Gleich am Morgen kam Waschbär Waldemar zu uns Enten an den See.

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Gleich am Morgen kam Waschbär Waldemar zu uns Enten an den See.

„Mir geht die Sache mit dem blauen Pferd und den gelben Kühen nicht mehr aus dem Kopf“, brummte er – und meinte die Bilder des Malers Franz Marc. Der hat Tieren Farben verpasst, die sie in der Natur nicht haben. Denn das sieht ja sowieso jeder mit eigenen Augen. Marc und andere Maler seiner Zeit wollten lieber ausdrücken, wie die Tiere sind. Danach wurde sogar eine ganze Kunstrichtung benannt: der Expressionismus. Das lateinische Wort „expressio“ bedeutet nämlich Ausdruck. „Und was wollte dieser Franz Marc mit seinem blauen Pferd ausdrücken?“, brummte Waldemar. „Dass das arme Tier betrunken war?“ Ich lachte. „Papperlaquak“, schnatterte ich. „Marc nutzte Farben, um damit etwas sichtbar zu machen, das man mit den Augen nicht sehen kann: Gefühle.“ Stellt euch vor: Er versuchte, sich in uns Tiere hineinzuversetzen und die Welt mit unseren Augen zu sehen. So fühlte sich eine Kuh, die geschwind und fröhlich über eine Weide springt, für ihn einfach Gelb an. Dem nachdenklichen Pferd verpasste er daher mit Blau auch eine ruhige Farbe. Gelb stand bei Marc aber auch für Weiblichkeit. Vielleicht hätte er uns Enten also gelb gemalt. Eure Paula

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