Coronavirus: 91-jähriger Bad Aiblinger tot – Bürgermeister von Großkarolinenfeld erkrankt

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Großkarolinenfelds Bürgermeister Bernd Fessler.

Die Zahl der Infizierten in der Region steigt und im Landkreis Rosenheim gibt es bereits zwei Todesopfer zu beklagen. Das Gemeindeoberhaupt von Großkarolinenfeld ist aber schon wieder au dem Weg der Besserung. 

Rosenheim/Großkarolinenfeld – Stadt und Landkreis Rosenheim haben im Zuge des grassierenden Coronavirus ein weiteres Todesopfer zu beklagen: Nach Informationen ist ein 91-jähriger Mann aus Bad Aibling, der sich mit COVID-19 infiziert hatte, der Erkrankung erlegen. Er ist das zweite Todesopfer in der Region. Auch die Zahl der gemeldeten Infizierten ist seit gestern nochmals rapide um mehr als 100 Personen angestiegen. 

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Derzeit sind 588 Menschen in Stadt und Kreis Rosenheim offiziell mit dem Virus infiziert. 15 Personen werden nach Angaben des Landkreises auf Intensivstationen betreut, mindestes 30 auf anderen Krankenhausstationen. 

Bürgermeister hat Fieber und Gliederschmerzen

Ebenfalls infiziert, aber bereits seit Donnerstag, 19. März, in häuslicher Quarantäne befindet sich Großkarolinenfelds Bürgermeister Bernd Fessler. Damit reagierte er auf Fieber und Gliederschmerzen. Seit Montag weiß er es nun genau: Er hat sich tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert und das vermutlich sogar bei einem Kollegen aus dem Landkreis. Fessler hat Verwaltung, Gemeinderat, Freunde und Familie sofort informiert. Schon in der vergangenen Woche wurden in Absprache mit dem Gesundheitsamt Vorkehrungen getroffen, wie sich mögliche Kontaktpersonen nun verhalten sollten. „Es ist schwer, diesen direkten Face-to-Face-Kontakt richtig einzuschätzen. Zudem gibt es unterschiedliche Aussagen darüber, wann genau man tatsächlich ansteckend ist“, sagt Fessler. 

Noch nie so lange krank

Deshalb wurden einige Kollegen aus der Großkarolinenfelder Verwaltung vorsorglich in Quarantäne geschickt. „Wer Symptome zeigt, wird sich sofort melden. Zehn Mitarbeiter, die die Briefwahl betreuen, hat das Gesundheitsamt vorab getestet“, informiert Fessler. Die Ergebnisse werden am heutigen Freitag erwartet. Wie der Bürgermeister arbeiten viele der Verwaltungsmitarbeiter derzeit im Homeoffice. Die Telefone sind umgeleitet. Großkarolinenfeld ist arbeitsfähig. Bernd Fessler geht es inzwischen besser. Noch hat er zwar erhöhte Temperatur, geht aber davon aus, dass er – wenn alles gut geht und er fieberfrei ist – am 2. April wieder arbeiten darf. Dann wäre seine zweiwöchige Auszeit regulär beendet. Nach neun Tagen in freiwilliger Quarantäne stört ihn vor allem eines: „So lange war ich in den 19 Jahren meiner Amtszeit noch nie krank.“

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