Gestern machten wir Tiere das, was ihr Zweibeiner ...

Gestern machten wir Tiere das, was ihr Zweibeiner gerade nicht dürft: Wir hockten in einer Gruppe am See – meine Entenfreundin Klara und ich, zudem Waldkauz Ulrich und Waschbär Waldemar.

Gestern machten wir Tiere das, was ihr Zweibeiner gerade nicht dürft: Wir hockten in einer Gruppe am See – meine Entenfreundin Klara und ich, zudem Waldkauz Ulrich und Waschbär Waldemar.Wir bewunderten ein rotes Seidentuch, das Klara von einer Zweibeinerin zu ihrem Schlüpftag geschenkt bekommen hat. „Das ist aber hübsch!“, quakte ich. „So eins hätte ich auch gern. Das sieht so weich aus. Da kann man nachts bestimmt wunderbar darauf schlafen.“ Klara legte den Kopf schief. „Ach, das freut mich, dass es euch auch so gut gefällt wie mir“, schnatterte sie. „Und dieser Stoff ist wirklich wunderbar. Aber wisst ihr eigentlich, wie Seide entsteht?“ Waschbär Waldemar schüttelte den Kopf. Ulrich wusste es zum Glück. „Seide wird von Tieren hergestellt: von den Raupen des Seidenspinners.“ Ehe aus so einer Raupe ein Schmetterling wird, muss sie sich „verpuppen“. Dazu bildet sie eine Hülle um ihren Körper, die man „Kokon“ nennt – und der besteht bei der Seidenspinner-Raupe aus Seide. Aus einem einzelnen Kokon lässt sich ein Faden gewinnen, der bis zu 900 Meter lang ist. Daraus machen Zweibeiner Stoff. Damit ein Tuch so schön rot wird wie das von Klara, wird es eingefärbt – von Natur aus ist Seide weiß. Eure Paula

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