4. August 2020

Hochwasser in der Region Rosenheim/Chiemgau: Bilder einer Überflutung

Fast zwei Tage lang hat es in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein durchgeregnet. Die Folge: Überschwemmungen und Chaos überall am 4. August 2020. Wir haben für Sie in Bildern festgehalten, was in der Region los war.

Rosenheim/Traunstein – Unzählige Überschwemmungen haben die Region Rosenheim und Chiemgau am Dienstag, 4. August 2020, getroffen, nachdem es praktisch 2 Tage lang durchgeregnet hatte.

Hier gibt es alle wichtigen Nachrichten zum Hochwasser im Ticker.

Straßen wurden überflutet. Keller liefen zu hunderten voll. Die Feuerwehren und weitere Rettungsdienste in der Region waren im Dauereinsatz. Wir haben für Sie noch einmal einen Überblick über den Hochwasser-Tag in Bildern:

Bilder aus der Region Rosenheim/Chiemgau

Bildergalerie: Hochwasser in der Region Rosenheim/Chiemgau am 4. August

Bilder von der Mangfall und vom Jenbach

Bildergalerie: Der Dauerregen und seine Folgen an der Mangfall und dem Jenbach

Bilder aus dem Inntal zwischen Rosenheim und Kiefersfelden

Bildergalerie: Wie der Dauerregen das Inntal hinterlassen hat

Bilder aus Wasserburg

Die Folgen des Dauerregens in Wasserburg in Bildern

Bilder aus dem Chiemgau

Chiemgau nach dem Dauerregen: Bildergalerie zeigt das Ausmaß

Bilder aus dem Landkreis Mühldorf

Bildergalerie: Diese Folgen hat der Dauerregen im Landkreis Mühldorf

Die wichtigsten Artikel zum Hochwasser am 4. August im Überblick:

Nach dem Hochwasser: Jetzt droht der Region eine Stechmückenplage

Sie stechen, rauben einem den Schlaf und sprengen jede gemütliche Gartenparty – und in diesem Sommer vielleicht sogar ganz besonders häufig, nachdem es in der Region flächendeckende Überschwemmungen gab. Experten prognostizieren ein Mückenjahr.

Kirchdorf bei Raubling unter Wasser

Weil der Litzldorfer Bach am Dienstag übergelaufen ist, kam es in Kirchdorf bei Raubling zu einem Hochwasser: Sämtliche Keller liefen voll und einige Straßen wurden überflutet. 63 Einsätze waren zu absolvieren. Insgesamt waren elf Feuerwehren sowie das THW Rosenheim im Einsatz.

Verkehrs-Chaos rund um Rosenheim und den Chiemsee

Durch die heftigen Regenfälle und daraus resultierenden Überschwemmungen herrschte am Dienstag (4. August) im Landkreis Rosenheim ein einziges Verkehrschaos. Nicht nur die A8 und einige Bundesstraßen sind überschwemmt.

Adlfurt von den Wassermassen erfasst

„Gegen das, was wir heute erleben, war das Hochwasser bei uns hier in Adlfurt von 2013 fast noch harmlos“, sagt Andrea Witt. Ihre Nachbarin Renate Pröcke kann sich nicht erinnern, dass in den vergangenen 53 Jahren jemals solche Wassermassen über die Ansiedlung Adlfurt hereingebrochen sind.

Hochwasser in Bruckmühl und Tuntenhausen

Auch wenn die Mangfall wie eine tobende Walze durch das Mangfalltal donnert. Sie ist nicht das Problem. In den Gemeinden Bruckmühl und Tuntenhausen waren es vor allem die kleinen Bäche, die sich in reißende Flüsse verwandelten, Wiesen, Straßen und Keller überfluteten. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Rückhaltebecken in Prien hält die Wassermassen nicht

„Das Sorgenkind „Reitbach“ scheint die Feuerwehr los zu sein“, mutmaßte die Chiemgau-Zeitung im September 2016. Sie hat sich ebenso getäuscht wie die Experten. Das riesige Rückhaltebecken im Wald zwischen dem Gewerbegebiet „Am Reitbach“ und dem Ortsteil Hoherting war in der Nacht auf Dienstag nicht riesig genug und lief über.

Hochwasser im Landkreis Traunstein

„Keller unter Wasser“ – dieses Alarmierungsstichwort war mit Abstand das häufigste, das die Feuerwehren im Landkreis Traunstein am Dienstag aus ihren Piepsern zu hören oder auf Alarmfaxen zu lesen bekamen. Ein Mega-Einsatztag!

Bad Feilnbach: Jugendliche aus Jenbachtall evakuiert

Hochwasseralarm beim Zelten: Bei starkem Regen hat die Bergwacht Bad Feilnbach am Dienstag, 4. August, im Jenbachtal um 4 Uhr zwölf Jugendliche und drei Betreuer aus dem Jugendzeltlager „Wildniscamp beim Jenbach“ evakuiert. Ein Campingerlebnis der besonderen Art.

Tiroler Ache wird zum reißenden Gebirgsfluss

Wo am Samstag die weiten Kiesbänke in der Tiroler Ache im Sonnenschein eines heißen Sommertages lagen, war am Dienstag (4. August) dann endgültig Land unter. Ausgetrocknete Bachbette im oberen Achental waren reißende Gebirgsströme und selbst über den Asphalt floss das Regenwasser Zentimeter hoch.

Wassburg schrammt knapp an der Flut vorbei

„Ich habe immer noch keine Gummistiefel an, ein gutes Zeichen“, sagt Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl bei der Pressekonferenz am Mittag des 4. August im Feuerwehrgebäude. Doch die Lage ist eng. Der Pegel am Inn liegt nur 10 Zentimeter unter der höchsten Meldestufe.

Landkreis Mühldorf hat die Pegel ständig im Blick

Der Landkreis Mühldorf bleibt vom Hochwasser derzeit fast verschont, lediglich der Gallenbach ist über das Ufer getreten.

Die Feuerwehr rechnet auch in den nächsten Stunden nicht mit einem starken Anstieg der Pegel und Überschwemmungen.

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