Als ich gestern am Ufer hockte, musste ich wieder an Waschbär Waldemar denken.

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Als ich gestern am Ufer hockte, musste ich wieder an Waschbär Waldemar denken.

Ich hatte mit ihm über die „Gezeiten“ geschnattert, also über Ebbe und Flut. Jetzt wollte er wissen, warum sich das Meer zurückzieht und wiederkommt. „Schuld daran ist der Mond.“ Waldemar war verwirrt. „Der ist doch weit weg im All“, brummte er. „Was hat er mit dem Meer zu tun?“ Ich lachte. „Viel“, quakte ich und erklärte ihm, dass es eine Kraft gibt, die verhindert, dass wir von der kugelförmigen Erde purzeln. Sie zieht uns wie ein Magnet zum Mittelpunkt der Erde. Eine solche „Schwerkraft“ gibt es auf allen Himmelskörpern. „Sie ist umso stärker, je größer und schwerer diese sind“, quakte ich. Darum ist die Schwerkraft auf der Erde stärker als die auf dem kleineren Mond.

Der bewegt sich um die Erde. Dabei ziehen sich Erde und Mond gegenseitig an. Je näher der Mond der Erde kommt, desto stärker ist die Kraft, mit der er die Erde anzieht – und damit auch das Wasser im Meer. „So entsteht eine Art Flutberg auf einer Seite der Erde“, quakte ich. Weil sich die Erde zugleich um ihre eigene Achse dreht – für eine Runde braucht sie einen Tag – taucht sie unter dem Flutberg immer wieder hindurch. So entstehen Ebbe und Flut, die jeweils etwas mehr als 12 Stunden dauern. Eure Paula

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