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Gewalttat nach Discobesuch im Jahr 2019

Dritter Prozess wegen Vergewaltigung in Burghausen - Strafe wurde reduziert

  • Jens Zimmermann
    VonJens Zimmermann
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Bereits zum dritten Mal stand ein inzwischen 25-jähriger Mazedonier am Montag, 17. Mai, vor dem Landgericht Traunstein. Im Juli 2019 soll er eine damals 18-Jährige auf dem Heimweg von der Disco vergewaltigt haben. Das Gericht sprach ihn auch bei der dritten Prozessauflage schuldig, reduzierte aber die Strafe.

Burghausen/Traunstein - Es passierte in der Nacht auf den 7. Juli 2019: Eine damals 18-Jährige machte sich nach einem Discobesuch in Burghausen zu Fuß auf den Heimweg. Auf Höhe eines Taxiunternehmens wurde die junge Frau immer wieder von einem Mann in der Burgkirchener Straße bedrängt, obwohl sie ihn abwies. Gegen ihren Willen soll sie dann auch geküsst und begrapscht worden sein - bis sie vom Täter hinter eine Gebüschreihe gezogen und vergewaltigt worden sein soll. Auch im dritten Anlauf wurde der Angeklagte dafür schuldig gesprochen, allerdings wurde die Strafe reduziert.

Drittes Verfahren wegen Vergewaltigung in Burghausen - Strafe reduziert

Beim ersten Prozess wurde der Angeklagte für fünf Jahre verurteilt, beim zweiten Prozess - wegen Formalitäten erneut aufgerollt – bestätigte das Landgericht Traunstein dieses Urteil. Nun kam es aufgrund einer Revision der Verteidigung zu einem dritten Verfahren. Zwar sah das Gericht weiterhin keinen Zweifel an der Schuld des 25-Jährigen, dennoch wurde die Strafe auf drei Jahre und neun Monate reduziert.

Dies sei für Verteidiger Josef Neuberger ein wichtiger Punkt gewesen. „Mit der Freiheitsstrafe wird man leben können, zumal inzwischen ja schon 22 Monate Untersuchungshaft vergangen sind“, berichtet der Anwalt gegenüber innsalzach24.de. Sobald Zwei-Drittel der Strafe verbüßt sind und eine Chance auf zukünftige Straffreiheit gesehen wird, könnte sein Mandant unter Umständen bereits Ende des Jahres entlassen werden.

Bundesgerichtshof bemängelt Höhe des Strafmaßes

Bereits nach dem ersten Urteil wurde Revision eingelegt. Beim zweiten Prozess wurde der Schuldspruch bestätigt. „Der Bundesgerichtshof hat aber nun in der Höhe des Strafmaßes von fünf Jahren in beiden Prozessen Mängel gesehen“, erklärt Neuberger. Das Urteil vom 17. Mai ist nun aber rechtskräftig.

Zwar hätte der Angeklagte auch im dritten Verfahren kein Geständnis abgelegt, weil es seiner Ansicht nach anders abgelaufen sei. Doch im Vorfeld der Verhandlung wurde vom Gericht nochmal ein Gutachten in Auftrag gegeben worden. „Dabei ist die Persönlichkeitsstruktur des 25-Jährigen und die Alkoholisierung des Angeklagten und der Geschädigten im Mittelpunkt gestanden. Dies hat aber offenbar zur Reduzierung der Strafe geführt“, erläutert Neuberger abschließend.

jz

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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