„Helau, die Enten sind los!“ Das quakte meine Freundin Klara schon am frühen Morgen – und zwar so laut, dass sie Waldkauz Ulrich aus dem Schlaf riss.

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„Helau, die Enten sind los!“ Das quakte meine Freundin Klara schon am frühen Morgen – und zwar so laut, dass sie Waldkauz Ulrich aus dem Schlaf riss.

Der war erst vor einer halben Stunde von der nächtlichen Jagd zurückgekommen und gerade eingeschlafen. „Halt den Schnabel!“, kauzte er von seiner Baumhöhle herüber. „Pah, heute lassen wir Entendamen uns von niemandem das Quaken verbieten“, schnatterte Klara. „Schon gar nicht von so einem dahergeflogenen Kauz. Pass auf, dass wir dich nicht rupfen!“ Klara war außer Rand und Band. „So kenne ich sie gar nicht“, quakte ich zu meiner Freundin Agnes. „Sie ist doch sonst so ein Angsthase.“ Normalerweise würde sie sich nicht mit dem Kauz anlegen. „Aber heute ist Weiberfasching“, schnatterte Agnes. „Im Mittelalter war das für viele der einzige Tag, an dem Frauen das Sagen hatten.“ Da überließen sie den Männern Kinder und Haushalt – und gingen feiern. Dass Männer im Haushalt mithalfen oder Frauen wichtige Entscheidungen trafen, war damals nicht üblich. Nur an Weiberfasching war es Brauch, die Rollen zu tauschen – so wie man im Fasching früher stets eine „verkehrte Welt“ entstehen ließ. Darum „herrschte“ auch ein Faschingsprinz statt eines echten Regenten! Eure Paula

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