NATURSCHÜTZER ÄRGERT DER STRAßENBAU IN OBERBAYERN

Gemischte Bilanz

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München – Der Bund Naturschutz hat ein gemischtes Fazit über seine Arbeit 2016 in Oberbayern gezogen.

„Besonders bitter“ seien Misserfolge beim Kampf gegen weitere Gewerbegebiete und Straßen, erklärte Regionalreferentin Christine Margraf. So scheiterte eine Klage gegen ein Gewerbegebiet in Tittmoning (Kreis Traunstein), obwohl dort der Kiebitz brütet. Auch den Baubeginn für die Ostumfahrung von Grafing (Kreis Ebersberg) und die Westtangente von Freising zählen die Naturschützer zur Negativbilanz. Dass solche Straßen nicht viel bringen, sehe man an der eröffneten Ortsumfahrung von Weßling („hoher ökologischer Schaden, geringer verkehrlicher Nutzen“). Ebenfalls schwierig war der Erhalt von Landschaftsschutzgebieten – eines in Hausham wurde verkleinert, gegen einen ähnlichen Vorstoß im Landkreis Rosenheim läuft eine Klage.

Teilerfolge konnten vor Gericht beim Schutz von Flüssen und Auen erzielt werden – so wurde ein geplantes Wasserkraftwerk an der Ramsauer Ach verhindert. „Sehr erfolgreich“ seien zahlreiche Artenschutzprojekte angelaufen, etwa im Palsweiser Moos im Landkreis Dachau. Christine Margraf kündigte an, 2017 unter anderem den Einsatz für „mehr Waldwildnis“ und mehr Gewässer-Randstreifen in Oberbayern zu einem Schwerpunkt der Arbeit zu machen.  dw

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