Himmler-Tochter gestorben

  • schließen
  • Weitere
    schließen

München – Gudrun Burwitz, Tochter des ehemaligen Reichsführer SS Heinrich Himmler, ist tot.

Sie starb bereits am 24. Mai im Alter von 88 Jahren in München, wie das Kreisverwaltungsreferat bestätigte.

Burwitz blieb der nationalsozialistischen Ideologie ihres Vaters auch nach 1945 verhaftet. Sie war in rechtsextremen und neonazistischen Kreisen aktiv, insbesondere im Verein „Stille Hilfe“, der ehemalige SS-Mitglieder in Notlagen unterstützt. Sie lebte zurückgezogen, nur ein einziges Mal gab sie einem Reporter ein Interview. 1959 erklärte die damals 30-Jährige: „Mein Vater ist heute als der größte Massenmörder aller Zeiten verschrien. Ich will versuchen, dieses Bild zu revidieren.“

Gudrun Burwitz, Jahrgang 1929, wuchs in Gmund am Tegernsee bei ihrer Mutter auf und ging in Reichersbeuern (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) zur Schule. 1952 zog sie nach München, wo sie verschiedene Tätigkeiten ausübte. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, soll sie auch zwei Jahre unter falschem Namen als Sekretärin beim Bundesnachrichtendienst gearbeitet haben. Nach der Hochzeit mit dem NPD-Funktionär Wulf-Dieter Burwitz lebte sie bis zu ihrem Tod in München.  mm

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare