Wie gern belausche ich Spaziergänger am See!

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Wie gern belausche ich Spaziergänger am See! Gestern sah ich eine Mama mit Kind am Ufer stehen.

„Kann ich einen Keks haben?“, fragte der Bub – und die Mama holte eine Packung hervor. „Krieg ich noch einen? Bitte, bitte!“, bettelte der Bub wenig später. „Einen noch, aber dann ist Schluss!“, sagte die Mutter. „Sonst wirst du noch ein richtiger Vielfraß!“ Das ist natürlich eine Redensart – und die kommt von einem Tier, wie mir meine Entenfreundin Agnes später quakte: dem Vielfraß. Der gehört zu den Mardern. Er sieht aber eher wie ein kleiner, flauschiger Bär aus. „Er kann 50 Kilometer am Stück laufen und wiegt bis zu 30 Kilo“, quakte Agnes. Er lebt im Norden Europas und Kanadas – er mag es also eher kalt. Der Vielfraß ist nicht gerade ein Angsthase: Vor allem, wenn es um sein Futter geht, kennt er keinen Spaß. Das verteidigt er mit seinen langen Krallen und mit einer stinkenden Flüssigkeit, die er versprüht. Dabei ist der Vielfraß nicht verfressener als andere Tiere, auch wenn man ihm das nachsagt. Doch schleppt er alles Fressbare in sein Versteck und legt Vorräte an. Das könnte ihm den Namen eingebracht haben. Er hat nämlich auch in anderen Ländern Namen, die auf seine angebliche Fresslust anspielen. Eine andere Erklärung: Sein deutscher Name kommt von „Fjellfraß“. So heißt er im Norwegischen. Übersetzt bedeutet das „Felskatze“. Eure Paula

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