PRIVATBAHNEN KRITISIEREN ZUSTAND VON NEBENSTRECKEN

Frühe Warnung

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München/Aichach – Der Druck auf die Deutsche Bahn, mehr in ihre Nebenstrecken zu investieren, ist nach dem Bahnunglück von Aichach größer geworden.

Am Bahnhof Aichach war am 7. Mai ein Zug der Bayerischen Regiobahn gegen einen Güterzug geprallt. Zwei Menschen starben, 14 wurden verletzt. Wie jetzt bekannt wird, hat der Interessenverband privater Bahnunternehmen „Mofair“ schon vor dem Unglück über steigende Unfallgefahren gewarnt. Das ARD-Magazin „Report München“ zitiert aus einem Schreiben vom 2. Januar dieses Jahres von Mofair an die DB Netz, in dem es heißt: „In den vergangenen Jahren hatten wir einige Unfälle (...) und bei unseren (Eisenbahnverkehrsunternehmen) EVUs eine Vielzahl von Beinahe-Unfällen. Nach unseren Erkenntnissen gaben die Fahrdienstleiter der DB Netz AG jeweils falsche Fahrbefehle.“

Auch ein weiterer Verband, das Netzwerk Europäische Eisenbahnen, hat sich beim Eisenbahnbundesamt beschwert: „Zahlreiche Zusammenstöße von Eisenbahnfahrzeugen vor allem in jüngerer Zeit (Bernterode, Hosena II, Bad Aibling, Cuxhaven, Meerbusch, Leese-Stolzenau und jetzt Aichach) sind nach den publizierten Erkenntnissen der Eisenbahnunfalluntersuchung auf menschliches Versagen zurückzuführen.“ Insbesondere der Einsatz junger, wenig geschulter Fahrdienstleiter werde kritisch gesehen. Eine Antwort steht in beiden Fällen noch aus.  dw

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