INITIATIVE FORDERT UMKEHR BEI DER LANDESENTWICKLUNG

Gegenwind für Söder

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München – Unter dem Stichwort „Das bessere LEP für Bayern“ hat sich in München eine Initiative von Wissenschaftlern gegründet, die den bayerischen Weg bei der Landesentwicklung harsch kritisiert.

Konkret gefordert wird, nach der Landtagswahl ein komplett neues Landesentwicklungsprogramm (LEP) zu entwerfen. Dies müsse das Ziel der Parteien im Landtag sein, sagt die Landschaftsarchitektin Andrea Gebhard, die als Landesvorsitzende der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung an einem ersten Konzept mitgeschrieben hat. „Bayern muss vom Kopf wieder auf die Füße gestellt werden.“

Das Papier soll am 7. Juni vorgestellt und auch an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geschickt werden. Söder hatte in seiner Zeit als Heimat- und Finanzminister Änderungen des LEP angestoßen, etwa eine Lockerung des Anbindegebots, damit Gewerbegebiete abseits von Ortschaften leichter ausgewiesen werden können. Neben dem Anbindegebot müssten auch Themen wie Flächenfraß, eine andere Mobilität und die zunehmende Zersiedlung der Landschaft angepackt werden, sagt Gebhard. Die Initiative wird auch von Holger Magel von der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum unterstützt, außerdem sind zum Beispiel die Bayerische Ingenieurekammer, der Bund Deutscher Architekten und die Bundesstiftung Baukultur Mitglied der Initiative. dw

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