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2360: Zwischen Prutting und Söchtenau ist die Straße wegen Überschwemmung gesperrt.
  • St 2080: Sperrung wegen Überflutung kurz vor Ostermünchenb in Fahrtrichtung Rosenheim.

Aufgehobene Straßensperrungen:

  • St 2078: Zwischen Feldkirchen-Westerham und Bruckmühl – die Sperrung ist aufgehoben.
  • St 2098: Zwischen Siegsdorf und Ruhpolding – die Sperrung ist aufgehoben.

+++

Update 5. August, 10.33 Uhr

Landrat Lederer zum Hochwasser: "Mit einem blauen Auge davon gekommen"

Der Rosenheimer Landrat Otto Lederer zeigte sich erfreut darüber, wie professionell die Hilfskräfte in der Region am gestrigen Hochwasser-Tag agiert haben. Es habe sich einmal mehr bewiesen, wie eng Stadt und Landkreis Rosenheim hier zusammenarbeiten.

Lederers Fazit: "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen." Problematisch ist für den Rosenheimer Landrat die Situation im Bereich Kirchdorf. Einen genauen Überblick über das Ausmaß der Schäden im Raublinger Ortsteil habe er noch nicht. Aber die Meldungen des gestrigen Tages seien besorgniserregend.

+++

Update 5. August, 9.42 Uhr

Nach dem Hochwasser – so entwickelt sich der Tag

Nach dem Dauerregen in den vergangenen Tagen im Süden und Osten Bayerns entspannt sich die Lage langsam. "Das Hochwasser fließt jetzt ab", teilte eine Hydrologin des bayerischen Hochwassernachrichtendienstes (HND) am Mittwochmorgen mit.

Die Straßen im Kreis Rosenheim werden langsam wieder trocken, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Die Autobahn 8 sei an vielen Stellen wieder frei, nur bei Bad Aibling und Bernau war am Mittwochmorgen noch einer von drei Fahrstreifen wegen Überschwemmungen gesperrt.

Laut Deutschem Wetterdienst wird für Mittwoch kein weiterer Regen erwartet. Während an den Oberläufen der Flüsse die Wasserstände somit fallen dürften, steigen die Pegel flussabwärts laut HND noch vorübergehend. (dpa)

Die Feuerwehr versucht, die überflutete B15 freizupumpen.

Die Polizei erwartet, dass sich die Hochwasserlage im Laufe des Tages normalisiert und die aktuell noch gesperrten Straßen in der Region nach und nach wieder freigegeben können.

Probleme gibt es nach Angaben der Polizei derzeit vor allem noch an der A8 im Bereich Bad Aibling und im weiteren Verlauf in Fahrtrichtung Salzburg bei Grabenstätt. "Das wird im Laufe des Tages zurückgehen", sagt ein Polizeisprecher auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Dann soll die Autobahn wieder komplett freigegeben werden. Derzeit sind noch einzelne Fahrstreifen gesperrt, und es kommt zu Verkehrsbehinderungen.

Bildergalerie: Hochwasser in der Region Rosenheim/Chiemgau am 4. August

Die Polizei hat im Verlauf der vergangenen Nacht überall in der Region zurückgehende Wasserstände beobachtet. Auch die Staatsstraßen, die derzeit noch gesperrt sind, werden wahrscheinlich im Laufe des Tages wieder freigegeben.

Auffällig in der Hochwassersituation: Es hat erstaunlich wenige Unfälle gegeben. Die Autofahrer hätten sich umsichtig verhalten, heißt es bei der Polizei. Nach aktuellen Erkenntnissen haben sich die Menschen auch an den Wasserläufen der Region, die am 4. August zu lebensgefährlichen, reißenden Flüssen geworden waren, vernünftig verhalten. Informationen über Zwischenfälle liegen der Polizei nicht vor.

+++

Update 5. August, 6.30 Uhr

Einige Straßen in der Region noch immer überflutet

Der Regen hat am Dienstagabend aufgehört. Aber noch immer stehen einige Straßen unter Wasser und es kommt zu Verkehrsbehinderungen. Nach Angaben von Bayerninfo.de (bayerisches Verkehrsministerium) sind folgende Straßen in der Region aktuellm wegen Überflutung gesperrt:

  • A8: In Fahrtrichtung Salzburg ist zwischen Übersee und Grabenstätt der rechte Fahrstreifen gesperrt wegen Überflutung und Straßenschäden. Auch an der Anschlussstelle Grabenstätt kommt es noch zu Behinderungen.
  • B15: Zwischen Schechen und Rott ist die Bundesstraße wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2096: Zwischen Obermoosen (Übersee) und der A8-Anschlussstelle Grabenstätt ist die Fahrbahn wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2098: Zwischen Siegsdorf und Ruhpolding ist die Straße wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2092: Zwischen der A8-Anschlussstelle Bernau und Prien ist die Straße wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2089: Zwischen Bad Feilnbach und Bad Aibling ist die Straße wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2010: Im Bereich der A8 ist die Straße von Bad Feilnbach nach Rosenheim wegen Überflutung gesperrt.
  • St 2078: Die Straße zwischen Feldkirchen-Westerham und Bruckmühl ist gesperrt wegen Überflutung.
  • St 2360: Zwischen Prutting und Söchtenau ist die Straße wegen Überschwemmung gesperrt.

Der Bahnverkehr hat sich offenbar normalisiert. Weder die bayerische Regionbahn (Meridian/BOB) noch die Südostbayernbahn haben aktuelle Verkehrsmeldungen.

+++

Update 4. August, 22.12 Uhr

Noch immer Straßen in der Region überschwemmt

Noch immer gibt es in der Region aufgrund des Hochwassers zahlreiche Verkehrsbehinderungen. Auf der A8 staut es sich derzeit auf 10 Kilometern zwischen Weyarn und Irschenberg und im weiteren Streckenverlauf zwischen Bernau und Grabenstätt. In Fahrtrichtung Salzburg ist die Ausfahrt Grabenstätt gesperrt. Zwischen Bernau und Grabenstätt ist die Autobahn in Fahrtrichtung Salzburg für Autos gesperrt.

Vollsperrung auf der A8 zwischen Rosenheim und Prien. Die Polizei leitet den Verkehr von der Autobahn ab.

Weitere aktuelle Sperrungen wegen überschwemmter Straßen:

  • Staatsstraße 2089 Bad Aibling – Kufstein: bei Bad Feilnbach
  • Staatsstraße 2078 zwischen Feldkirchen-Westerham und Bruckmühl
  • Staatsstraße 2360 zwischen Prutting und Söchtenau

Weitere Verkehrsmeldungen für die Region finden Sie hier.

+++

Update 4. August, 20.45 Uhr 

Zusammengefasst: Die größten Einsätze des Tages

Für Feuerwehr und THW sowie Mitarbeiter der Städte und Kommunen in der gesamten Region geht ein arbeitsreicher Tag zu Ende. Er stand ganz unter dem Einfluss des Dauerregens, der seit 3. August über der Region niedergegangen ist. 

Die Folgen sind in unserer zusammenfassenden Bilderstrecke mit Fotos aus den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Mühldorf erschreckend deutlich.

Die OVB-Heimatzeitungen haben die größten Einsätze zusammengefasst. Einige von ihnen werden wohl noch die Nacht über andauern. 

+++

Update 4. August, 19.45 Uhr

Kirchdorf bei Raubling am schwersten vom Hochwasser getroffen

Den Raublinger Ortsteil Kirchdorf hat das Hochwasser heute am schwersten erwischt. Schon am Mittag meldete das Landratsamt, dass in allen Häusern in Kirchdorf die Keller voll laufen. „Man schaut dem Wasser zu und kann nichts machen“, sagt ein fassungsloser Raublinger Bürgermeister Olaf Kalsperger.

Laut Martin Gruber, Kreisbrandmeister vom Bereich Inntal, wurde die Feuerwehr alleine in Kirchdorf zu 63 Hochwasser-Einsätzen gerufen.

Chiemgau nach dem Dauerregen: Bildergalerie zeigt das Ausmaß

+++

Update 4. August, 19.12 Uhr

Weiterhin Unwetterwarnung für Rosenheim und Traunstein

Die Regenfront, die tagsüber über ganz Südbayern lag, zieht langsam ab. Allerdings gilt für den äußersten Südosten Bayerns – und damit auch für die Landkreise Traunstein und Rosenheim – eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes.

Unter anderem für die Landkreise Rosenheim und Traunstein gilt am Dienstagabend noch eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes.

Zu den bisher beobachteten Niederschlagsmengen von bis zu 140 Litern pro Quadratmeter können im Laufe des Abends in den Kreisen Rosenheim und Traunstein noch einmal bis zu 50 Liter hinzu kommen. Das ist in Summe ungefähr halb so viel, wie in Südbayern normalerweise in den Monaten Juni bis August fällt.

Der DWD warnt nach wie vor vor lokalen Überschwemmungen und Erdrutschen.

Lesen Sie auch:

Hochwasser am 4. August – So ist die Lage im Mangfalltal

Regenfälle spülen Erinnerungen hoch: Oberwöhrer erinnern sich an Jahrhunderthochwasser 2013

+++

Update 4. August, 18.53 Uhr

Neues Rückhaltebecken in Prien hält Hochwasser nicht stand

Vor 4 Jahren wurde es erst eingeweiht. Nun hat das Regenrückhaltebecken am Reitbach in Prien die Nagelprobe – nicht bestanden. Das 45.000 Kubikmeter fassende Becken war nach zwei Tagen Dauerregen voll und ist übergelaufen. Das Wasser aus dem Reitbach setzte zum ersten Mal seit sieben Jahren das BMW-Autohaus Unterberger an der Bernauer Straße unter Wasser.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Hochwasser-Situation in Prien.

+++

Update 4. August, 18.35 Uhr

Eine Fahrspur auf der A8 bei Rosenheim wieder frei

4.000 Sandsäcke sind verbaut. Auf der Autobahn A8 zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West in Fahrtrichtung Salzburg bemühen sich die Einsatzkräfte nun, das Wasser von der Fahrbahn zu pumpen. Aktuell ist eine Fahrspur frei.

Hochwasser nach starkem Regen: Die A8 bei Rosenheim ist am Dienstagabend überschwemmt. Es bilden sich lange Staus.

Lastwagen stauen sich bis Weyarn zurück, die Autos bis Irschenberg. Im weiteren Verlauf ist die A8 bei Grabenstätt weiterhin vollständig gesperrt. Von dort werden drei Kilometer Stau gemeldet. Rund um Rosenheim hat das Hochwasser für ein riesiges Verkehrs-Chaos gesorgt.

Im Raublinger Ortsteil Kirchdorf werden die Einsatzkräfte vor Ort bleiben. Sie richten sich auf einen noch länger andauernden Einsatz ein.

Bildergalerie: Wie der Dauerregen das Inntal hinterlassen hat

+++

Update 4. August, 18.22 Uhr

Verkehrs-Chaos in der Region Rosenheim/Chiemgau

Rund um Rosenheim und im Chiemgau sind aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen beiden Tage vielerorts Straßen überschwemmt. Alleine die A8 zwischen dem Irschenberg und Bergen ist an zwei Stellen überschwemmt. Die Karte mit Verkehrsmeldungen auf Bayerninfo.de zeigt dutzende weitere Sperrungen an.

Rund um Rosenheim und den Chiemsee sind zahlreiche Straßen überflutet und gesperrt.

Aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie auf dem Portal des bayerischen Verkehrsministeriums.

+++

Update 4. August, 18.13 Uhr

Kolbermoor früh auf das Hochwasser vorbereitet

Die mobilen Hochwasserwände an der Mangfall in Kolbermoor standen bereits in der Früh. In den Morgenstunden haben Mitarbeiter des Bauhofs sie aufgestellt. Danach füllten sie Sandsäcke, denn die Mangfall in Kolbermoor stieg und stieg.

32 Feuerwehrleute waren im Einsatz und wurden den Tag über zu mehreren Hochwasser-Einsätzen in Kolbermoor gerufen.

+++

Update 4. August, 18.07 Uhr

Stadt Traunstein gibt Entwarnung

Die Hochwasserlage in Traunstein hat sich entspannt: Es kann Entwarnung gegeben werden, meldet die Stadtverwaltung. Der Pegel der Traun sank um 15.15 Uhr auf 1,78 Meter und liegt damit unter der Meldestufe 1 von 4. Weiterhin werden keine Anstiege mehr vorhergesagt.

Die verschiedenen Wege und Straßen werden vorerst weiterhin gesperrt bleiben, da sie nach dem vollständigen Rückgang des Hochwassers in Traunstein zunächst gereinigt werden müssen, bevor sie wieder genutzt werden können.

+++

Update 4. August, 17.45 Uhr

Einsatz in Kirchdorf wird die ganze Nacht dauern

Im Raublinger Ortsteil Kirchdorf sind laut Landratsamt Rosenheim die Keller von mindestens 40 Gebäuden überflutet. Da der Litzldorfer Bach weiterhin übervoll ist, laufen die Hochwasserpumpen von Feuerwehr und THW weiter. 

Der Einsatz wird wohl die Nacht über andauern, so das Landratsamt Rosenheim in einer Pressemitteilung.

+++

Update 4. August, 17.41 Uhr

Landratsamt informiert über Situation auf A8

Auf der Autobahn A8 zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West in Fahrtrichtung Salzburg ist aktuell ein Fahrstreifen langsam befahrbar. Einsatzkräfte sind damit beschäftigt dort 4000 Sandsäcke zu verbauen. 

Im weiteren Verlauf in Richtung Salzburg ist die Autobahn auf Höhe Grabenstätt vollständig gesperrt worden. Der Verkehr wird in Bernau abgeleitet und über Prien und Obing nach Traunstein umgeleitet.

Lesen Sie auch:

Mehr als 500 Einsätze: Die Hochwasser-Lage im Landkreis Traunstein

+++

Update 4. August, 17.20 Uhr

Rosenheimer THW fordert Verstärkung aus München

In Westerndorf bei Pang explodiert laut THW-Pressesprecher Stefan Huber der Kaltenbach. Das Rosenheimer THW hat Einsatzkräfte des Münchner Ortsverbandes alarmiert, die mit einer Sandsackmaschine unterwegs nach Westerndorf sind.

+++

Update 4. August, 17.05 Uhr

Kraiburg am Inn sichert Uferweg

In Kraiburg erreichte der Inn gegen 15 Uhr 6,20 Meter und bedrohte damit den Auweg. Meldestufe drei – nur noch eine Stufe unter der Warnung vor einem 100-jährigen Hochwasser – und damit verbunden der Ausrückbefehl für die Freiwillige Feuerwehr. 

„Der Auweg ist jetzt gesichert“, berichtete Kraiburgs Feuerwehrkommandant Günther Stuiber den OVB-Heimatzeitungen am Nachmittag.

Bilder, die den Wasserstand des Inns in Mühldorf und Kraiburg zeigen, finden Sie hier.

+++

Update 4. August, 16.50 Uhr

Sandsäcke zum Schutz der A8

Das Landratsamt Rosenheim teilt mit, dass 4.000 Sandsäcke auf der Autobahn A8 verbaut werden sollen. Die Einsatzleitung im Rosenheimer Landratsamt will so versuchen, die überflutete Fahrbahn zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West in Fahrtrichtung Salzburg wenigstens zum Teil frei zu halten. Die Staatsstraße durch das an die Autobahn angrenzende Moorgebiet Wasserwiesen ist vollständig gesperrt.

Lesen Sie auch:

Flut in Bayern: Passau droht Drama - Wetterdienst warnt auch Oberbayern vor nächstem „Extrem“

Auf der Autobahn hat sich bereits ein erheblicher Rückstau gebildet. Die Umleitungsstrecken sind überlastet. Die Polizei meldet zudem zunehmende Probleme mit Gaffern.

Die B 15 bei Rott bleibt voraussichtlich bis Mittwochfrüh gesperrt. Eine Unterführung ist vollständig überflutet. Sie muss leergepumpt und gereinigt werden.

An der Mangfall in Feldolling steigen die Pegel seit einiger Zeit nicht mehr an. Der Scheitelpunkt scheint erreicht. Dies gilt derzeit noch nicht für die Mangfall in Rosenheim und den Inn in Wasserburg. Hier sorgt nachfließendes Wasser aus dem Oberlauf für weiterhin leicht steigende Pegel.

+++

Update 4. August, 16.19 Uhr

A8 bei Rosenheim überflutet – B15 bei Schechen dicht

Die A8 bei Rosenheim-West ist in Höhe Wasserwiesen in Fahrtrichtung Salzburg überflutet: Die Kalten tritt über die Ufer und überschwemmt die Fahrbahn. Mehrere Fahrspuren in Richtung Salzburg sind nicht mehr befahrbar. Der Verkehr staut sich bis zum Irschenberg. Auch die Standspur ist dicht. Für die Einsatzkräfte ist ein Durchkommen extrem schwierig.

Die A8 war zunächst am Morgen zwischen Achenmühle und Frasdorf überflutet (Foto). Jetzt staut sich das Wasser in Fahrtrichtung Salzburg bei Rosenheim-West auf der Autobahn.

Die B15 ist auf Höhe Hochstätt (Schechen) nach wie vor gesperrt. Der Verkehr drängt sich auf den umliegenden Straßen. Die Umfahrungen sind verstopft. Die Rott ist in Höhe des Gewerbegebietes Schechen über die Ufer getreten. Eine Entspannung der Lage ist aktuell nicht in Sicht.

+++

Update 4. August, 16.04 Uhr

Hochwasser-Welle schwappt offenbar an Wasserburg vorüber

DerInn in Wasserburg steigt und steigt am Dienstag zunächst. Es steht zu befürchten, dass die Altstadt überschwemmt wird. Zeitweise steht der Inn-Pegel in Wasserburg nur 10 Zentimeter unter der kritischen Marke von 6 Metern. Doch der Bürgermeister gibt sich zuversichtlich, dass das Wasser nicht weiter steigen wird.

Die Einsatzleitung der Feuerwehr in Wasserburg war wegen der Hochwassergefahr seit den frühen Morgenstunden im Einsatz. Am Vormittag wurden Dammbalken entlang des Deiches angebracht und der Inndeich wurde gesperrt.

Bildergalerie

+++

Update 4. August, 15.52 Uhr

Hochwasserlage in Unterwössen angespannt

In Unterwössen haben die Anwohner an der Tiroler Ache Angst, dass der Fluss über die Ufer treten könnte. Der Pegel nähert sich bedrohlich der Spitze der umliegenden Dämme. Unter dem Streichwehr hindurch rauscht das Wasser beeindruckend in das Dorfzentrum. Die Feuerwehr beobachtet die Entwicklung der Hochwasserlage in Unterwössen genau.

+++

Update 4. August, 15.37 Uhr

Der Status quo: Eine erste Zusammenfassung des Hochwasser-Tages

Am Chiemsee musste die Autobahn 8 bei Frasdorf zeitweise in beide Richtungen gesperrt werden. Die Fahrbahn stand unter Wasser. Allein in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach musste die Feuerwehr mehr fast 1000 Mal ausrücken.

In Berchtesgadener Land rutschte ein Wiesenhang ab und drückte die Erdmassen gegen ein Wohngebäude. Das Haus stehe bis zum ersten Stock im Schlamm, berichtete die Polizei. Mehrere Gebäude in der Umgebung mussten ebenfalls geräumt werden.

Die Bergwacht evakuierte im Jenbachtal südlich der A8 ein Jugendcamp. Zwölf Kinder hatten dort gezeltet. Sie wurden zu einer Berghütte gebracht.

Der Kieferbach in Kiefersfelden verwandelt sich beim Hochwasser am 4. August in einen reißenden Fluss.

Die Deutsche Bahn (DB) sperrte wegen Hochwassers zwei Strecken südlich von Murnau in Richtung Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau. Auch eine Bundesstraße war dicht, ein Streifenwagen blieb bei einer Kontrollfahrt im Wasser stecken. Durch die starken Regenfälle am Alpenrand waren seit Montag auch in anderen Regionen in Südbayern Flüsse angeschwollen.

Die Wasserstände stiegen oft schneller und höher als erwartet. Die Behörden rechnen

bis in den Mittwoch mit weiteren Überschwemmungen

, da die Regenfälle erst in der Nacht abklingen sollten.

+++

Update 4. August, 15.21 Uhr

Bahnstrecke Siegsdorf – Ruhpoling wieder frei

Die Sperrung zwischen Siegsdorf und Ruhpolding wurde aufgehoben und der Zugverkehr wieder aufgenommen. Es ist jedoch noch mit Folgeverzögerungen zu rechnen.

+++

Update 4. August, 15.04 Uhr

In Kirchdorf sind alle Keller vollgelaufen

Vom Moorgebiet Wasserwiesen drückt Wasser auf die Fahrbahn der Autobahn A8 zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West in Fahrtrichtung Salzburg. Die Einsatzkräfte vor Ort versuchen, die Fahrbahn zumindest zum Teil offen zu halten.

Bis auf einen Ortsteil in Raubling hat sich die Lage im gesamten Landkreis Rosenheim entspannt. Im Ortsteil Kirchdorf sind alle Keller vollgelaufen. Um ein Abpumpen des Wassers aus den Kellern zu ermöglichen, sind drei Hochwasserpumpen im Einsatz. Sie transportieren das Wasser aus dem Regenwasserkanal über die Kreisstraße RO 7 in die so genannte Arzer Wiese.

Die Zahl der Einsätze ist auf knapp 600 angestiegen. Gut 400 entfallen auf den Landkreis Rosenheim, knapp 60 auf die Stadt Rosenheim und über 130 auf den Landkreis Miesbach.

+++

Update 4. August, 14.38 Uhr

Höchste Unwetter-Warnstufe gilt weiter – Erdrutsche möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt nach wie vor die höchste Unwetter-Warnstufe für die Region aus. Für die Landkreise Rosenheim und Traunstein gilt Stufe 4 von 4: Warnung vor extremem Unwetter. Der Dauerregen soll bis 20 Uhr anhalten.

Nach bisher beobachteten Niederschlagsmengen von 90 bis 140 Litern pro Quadratmeter (Mittelwert für Juni bis August in der Region sonst 375 Liter) tritt weiterhin extrem ergiebiger Dauerregen auf. Dabei werden nochmals Niederschlagsmengen zwischen 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter gerechnet werden.

Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich. Der DWD warnt vor Erdrutschen und fordert die Anwohner gefährdeter Gebiete auf, vorsichtshalber Fenster und Türen geschlossen zu halten.

+++

Update 4. August, 14.28 Uhr

Bilder: Dauerregen an der Mangfall

Besonders hart hat es diesmal einige Ortschaften rund um Bad Aibling getroffen. Dort sind einige Bäche über die Ufer getreten. Wir haben hier einige Bilder für Sie.

Bildergalerie: Der Dauerregen und seine Folgen an der Mangfall und dem Jenbach

+++

Update 4. August, 14.12 Uhr

Entspannung in Traunstein – Pegel an der Traun sinkt langsam

Der Scheitelpunkt ist wohl erreicht und es gibt eine vorsichtige Entwarnung für Traunstein: Der Pegel der Traun sinkt auf 2,25 Meter (Stand 12.30 Uhr) und liegt damit in der Meldestufe 2 von 4. Die Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Lage entspannt und der Scheitelpunkt erreicht wurde.

Im Laufe des Vormittags wurden weitere Wege gesperrt: Aktuell ist der Weg vom Wochinger Spitz Richtung Gfallermühle nicht benutzbar, da sich der Hang lockern könnte. Gesperrt sind ebenfalls der Weg von der Kammerer Brücke zum Viadukt und die Straße vom Neulinger Berg bis zur Gemeindegrenze Vachendorf.

Lesen Sie auch:

Unwetter: Wer zahlt die Schäden am Auto?

Haus versichern: In Hochwasser-Gebieten kann es teuer werden

Sobald die Gefahr vorüber ist, werden die Wege und Straßen wieder freigegeben. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer hat sich am Vormittag selbst ein Bild von der Lage gemacht und die neuralgischen Punkte begutachtet. Er appelliert weiterhin an die Bürger, die Gefahr nicht zu unterschätzen und sich von den überschwemmten Gebieten fernzuhalten.

+++

Update 4. August, 13.39 Uhr

Wasserburg und Mühldorf hoffen

Der Wasserburger Bürgermeister Kölbl sagt, die Lage sei im Griff, der Pegelstand von 600 Zentmetern sei aktuell noch nicht erreicht. Erst ab 700 Zentimetern werde es für die Stadt brenzlig.

Den Scheitelpunkt erreicht der Inn im Landkreis Mühldorf voraussichtlich in den späten Abendstunden. Er bleibt nach aktueller Vorhersage dann aber mit knapp sieben Metern in Kraiburg und Mühldorf einen Meter unter der Gefahrenmarke von acht Metern. Für Isen und Rott gibt es weiter keine Hochwasserwarnung.

+++

Update 4. August, 13.59 Uhr

Entwarnung für den Kreis Rosenheim?

Die Pegel an den kleineren Bächen und Flüssen im Kreis Rosenheim haben zu sinken begonnen. Das meldet das Landratsamt Rosenheim. Lediglich an Inn und Mangfall wird das Wasser voraussichtlich bis in den Nachmittag hinein noch leicht ansteigen. Dr. Hadumar Roch vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim sprach in Zusammenhang mit der Lage an der Mangfall von einem 10- bis 20-jährigen Hochwasser.

Viele Einsatzkräfte haben mit den Aufräumarbeiten begonnen oder sind bereits abgerückt. Beobachtet wird noch der Wuhrbach bei Wasserburg. In Kirchdorf bei Raubling sind die drei Hochwasserpumpen inzwischen im Einsatz, um den Regenwasserkanal zu entlasten. In dem Ortsteil waren einige Keller vollgelaufen.

Insgesamt waren und sind heute knapp 1200 Kräfte im Einsatz, unter anderem von den Feuerwehren, dem Technischen Hilfsdienst, der Bergwacht, dem Rettungsdient und der Wasserrettung. Die Integrierte Leitstelle meldet bisher rund 580 Einsätze. Davon entfallen knapp 400 auf den Landkreis Rosenheim, 55 auf die Stadt Rosenheim und knapp 130 auf den Landkreis Miesbach.

Update 4. August, 13.27 Uhr

B307 bei Marquartstein überschwemmt und gesperrt

Kein Durchkommen mehr von Marquartstein nach Schleching: Die B307 ist ab Raiten Richtung Marquartstein unter Wasser und für den Verkehr gesperrt.


Update 4. August, 13.16 Uhr

Heftige Überschwemmungen im Aiblinger Ortsteil Adlfurt

Besonders schlimm erwischt hat das Hochwasser am Dienstagmorgen die Bewohner vom Bad Aiblinger Ortsteil Adlfurt: „Gegen das hier war das Hochwasser von 2013 fast noch harmlos“, sagt Andrea Witt. Ihre Nachbarin Renate Pröcke kann sich nicht erinnern, dass in den vergangenen 53 Jahren jemals solche Wassermassen über die Ansiedlung im Westen der Kurstadt hereingebrochen sind.

Der Moosbach bei Adlfurt (Bad Aibling) hat zahlreiche Keller überschwemmt.

Die Adlfurter mussten am frühen Dienstagmorgen zusehen, wie das Wasser aus dem übergehenden Moosbach stieg – und zunächst ihre Gärten überflutete und dann in die Keller lief. Überall liegen Schläuche, aus denen das abgepumpte Wasser auf die Straße läuft. Sandsäcke sollen das Schlimmste verhindern.

Die Mangfall bei Götting hält es kaum noch in ihrem Flussbett.

Geliefert haben sie die Feuerwehren von Bad Aibling und Mietraching. „Die waren wirklich auf Zack, sind sofort gekommen und haben geholfen“, lobt Uwe Stegmaier. Er wohnt im Wasserhäusl, in dem Strom erzeugt wird. Der Turbinenraum steht auch unter Wasser. Nur noch wenige Zentimeter fehlen, dann wäre der Wohnbereich betroffen.

Im Bad Aiblinger Ortsteil Mietraching musste die Feuerwehr zahlreiche Keller leerpumpen.

Schlimmer hat es den Nachbarn erwischt, der gerade vorbei kommt. Acht Pumpen hat er im Keller, um der Fluten Herr zu werden. „Bei uns drückt es das Wasser bei den Steckdosen raus“, erzählt ein anderer.

+++

Update 4. August, 12.59 Uhr

Erdrutsch und Überschwemmungen bei Siegsdorf

Die Rote Traun ist in der Unterheutauer Senke bei Siegsdorf und in Hammer über die Ufer getreten. Die Weisse Traun führt etwas weniger Hochwasser.

Im Ortsteil Wernleiten hat ein kleiner Bach einen Erdrutsch verursacht, der zwei große Buche samt Wurzeln etwa 20 Meter abwärts versetzte. Die Bäume und ihr Erdreich blieben kurz vor einem Wohn- und Gewerbegebäude auf dem daneben verlaufenden Wanderweg "stehen".

+++

Update 4. August, 12.49

Aktuell gesperrte Straßen in der Region

  • B304 - Wasserburg am Inn - Freilassing zwischen Traunstein und Surberg Überflutungen, beide Fahrtrichtungen gesperrt
  • B304 - Wasserburg am Inn - Freilassing zwischen Traunstein und Abzweig nach Thalmann in beiden Richtungen Gefahr durch Überflutung
  • A8 - München - Salzburg Ausfahrt Anger gesperrt, Hochwasser
  • A8 - Salzburg - München zwischen Frasdorf und Achenmühle wieder offen
  • A8 - München - Salzburg Ausfahrt Neukirchen Ausfahrt gesperrt, Überflutungen
Die A8 bei Frasdorf ist am Dienstagvormittag stellenweise immer wieder überflutet.

+++

Update 4. August, 12.47 Uhr

Aktuelle Streckensperrungen der Bahn

Die Strecke ist leider zwischen Prien und Aschau gesperrt. Grund: Überflutung. Ein Busnotverkehr ist derzeit wegen Witterungseinflüssen auch nicht möglich.

Streckensperrung Siegsdorf - Ruhpolding: Die Strecke ist leider zwischen Siegsdorf und Ruhpolding gesperrt. Grund: Überflutung. Züge verkehren derzeit nur zwischen Traunstein und Siegsdorf. Ein Busnotverkehr im Abschnitt Siegsdorf - Ruhpolding ist derzeit wegen Witterungseinflüssen auch nicht möglich. Update folgt.

+++

Update 4. August, 12.40 Uhr

Chiemsee-Region bereitet sich auf Mückenplage in Überschwemmungsgebieten vor

Chiemsee - Durch das Hochwasser in Flüssen und Bächen wird auch der Chiemsee-Pegel in den nächsten Tagen mit Verzögerung noch weiter steigen. Wenn in Ufernähe Wiesen überschwemmt werden, schlüpfen dort Milliarden Steckmücken. Der Abwasser- und Umweltverband (AUV) Chiemsee, Zusammenschluss aller zehn Anliegergemeinden, wappnet sich schon, um eine Mückenplage am Chiemsee zu verhindern.

Am Donnerstag reisen vier Biologen der Firma Icybac vom Niederrhein an, mit der der AUV bei der Mückenbekämpfung seit 1998 zusammenarbeitet. Sie werden sich am Wochenende ein Bild über die Zahl der Mückenlarven in den Überschwemmungsgebieten machen. AUV-Geschäftsführer Thomas Weimann geht fest davon aus, dass eine Mückenbekämpfung nächste Woche notwendig wird, berichtete er am Dienstag Vormittag nach Absprache mit AUV-Vorsitzendem Andreas Fenzl der Chiemgau-Zeitung.

+++

Update 4. August, 12.23 Uhr

Innradweg und Innfähre in Mühldorf gesperrt

Wenn die Prognosen stimmen, bleibt die Stadt Mühldorf von größeren Überschwemmungen verschont. Feuerwehrkommandant Martin Straßer spricht von gut sechs Metern, die es nach derzeitigen Stand am Inn werden sollen. "Der Innradweg ist schon gesperrt, die Innfähre auch", sagt er zu den bisherigen Auswirkungen.

Der Pegel am Inn bei Mühldorf steigt. Die dortigen Einsatzkräfte beobachten die Situation in Rosenheim genau. Denn von dort kommt mit etwas Abstand die Welle.

Lesen Sie auch:

Flut in Bayern: Bäche werden zu Strömen - Lage regional extrem

Mehr sollte aber nicht passieren: "Wenn der Pegel nicht über sechs Meter steigt, müssen wir keine Straßen sperren", auch Häuser bleiben dann verschont. Trotz der Vorhersage bleibt die Feuerwehr aufmerksam: "Wir beobachten den Pegel an der Mangfall und bei Rosenheim genau", sagt er. Denn das Hochwasser aus diesem Bereich kommt bekanntlich mit zeitlicher Verzögerung auch in Mühldorf an.

Update 4. August, 12.12 Uhr

Rote Brücke in Wasserburg gesperrt

Wie bereits von der Stadt angekündigt, ist die Rote Brücke in Wasserburg seit 11.45 Uhr für den Verkehr gesperrt. Ein Bagger entfernt das angeschwemmte Treibholz und die dicken Stämme, die sich an den Brückenpfeilern sammeln, so dass sich kein Damm bilden kann.

Ein Bagger entfernt Treibgut an der Roten Brücke in Wasserburg. Die Brücke ist seit 11.45 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt.

+++


Update 4. August, 12.04 Uhr

Nußdorf sichert sich gegen Überflutung

Über die Ufer getretene Bäche und Überschwemmung erlebt Nußdorf am Inn in den frühen Morgenstunden und am Vormittag des 4. August. Ein Großteil dieser Wassermenge floss schließlich über den Steinbach, der durch den Ort führt in den Inn ab.

In der Spitze zeigte der Pegel im Mühltal einen Wasserstand von 151 Zentimeter an und überschritt damit knapp die Marke des jährlichen Hochwassers. Zum Vergleich dazu lag er bei der letzten Hochwassersituation am 2. Juni 2013 bei 131 Zentimeter.

Danach wurde mit der Planung der Steinbachsanierung begonnen, die seit einige Wochen umgesetzt wird. Dadurch, dass bereits jetzt schon dem Bach ein breiteres Bett zur Verfügung steht, konnte es bereits besser und schneller abfließen. „Probleme haben wir an dieser Stelle mit dem Hochwasserschutz, weil die Randbefestigung noch nicht vorhanden ist“, erklärte Nußdorfs Erster Bürgermeister Sepp Oberauer, der gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt und der Feuerwehr die vom Hochwasser betroffenen Schwerpunkt koordinierte.

Als Sofortmaßnahme wurden zentnerschwere Steine zur provisorischen Befestigung herangefahren. Als Nadelöhr stellte sich der noch nicht sanierte Übergang zum Inn heraus. Hier bangten die Einwohner darum, dass sie von den Fluten verschont bleiben.

Da sich die Wassermassen nur wenige Zentimeter unterhalb der Nußdorfer Brücken herschob und relativ viel Treibgut mitführte, bestand hier die Gefahr, dass das Treibgut einen ungewollten Damm bildet.

Im Ortsteil Haus trat der Labach über die Ufer und löste eine Mure aus. Die RO1 zwischen Nußdorf und Hinterberg wurde von wilden Bächen aus dem Heuberggebiet überflutet. So hatte auch die Feuerwehr viel damit zu tun, Wasser aus Kellern abzupumpen.

+++

Update 4. August, 11.41 Uhr

Bergwacht rettet Kinder und Jugendliche im Jenbachtal

12 Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren waren in Begleitung von drei Betreuern bei einem Wildniscamp im Jenbachtal. Um 3 Uhr nachts alarmierten die besorgten Betreuer die Bergwacht, da der Wasserstand bedenklich anstieg. Die richtige Entscheidung in dem Moment, so Bereitschaftsleiter Matthias Eggersberger.

Einsatz im Jenbachtal: Die Bergwacht musste eine Kindergruppe im Dauerregen aus einem Wildniscamp retten.

Bergwachtkräfte rückten aus, um die Camper über den Malerwinkelsteig zu evakuieren. Die Kinder wurden im Bergwachthaus in Bad Feilnbach untergebracht. "Für die Kinder war es eher ein Abenteuer, keiner hatte Angst", so Eggersberger. Um 5 Uhr gab es beim Bäcker frische Brezen für die Abenteurer.

+++

Update 4. August, 11.36 Uhr

Gespanntes Warten in Mühldorf: Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft

"Wir warten auf die Welle", sagt Mühldorfs Kreisbrandrat Harry Lechertshuber zur Situation im Landkreis Mühldorf. Bislang seien noch keine größeren Einsätze der Feuerwehr notwendig gewesen, Lechertshuber weiß nur von einer Meldung aus Zeiling bei Taufkirchen, wo wohl ein Bach eine Straße überflutet haben soll. Die Feuerwehr sei vor Ort, um die Stelle verkehrstechnisch abzusichern, die Straßenmeisterei sei unterwegs, um zu übernehmen.

45 Liter auf den Quadratmeter - das hat OVB-Mitarbeiterin Marianne Fill aus Sonham bei Taufkirchen seit gestern Abend gemessen. Der Starkregen ist dafür verantwortlich, dass der Gallenbach die Kreisstraße zwischen Taufkirchen und Waldhausen überflutet hat. Jetzt hofft man auf eine Entspannung der Situation, der Regen scheint immer mehr nachzulassen.

Die Feuerwehr Kraiburg wartet noch ab. Kommandant Günther Stuiber sagt: "Es ist alles entspannt." Auf 5,55 Meter beziffert er derzeit den Pegel bei Kraiburg, das in der Vergangenheit häufiger von Hochwassern heimgesucht worden ist. Für die nächsten Stunden rechnet Stuiber allerdings nicht mit einer Gefahr: "Die Vorsehrsage geht auf etwa sieben Meter, das macht uns noch kein Problem."

+++

Update 4. August, 10.52 Uhr

Scheitelpunkt an kleineren Bächen und Flüssen im Kreis Rosenheim erreicht

Die Verkehrslage im Raum Achenmühle – Frasdorf entspannt sich langsam. Inzwischen konnte auch die parallel zur Autobahn A8 verlaufende Kreisstraße RO 5 wieder für den Verkehr freigegeben werden.

An vielen kleineren Bächen und Flüssen ist der höchste Pegelstand inzwischen erreicht. Das gilt beispielsweise für die Prien in Aschau, den Jenbach in Bad Feilnbach, den Steinbach in Nußdorf oder die Bernauer Ache. Im Raublinger Ortsteil Kirchdorf wird aus dem Litzldorfer Bach Wasser abgepumpt um ein Wohngebiet zu schützen. In Bad Feilnbach ist der Jenbach an mehreren Stellen über die Ufer getreten. Der Campingplatz dort steht mehrere Zentimeter unter Wasser. Die Bundesstraße 15 ist bei Rott wegen Überflutung gesperrt.

An den großen Gewässern Inn und Mangfall steigen die Pegel derzeit noch an. Das liegt an den längeren Fließzeiten der Wassermassen aus den jeweiligen Oberläufen.

Die Zahl der Einsätze ist auf rund 400 angestiegen. Rund 900 Kräfte sind im Landkreis Rosenheim im Einsatz.

+++

Update 4. August, 10.42 Uhr

In Prien drohen Dämme zu brechen

Der Pegel der Prien steigt immer noch, die ersten Wellen schlagen an die Brücke an der Ortseinfahrt der Marktgemeinde. In den nächsten zwei Stunden wird sich wohl entscheiden, ob die Dämme den Wassermassen standhalten und ob die Orteinfahrt aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss.

Im Priener Ortsteil Atzing kämpfen die Feuerwehren um einzelne Häuser.

Andernorts im Gemeindegebiet entspannt sich die Lage etwas. Kritisch wurde es heute Nacht gegen 4 Uhr zuerst im Ortsteil Atzing, wo der Stettner Bach überlief, der mitten durch den Ort fließt. Die Bernauer Straße war zeitweise gesperrt, weil der Reitbach überlief. Derzeit gibt es noch lange Staus, die Feuerwehr regelt den Verkehr.

Rubriklistenbild: © Roland Schmidt

Kommentare