Hier regieren Bayerns Grüne

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Von null auf zwei. Wolfgang Rzehak (Miesbach) und der von SPD und ÖDP unterstützte Jens Marco Scherf (Miltenberg) sind die ersten grünen Landräte in Bayern.

Beide haben ihre CSU-Vorgänger abgelöst. Die Öko-Partei ist auch kommunal eine ernsthafte Alternative geworden. Weiterer Beweis: Die Grünen stellen inzwischen 14 Bürgermeister bayernweit, sechs mehr als vor der Wahl. Mit der ehemaligen Landtagsabgeordneten Susanna Tausendfreund, die künftig Pullach (Kreis München) regiert, und Angelika Obermayr, der neuen Rathauschefin in Grafing (Kreis Ebersberg), haben es erstmals zwei grüne Kandidatinnen an die Spitze oberbayerischer Kommunen geschafft. Ihre Kollegen: Josef Lutzenberger in Utting und Alexander Hermann in Schondorf (beides Kreis Landsberg); Franz Heilmeier in Neufahrn (Kreis Freising), Georg Reinthaler in Eiselfing (Kreis Rosenheim); Wieland Gsell in Zellingen, Wolfgang Küber in Rieneck und Mario Paul in Lohr am Main (alles Kreis Main-Spessart); Helga Kindsmüller in Obersüßbach und Maria Neudecker in Wurmsham (beides Kreis Landshut); Fritz Hörner in Berolzheim (Kreis Weißenburg-Gunzenhausen); Roman Albrecht in Trunkelsberg (Kreis Unterallgäu) und Benedikt Besping in Lauf an der Pegnitz (Kreis Nürnberger Land). Laut Grünen-Landeschefin Sigi Hagl ist auch die Zahl der kommunalen Mandate gestiegen – von 1400 um mindestens 400. Für Parteienforscher Michael Weigl von der LMU München ist das kaum überraschend. Die Partei, sagt er, habe sich mit ihren Themen auch auf dem Land eine Klientel erarbeitet – etwa unter Landwirten. An einen „großen kommunalen Höhenflug“ der Grünen glaubt Weigl langfristig nicht. Die Frage sei, wer sich hinter CSU und Freien-Wähler-Gruppierungen als dritte Kraft behaupte. „Ich kann mir vorstellen, dass die Grünen da immer wieder Nadelstiche setzen werden.“  mmä

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