Das Gedenken als Lebensaufgabe

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Barbara Distel hat die KZ-Gedenkstätte Dachau über 30 Jahre geleitet. Foto: dpa

München/Dachau – Barbara Distel, von 1975 bis 2008 Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, wird 75 Jahre alt.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) würdigte in einem Glückwünschschreiben zum „bevorstehenden Geburtstag“ ihre „außerordentlichen Verdienste um die Gestaltung und Fortentwicklung unserer Erinnerungskultur“. Als Mitarbeiterin, bereits in den 1960er-Jahren, und später als Leiterin der KZ-Gedenkstätte vor den Toren der Stadt München habe sie einen der bedeutendsten Gedenk- und Erinnerungsorte weltweit geschaffen.

Zugleich habe sich die ausgebildete Bibliothekarin um die wissenschaftliche Erforschung der Geschichte der Konzentrationslager der Nationalsozialisten verdient gemacht, so Reiter. Gleiches gelte für die Darstellung und Vermittlung des Themas für die Allgemeinheit. Ihrem großen persönlichen Einsatz sei es auch zu verdanken, dass es heute eine Selbstverständlichkeit sei, ein würdiges Gedenken gemeinsam mit den Überlebenden, deren Nachkommen und einer breiten Öffentlichkeit generationenübergreifend zu gestalten.

Bis heute profitiere die Institution der KZ-Gedenkstätte Dachau von dem unter ihrer Leitung aufgebauten internationalen Netzwerk, vom Archiv und von den vielen auf Distel zurückgehenden Publikationen. Distel ist Trägerin des Geschwister-Scholl-Preises, den sie mit dem Historiker Wolfgang Benz erhielt. Geehrt wurde damit ihre gemeinsame Herausgeberschaft der Dachauer Hefte.  kna

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