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Zu nass, zu kalt - und welche Rolle spielt Corona?

Heimische Seen bevorzugt? Freibäder ziehen Bilanz zur Badesaison 2021

  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Hohe Niederschlagsmengen, wenige Sonnenstunden, zu kühl für die Jahreszeit - vor allem die Freibäder hatten sich mehr vom Sommer 2021 erhofft. Die einen schlossen ihre Pforten vorzeitig, andere zählen noch auf einen sonnigen Spätsommer. Eine Bilanz aus der Region:

Freilassing/Trostberg/Traunstein/Traunreut/Burgkirchen an der Alz - Aufgrund der schlechten Witterung entschied sich die Stadt Freilassing, die Freibadsaison bereits am 29. August für heuer zu beenden - früher als üblich.

Trostberger Schwimmbad planmäßig bis 13. September geöffnet

Die Bilanz zum diesjährigen Badesommer werde erst Ende September in der Stadtratssitzung vorgestellt, Daniel Beutel von der Stadt kann jedoch gegenüber bgland24.de bereits vorab sagen, dass die Saison ob des regnerischen und kühlen Wetters nicht so prickelnd gelaufen sei.

Ähnliches berichten die Stadtwerke Trostberg: „Wegen des verregneten Sommers hatten wir in dieser Saison sehr selten einen großen Ansturm“, erklärt eine Sprecherin auf Nachfrage der Redaktion. Das Schwimmbad habe dennoch planmäßig bis zum Schulstart, bis 13. September, geöffnet. Man hoffe noch auf ein paar schöne Tage im September - in dem Fall würden die Stadtwerke die Badesaison sogar um drei, vier Tage verlängern.

Zufriedenstellende Besucherzahlen in Traunstein

Die Stadt Traunstein handhabt es wie Trostberg, bestätigt Eva Schneider von der Pressestelle: „Das Erlebnis-Warmbad wird auf jeden Fall noch während der Schulferien geöffnet bleiben. Danach wird je nach Wetterlage entschieden, ob und wenn ja, wie lange das Schwimmbad noch geöffnet bleibt.“

Die Besucherzahlen für die Saison 2021 seien trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Traunstein zufriedenstellend: Circa 57.000 Personen habe das Freibad in Traunstein registriert (Stand 30. August) - davon etwa 27.000 im Monat Juni - auch dank zweiwöchiger Hitzewelle.

Zum Vergleich: „In der Vorsaison besuchten zum gleichen Zeitpunkt etwa 44.000 Personen das Traunsteiner Freibad. Grund für die Steigerung in der Saison 2021 ist zum einen die frühere Öffnung des Bades am 21. Mai. 2020 öffnetet das Bad erst zum 8. Juni seine Tore. „Zum anderen spielt natürlich auch die hinaufgehobene Besucherobergrenze von 1018, die sich gleichzeitig im Freibad aufhalten dürfen, eine große Rolle.“

Kaum Debatten um Corona-Regeln und Maskenpflicht beim Baden

„Erfreulich war bis jetzt, dass fast keine Diskussionen bezüglich der Art des Mund-Nasen-Schutzes im Kassenbereich geführt wurde“, betont Schneider. „Das liegt daran, dass 2021 der Eintritt in öffentliche Einrichtungen auf Grund der Gesetzeslage meist nur mit einer FFP-2-Maske erlaubt war, während es im Vorjahr immer wieder einmal zu Diskussionen über die Art des Mund-Nasen-Schutzes kam, da der Gesetzgeber dies nicht eindeutig genug definierte. Die Besucher haben dies aber dieses Jahr nie in Frage gestellt.“

Die neue Breitwellenrutsche werde hervorragend angenommen und erfreue sich großer Begeisterung bei den Familien. Nach Aussage des Betriebsleiters genießen die Besucher ebenso die nicht überfüllten Liegewiesen und Schwimmbecken, da die Besucheranzahl coronabedingt auch in diesem Jahr begrenzt sei.

Besucherstrom im Freibad Traunreut 2020 und 2021 unverändert

In der Zeit von 5. Juni bis 30. August registrierte das Franz-Haberlander-Freibad 49.826 Besucher. Normalerweise öffnet das Freibad Anfang Mai, dies sei dieses Jahr wegen der Infektionslage allerdings nicht möglich gewesen, erläutert Martina Glaser, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt Traunreut.

Ein Vergleich zum Vorjahr verdeutlicht: In der Zeit von 11. Juli bis 30. August 2020 waren es 37.076 Besucher. Der Grund für die verspätete Eröffnung im letzten Jahr sei die Sanierung des Freibades gewesen - an sich sei der Besucherstrom 2020 und 2021 unverändert geblieben.

Corona-Auflagen sorgen für sinkende Besucherzahlen

Die Corona-Pandemie hinterlasse auch im Freibad ihre Auswirkungen, was sich mitunter im Verhalten der Badegäste widerspiegle: „Die auferlegten Vorgaben wie anfangs die Kontaktdatenverfolgung oder die Maskenpflicht auf Teilen des Freibadgeländes wie im Eingangsbereich, an den Toilettenanlagen oder in den Umkleiden wurden teilweise stark kritisiert“, kann Glaser bestätigen. „Hierbei wurde aber vergessen, das die Vorgaben von der Staatsregierung kamen.“

Auch auf die Besucherzahlen habe die Pandemie eingewirkt: „Die Besucherzahlen sinken in meinen Augen, da viele Badegäste nicht gewillt sind oder waren, die Vorgaben umzusetzen. Viele haben lieber den Besuch an einem heimischen See vorgezogen.“

Auch Bürgermeister Hans-Peter Dangschat findet dankende Worte für die Mitarbeiter des Freibads für den „reibungslosen Ablauf der Saison 2021“. Das Freibad wird generell bei jedem Wetter geöffnet. Es gibt somit keinerlei Ausfalltage. Es werde nur kurzfristig geschlossen, wenn Unwetter heranziehen. Das Freibad schließt dieses Jahr planmäßig am 12. September.

Halb so viele Besucher als in einem „normalen Jahr“ in Burgkirchen

Das Freibad Burgkirchen an der Alz habe bis dato heuer 35.000 Besucher begrüßen dürfen, etwa die Hälfte der vergangenen Jahre ohne Corana und mit einem durchschnittenen Sommer

Die geringen Besucherzahlen lassen sich laut Leiter Stefan Zimmermann hauptsächlich auf das „extrem schlechte Wetter“ zurückführen und weniger auf die Coronabedingungen, obgleich die pandemiebedingte spätere Öffnung des Bades schon auch eine Rolle gespielt habe. Zudem sei das Freizeitbecken umgebaut worden, weswegen nur der Schwimmerbereich zugänglich gewesen sei.

Hoffnung auf nächste Saison unter Normalbedingungen

„Wir öffnen bei jedem Wetter täglich unser Freibad. Bei sehr schlechter Witterung schließen wir um 13 Uhr. Dies ist heuer bis Ende August achtmal vorgekommen.

Die diesjährige Schließung des Freibades wird aufgrund der Witterung und des Freibadumbaus etwa um das Ferienende liegen. Hier sind wir aber relativ flexibel und werden gegebenenfalls bei Wetterbesserung Anpassungen treffen“, erläutert Zimmermann, der auf eine nächste Saison unter „normalen Umständen mit einem tollem Sommer“ und dem neuen Freizeitbecken hofft. 

mb

Rubriklistenbild: © hud

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