Gestern war ich mit meiner Entenfreundin Klara auf dem Bauernhof in der Nähe.

Gestern war ich mit meiner Entenfreundin Klara auf dem Bauernhof in der Nähe.

Wir schnatterten mit Kuh Alma, als Möwe Anina angeflattert kam: „Moin, Moin, ihr Wattwürmer. Wie geht’s?“ Alma war verwirrt. „Mir geht’s gut. Ich bin aber kein Wattwurm – und weiß auch gar nicht, was das sein soll“, muhte sie. „Das war ein Wítz“, sagte Anina. „Aber Wattwürmer gibt es wirklich.“ Die Möwe verriet uns, dass diese Tiere in der Nordsee im sandigen Meeresboden leben – im Watt. Das ist der Bereich an der Küste, der bei Flut unter Wasser liegt und bei Ebbe weitgehend trocken fällt. „Dort hinterlassen sie überall kleine Häufchen, die ein wenig wie Spaghetti aussehen“, quakte ich. Denn: Jeder Wurm lebt in einer U-förmigen Röhre, die bis zu 30 Zentimeter in den Boden reicht – und zwar unten im flachen Teil. Von dort erzeugt der Wurm einen Wasserstrom, der von hinten nach vorn durch die Röhre fließt. Der nährstoffreiche Sand rieselt den einen senkrechten Gang hinunter, zum vorderen Ende des Wurms. Dort nimmt er ihn mit dem Rüssel auf. Um den gefilterten Sand wieder loszuwerden schiebt sich der Wurm rückwärts die andere Röhre hinauf – und drückt kurz vor der Oberfläche den Kot nach oben und der sieht wie ein Spaghetti-Haufen aus. Eure Paula

Kommentare