Heute hing Waschbär Waldemar mal wieder am See herum – und das zu einer Zeit, in der er sich sonst ins Dorf schleicht.

Heute hing Waschbär Waldemar mal wieder am See herum – und das zu einer Zeit, in der er sich sonst ins Dorf schleicht.

Statt wie sonst auf Beutezug zu gehen, hockte er im Gras, gähnte und schaute ratlos auf den See hinaus. Wir Enten wunderten uns. „Was ist mit dir los?“, quakte meine Entenfreundin Klara. „Ach, mir ist so langweilig“, brummte Waldemar und gähnte. „An normalen Tagen wäre ich jetzt im Dorf“, brummte er. Um die Zeit ist dort sonst wenig los: Die Kinder sind in der Kita oder in der Schule und viele Eltern in der Arbeit. Da kann der Waschbär ungestört auf Beutezug gehen. Doch jetzt sind viele Zweibeiner daheim. Da fällt es auf, wenn ein Waschbär herumlungert. „Neulich hat mich eine Frau mit dem Besen in der Hand vertrieben“, brummte Waldemar. „Ich traue mich nur noch nachts ins Dorf. Dann schnappe ich mir schnell, was ich brauche.“ Vorbei ist es mit dem Herumschlendern, das Waldemar so gernhatte. „Am ersten Tag ging es. Aber jetzt ist mir nur noch langweilig“, brummte er. „Jetzt reiß dich mal am Riemen!“, quakte Klara. „Weißt du nicht, dass einem oft die besten Ideen kommen, wenn einem langweilig ist?“ Waldemar sah plötzlich hellwach aus. „Meinst du?“, brummte er. „So habe ich das noch gar nicht gesehen.“ Eure Paula

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