STREIT IN ASYLUNTERKUNFT ESKALIERT – 31-JÄHRIGER NIGERIANER IM KOMA

Heißes Fett ins Gesicht geschüttet

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Holzkirchen – In einer Asylbewerberunterkunft in Holzkirchen (Kreis Miesbach) hat eine Frau einen Mann schwer verletzt.

Ein 31-jähriger Nigerianer hatte der Frau aus Somalia an den Hintern gefasst, als sie in der Gemeinschaftsküche am Herd stand und kochte. Daraufhin nahm die 32-Jährige einen Topf mit heißem Fett und schüttete es ihm ins Gesicht. Der Mann wurde schwer verletzt. Eine Passantin brachte ihn zur Polizei Holzkirchen, die Beamten alarmierten den Notarzt.

Der Nigerianer wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach München gebracht, berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Seine Verletzungen sind schwer, etwa 20 Prozent der Haut sind verbrannt. Er liegt im Koma. Noch ist nicht absehbar, welche Schäden er davontragen wird. Die Kripo Miesbach hat die Ermittlungen aufgenommen. Gegen die Frau wird wegen schwerer Körperverletzung ermittelt, gegen den Mann wegen Beleidigung auf sexueller Grundlage.

Maria Korell, die Holzkirchner Integrationsbeauftragte, war entsetzt, als sie von dem Vorfall erfuhr. „Es ist eine tragische Sache“, sagte sie. „Für beide Seiten.“ Denn die 32-Jährige sei fix und fertig. Die junge Frau war unauffällig und galt als „gut integriert“.

Generell sei die Situation in den Wohncontainern schwierig, berichtet Korell. Aktuell wohnen dort 48 Personen auf engstem Raum zusammen. „Das ist nie einfach, unabhängig davon, ob es unterschiedliche Nationen sind.“ Einige der Flüchtlinge wohnen seit zwei Jahren in den Containern – zum Teil hatten sie noch nicht mal das Interview bei der Ausländerbehörde.

Auseinandersetzungen in Flüchtlings-Unterkünften sind keine Seltenheit. Nach Auskunft des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mussten Beamte bis zum 1. August dieses Jahres 1683 Mal ausrücken, fast so oft wie im ganzen Jahr 2015. Meist gehe es um Streitigkeiten zwischen den Flüchtlingen, sagte ein Sprecher. Marlene Kadach

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