Fund aus der NS-Zeit

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Uniformreste der italienischen Armee entdeckt. Olching – Im Graßlfinger Moos auf dem Gelände eines Gutes bei Esting (Kreis Fürstenfeldbruck) hat ein Hobbyhistoriker etwa 4000 Metallgegenstände aus der NS-Zeit gefunden – Ausrüstungsreste italienischer Elitesoldaten, so genannter Alpini-Brigaden, die im Zweiten Weltkrieg an der Seite der deutschen Wehrmacht kämpften.

Thomas Skroch (53), Inhaber der Firma „Deep Scan Detectors“ in Bergkirchen, barg hunderte von Abzeichen aus Metall, tausende Koppelschlösser von Uniformgürteln, außerdem Essbestecke und Knöpfe, aber auch Munition.

Erklären kann er den Fund nicht. „Da sind viele Ungereimtheiten“, sagt Skroch. Auch ein Verbrechen schließt er nicht aus – schließlich wechselte Italien nach dem Sturz Mussolinis 1943 die Seiten, abertausende italienische Soldaten wurden Zwangsarbeiter, viele kamen auch in ein KZ.

Der Historiker Thomas Schlemmer vom Institut für Zeitgeschichte München hält ein Verbrechen aber für „eher unwahrscheinlich“, zumal auch keine Knochenreste entdeckt wurden. Eventuell seien die Funde Überreste eines Bekleidungslagers, das die Wehrmacht auf Gut Graßlfing unterhielt. Notwendig seien aber weitere Forschungen. „Da müssen jetzt Experten ran.“ eva dobler

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare