Rettungskräfte baff

Keine Lust auf Stau: Frau (22) wendet mitten auf A7, baut Unfall - und haut durch Rettungsgasse ab

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Sollte nicht zum Wenden genutzt werden: Rettungsgasse (Symbolbild).

Diese Aktion macht Rettungskräfte und Polizei einfach nur noch fassungslos: Weil sie im Stau landetet, wendet eine 22-Jährige einfach mitten auf der Autobahn - und fährt durch die Rettungsgasse zurück.

Füssen - Ihre Ungeduld wird eine junge Autofahrerin voraussichtlich teuer bezahlen müssen. Die 22-Jährige stand am Sonntag im Stau, weil die Autobahn 7 bei Füssen zeitweilig gesperrt war. Die Frau hatte keine Lust zu warten und wendete kurzerhand ihren Pkw. 

Lesen Sie auch: Explosion bei Gas-Raffinerie nahe Ingolstadt: Behörde ruft Katastrophenalarm aus

Dabei beschädigte sie ein anderes Fahrzeug und flüchtete dann entgegen der Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse. Aufgrund von Zeugenaussagen konnte die Frau jedoch ermittelt werden. Sie erwartet jetzt ein Strafverfahren, ihr drohen Führerscheinentzug und eine Geldstrafe.

Offenbar sind mehrere Autofahrer durch Rettungsgasse gefahren

Das Polizeipräsidium Schwaben Südwest spricht in seiner Pressemitteilung sogar von mehreren „Unverantwortlichen“, die so gehandelt haben. Ob alle erwischt worden sind, ist nicht bekannt. Die Rettungsgasse war dagegen „hervorragend“ gebildet, schreibt die Polizei weiter. Offenbar zu einladend für einige Autofahrer.

Chaos auf A7: Geisterfahrer und Spaziergänger

Drei weitere Autofahrer haben dagegen durch eine andere Glanzleistung auf sich aufmerksam gemacht. Sie schafften es, „ihre Autobatterie während der Standzeit zu leeren und sorgten zusätzlich für Behinderungen beim Wiederanrollen des Verkehrs“.

Andere sorgten während der Sperre für gefährliche Situationen, weil ganze Fahrzeugbesatzungen ihr Auto verließen und zu Fuß auf der Fahrbahn unterwegs waren.

Reh-Wahnsinn am Tunnel - das war der Grund für den Stau

Und das war der Grund für den Stau: Spaziergänger entdeckten drei Rehe, die sich entlang der Fahrbahn in Richtung Süden bewegten und offensichtlich einen Ausgang suchten. Die dazu anfahrende Streife konnte die scheuen Tiere dann etwa 1,5 km nach dem Reinertshofer Tunnel in Richtung Norden entdecken. 

Polizisten versuchen Tiere bei starkem Reiseverkehr einzufangen

Auf Grund des starken Reiseverkehrs gab es keine Möglichkeit Nahe an die Tiere heranzukommen. Dazu kam es immer wieder zu Notbremsungen, wenn ein Fahrzeugführer die Tiere ebenfalls sah. Um die Gefahr eines Massenunfalls zu beheben wurde die Autobahn für beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Mit Unterstützung der Autobahnmeisterei und des THW wurde der Wildschutzzaun etwas abgesetzt auf einer größeren Breite geöffnet. 

Achtung: Der ADAC warnt vor vermehrten Staus wegen der vielen Ferienenden - alle News in unserem Stautickter.

Autobahn gesperrt - Wildzaun entfernt

Nun galt es noch die Rehe durch eine Treibkette aus Verkehrspolizei, Bundespolizei und THW durch diese Lücke hinauszutreiben. Dies gelang gegen 13:20 Uhr. Nun konnte die Fahrbahn in Richtung Süden wieder frei gegeben werden. In Richtung Norden war die Fahrbahn noch etwa 30 Minuten länger gesperrt, bis die Kräfte den Wildschutzzaun wieder geschlossen hatten und eine gefahrlose Fahrt möglich war. 

dpa/lby/kmm

Auch interessant (via Merkur.de*): Berliner brettert durch Rettungsgasse, fährt Polizisten an - und dreht dann richtig durch. Sowie: Mit Victory-Zeichen brettern vier Araber am Irschenberg durch Blitzer. Sowie ganz aktuell: Mit Lemming-Effekt - so bringt die Polizei Autofahrern die Rettungsgasse bei. 

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktion-Netzwerks.

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Kommentare