„Habt ihr schon von dem brandgefährlichen, neuen Bewohner am See gehört?“, krächzte Waldkauz Ulrich gestern.

„Habt ihr schon von dem brandgefährlichen, neuen Bewohner am See gehört?“, krächzte Waldkauz Ulrich gestern.

Besorgt blickte er in alle Richtungen, als er davon erzählte. „Seit er da ist, kann man sich nirgends mehr sicher sein.“ Meine Entenfreundin Klara duckte sich. „Von wem sprichst du?“, quakte sie leise. „Na, von dem Lindwurm, der an den See gezogen ist“, krächzte Ulrich. „Pass auf: Der Kerl hat einen gewaltigen Appetit. Auf dem Bauernhof in der Nähe des Sees gackern sich die Hühner, er habe eine Kuh verschlungen.“ Klara zitterte wie Espenlaub. „Jetzt ist Schluss mit deinen Streichen“, schimpfte Ente Agnes. „Lindwürmer sind drachenartige Fabelwesen, die nur in der Fantasie der Zweibeiner leben.“ Ulrich war aufgeflogen. Doch das störte ihn nicht weiter. „Stimmt“, krächzte er und lachte schallend. „Klara ist mir mal wieder auf den Leim gegangen.“ Die schüttelte sich und quakte: „Welcher Leim?“ Agnes erklärte es ihr. „So schnattert man, wenn man sagen will, dass jemand auf eine Täuschung hereingefallen ist.“ Die Redewendung kommt von einem Trick, mit dem Jäger früher Vögeln nachstellten: Sie strichen Leim auf Äste und hofften, dass die Tiere darauf kleben bleiben. Sie mussten die armen Vögel dann nur noch einsammeln. Eure Paula

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