Als ich gestern an der Biberburg vorbeiwatschelte, hörte ich Frau Dr.

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Als ich gestern an der Biberburg vorbeiwatschelte, hörte ich Frau Dr.

Raspelzahn darin empört schimpfen. „Das ist unerhört“, rief die Biberin. „Wann wird man endlich auf mich hören und eine Lizenz zum Bäumefällen einführen?“ Wenig später schlüpfte sie aus ihrer Burg und sah mich am Ufer. „Ah, meine liebe Entendame“, rief sie. „Haben Sie das gelesen?“ Sie hielt eine alte Zeitung in den Pfoten, die sie auf einer Bank am Ufer gefunden hatte und mir jetzt in die Flügel drückte. Ich entdeckte eine kleine Meldung – und verstand, was die Biberin erzürnt hatte. „Das ist aber mal ein dickes Ding“, quakte ich. Frau Dr. Raspelzahn nickte. „Genau genommen war es sogar zwanzig Zentimeter dick“, sagte sie – und meinte einen Baumstamm, den ein Biber kürzlich in Baden-Württemberg gefällt hat. Der Baum wuchs leider nah an einer Autobahn. „So einen würde ich ohnehin nie fällen“, sagte Frau Dr. Raspelzahn. Der Biber in Baden-Württemberg hatte den Stamm zudem so ungeschickt benagt, dass dieser in Richtung Fahrbahn zu Boden fiel – und noch ein Stück auf die Straße ragte. Zum Glück haben Zweibeiner das rechtzeitig bemerkt, sodass kein Unfall passiert ist. „Trotzdem finde ich, dass jeder Biber einen Baumfäll-Schein machen sollte“, sagte Frau Dr. Raspelzahn. Eure Paula

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