Am frühen Morgen ist es meist ruhig am See.

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Am frühen Morgen ist es meist ruhig am See. Ich habe mein Morgenbad normalerweise längst hinter mir, wenn die ersten Zweibeiner kommen.

Diesmal war es anders: Ich war kaum aus dem Nest geklettert, streckte gerade die Flügel und wischte mir damit den Schlaf aus den Augen. Da hörte ich in der Nähe zwei helle Stimmen. Wenig später bemerkte ich zwei Zweibeinerinnen mit Körben. Sie bückten sich immer wieder, rupften Pflanzen ab und legten sie in ihre Körbe. „Was die wohl damit wollen?“, fragte ich. „Am Donnerstag ist Mariä Himmelfahrt“, erklärte mir Ente Agnes. „Zu diesem Feiertag gibt es den Brauch, Kräuterbuschen zu binden.“ Katholiken feiern an Mariä Himmelfahrt nämlich, wie Maria, die Mutter Jesu, nach ihrem Tod in den Himmel gekommen ist. Dazu erzählt man sich folgende Geschichte: Die Jünger Jesu wollten das Grab Marias besuchen. Doch statt der Verstorbenen fanden sie darin wohlriechende Kräuter. Daran sollen die Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt erinnern: Zu so einem Strauß gehört meist eine Rose, die symbolisch für Maria steht. Dazu kommen weitere Kräuter, die man im Garten oder eben bei einem Spaziergang findet. „Zum Beispiel Pfefferminze, Rosmarin, Spitzwegerich und Königskerze.“ Eure Paula

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