Hans Hammer nicht des Amtes enthoben

Hans Hammer bleibt Schatzmeister der Münchner CSU.

Hans Hammer nicht des Amtes enthoben

Der Vorstand des Bezirksverbandes lehnte am Montagabend einstimmig einen Antrag ab, den Bauunternehmer und Betreiber der Schrannenhalle seines Amtes zu entheben. Hammer war parteiintern in die Kritik geraten, weil er in einem Ärztezentrum am S-Bahnhof Freiham Räume an den Abtreibungsarzt Friedrich Stapf vermietet. Auch Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) zeigte sich über den Vorgang irritiert.

Der offizielle Antrag, Hammer des Amtes zu entheben, stammte vom evangelischen Arbeitskreis in der CSU. Allgemein herrschte bei den Münchner Christsozialen aber die Meinung, es handele sich um eine Privatangelegenheit des Schatzmeisters.

Diese Auffassung kam laut Bezirksgeschäftsführer Frank Gübner auch bei der Vorstandssitzung zum Ausdruck. Es sei zwar inhaltlich kritisch über den Umstand diskutiert worden, dass Hammer eine Immobilie an einen Abtreibungsarzt vermietet. „Aber das rechtfertigt keine Parteiordnungsmaßnahme“, so Gübner. Auch aus Kreisen der CSU-Stadtratsfraktion war zu hören, dass zwar heftig diskutiert worden sei, es sich aber um eine Angelegenheit des Privatmanns Hans Hammer handele. Dies müsse man trennen. Gübner betonte, ungeachtet der Entscheidung, an Hammer festzuhalten, habe sich natürlich an der Grundhaltung der CSU zum Schutz des ungeborenen Lebens nichts geändert.  kv

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