Gestern Abend watschelte ich am See entlang, als mich von hinten etwas anstupste.

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Ich drehte mich um – da standen mir die Federn zu Berge. Vor mir stand ein weißes Gespenst.

Ich brauchte einen Moment, dann fiel mir auf, dass vor mir nur jemand unter einem Tuch flatterte. Ich trat darauf – und es rutschte zu Boden. „Wie schade!“, quakte es da. Es war meine Entenfreundin Klara. Jedes Jahr wartet sie sehnsüchtig auf die Nacht vor dem 1. November. Denn dann ist Halloween, die Nacht der Gespenster und Dämonen.

„Ihr mit eurem neumodischen Ami-Schmarrn“, blubberte es da neben mir. Es war der Karpfen Franz-Josef. Ein bisschen Recht musste ich ihm dabei geben. Denn in meinen Kükentagen war Halloween vor allem in Amerika beliebt.

„Allerheiligen, des is a stade Zeit“, blubberte Franz-Josef. An dem Tag, der allen Heiligen gewidmet ist, gedenken die Menschen den Verstorbenen. Halloween will da nicht so recht passen.

„Es passt sogar sehr gut“, krächzte es da von oben. Waldkauz Ulrich mischte sich ein. „Genauso wie der Fasching zur Fastenzeit passt“, kauzte er weiter. Bevor das Fasten vor Ostern beginnt, geht es noch einmal hoch her. Genauso wie vor dem frommen Allerheiligenfest. „Und das von Alters her“, kauzte Ulrich. Denn Halloween hat seinen Ursprung nicht etwa in Amerika, sondern im katholischen Irland. Eure Paula

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