Die Grippewelle erfasst die Region Rosenheim – setzen Sie auf eine Impfung? 

Grippeschutzimpfung
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Eine Patientin lässt sich gegen Grippe impfen. 

Die Zahl der Erkrankten hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits mehr als verdoppelt. Experten raten zur Grippeschutzimpfung. 

Update 5. Februar:

Die Grippewelle in der Saison 2019/2020 scheint weite Kreise zu ziehen. Ende Januar wurden laut Robert Koch Institut bereits über 20.700 gemeldete Fälle in Deutschland registriert, 42 Menschen kamen wegen der Virus-Virus-Erkrankung ums Leben.

21. Januar: 

Pressemitteilung des Rosenheimer Gesundheitsamtes: 

Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass die diesjährige Grippewelle Stadt und Landkreis Rosenheim erreicht hat, berichtet der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl: „Dem Gesundheitsamt wurden seit Beginn des neuen Jahres bereits 54 Erkrankungsfälle an Virusgrippe gemeldet. 

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Im vergangenen Jahr wurden im vergleichbaren Zeitraum nur 19 Fälle gemeldet. Seit letzter Woche sind die Fallzahlen sprunghaft angestiegen. Allein am Montag registrierte das Gesundheitsamt 15 neue Meldefälle. Dies ist für uns ein Zeichen, dass die Grippewelle unmittelbar bevorsteht. Dennoch ist es auch jetzt noch nicht zu spät, sich gegen Grippe impfen zu lassen.“

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Halten Sie Abstand zu Erkrankten, akut Erkrankte sollten vor allem besonders gefährdeten Menschen, wie Schwangeren, Säuglingen, alten oder immungeschwächten Menschen, fern bleiben.

Zehntausende durch Grippe gestorben

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) verlief die Grippe-Saison 2017/2018 außergewöhnlich schwer. Nach Schätzungen des Institutes sind über 25.000 Menschen in Deutschland durch Influenza gestorben, die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren. 

Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege waren in der Grippe-Saison 2017/2018 mit knapp 44.000 Influenza-Fällen so viele Erkrankungen wie noch nie seit Einführung der Meldepflicht 2001 gemeldet worden. Auch in der Region Rosenheim wurde in der Saison 2017/2018 mit 781 Meldefällen ein Höchststand erreicht. Dagegen verlief die Grippesaison 2018/2019 bundesweit vergleichsweise moderat. In Stadt und Landkreis Rosenheim wurden 527 Meldefälle registriert.

Diese Menschen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt eine Schutzimpfung für Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. Wichtig ist diese Impfung auch für das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Zudem sollten sich auch Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel sowie Menschen, die beruflich ein erhöhtes Ansteckungsrisiko durch umfangreichen Publikumsverkehr haben, impfen lassen. Die Grippe-Impfung muss jährlich neu verabreicht werden.

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Krankenkassen übernehmen Kosten für Grippe-Impfung

Nachdem die Ständige Impfkommission 2018 ihre Impfempfehlungen dahingehend präzisiert hatte, dass generell ein Vierfach-Impfstoff empfohlen wird, hatten die gesetzlichen Krankenkassen beschlossen, die Kosten dafür zu übernehmen. „Somit ist davon auszugehen, dass auch in dieser Grippe-Saison der Impfstoff die zirkulierenden Viren besser abbildet und die Bevölkerung zuverlässiger vor einer Infektion schützt“, so Hierl.

Händewaschen schützt vor Grippe-Viren

Neben der Impfung empfiehlt Dr. Hierl einfache Hygieneregeln: „Waschen sie regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife. Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch, verwenden Sie dies nur einmal und entsorgen es anschließend. Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten. Wenden Sie sich dabei immer von anderen Personen ab. So vermeiden Sie, Sekrete in die Luft zu versprühen. Halten Sie Abstand zu Erkrankten, akut Erkrankte sollten vor allem besonders gefährdeten Menschen, wie Schwangeren, Säuglingen, alten oder immungeschwächten Menschen, fern bleiben.“

Bei Fragen zur Grippeimpfung stehen der Hausarzt oder das Team des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim zur Verfügung.

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