Gestern habe ich ein verlassenes Rehkind im hohen Gras gefunden.

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Gestern habe ich ein verlassenes Rehkind im hohen Gras gefunden.

Es war still und machte sich klein. Neugierig starrte mich das Kitz mit dunklen Augen an. Sein braunes Fell hatte viele helle Punkte. Das Rehkind war wohl erst wenige Tage alt. Umso mehr wunderte ich mich, dass ich kein erwachsenes Reh sah. „Hast du deine Mama verloren, soll ich sie suchen?“, quakte ich. „Nicht nötig“, flüsterte das Kitz. „Und quak bitte leiser. Wir Kitze müssen uns verstecken.“ Wie sich herausstellte, war das Kleine nicht verlassen. „Meine Mama kommt jeden Tag zu mir“, flüsterte es. „Dann trinke ich Milch bei ihr.“ Den Rest des Tages soll es sich ins Gras ducken und nicht auffallen. „Das ist gefährlich.“ Darum ist es besser, dass die Mama meist nicht da ist: Sie könnte durch ihre Größe Angreifer anlocken. Doch manche Zweibeiner bringen so ein scheinbar verlassenes Kitz zum Tierarzt oder Jäger. Wurde das Kitz aber angefasst, riecht es nach Mensch. Dann kommt die Rehmama auch dann nicht zurück, wenn man das Kitz wieder ins Gras setzt. Eure Paula

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